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Die Wahrheit des Wortes

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Die ausgediente Schweinegrippe

13. August 2010

Die Geschäfte sind gemacht, das Geld ist verdient und nun braucht auch wirklich niemand mehr die Schweinegrippe. Seit diese massenhaft den Tod bringende Seuche zum ersten Mal im April letzten Jahres auftrat, fragte man sich nicht nur hier in der Redaktion in Köln immer wieder, was wohl hinter all der Panik stecken würde. Um in der Realität zu bleiben, es starben weniger als 20.000 Menschen in 200 Ländern, was vergleichsmäßig wenig ist. Heute, weit mehr als ein Jahr später, scheinen die Fakten ganz klar zu sein, denn es ist nicht allzu schwer den großen Sieger all dessen auszumachen, es ist die Pharmaindustrie. Seit Monaten hatte eigentlich schon niemand mehr wirklich an diese Form der Grippe gedacht und nun macht sie trotzdem noch einmal Schlagzeilen, auch wenn diese natürlich nicht mit denen zu vergleichen sind, die es gab als man noch ordentlich Panik brauchte. Denn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab gerade bekannt, dass es keine Pandemie mehr gibt, dies bedeutet, ganz offizielle Entwarnung von höchster Stelle.

Der Ruf der WHO
Man kann wohl behaupten, dass die Schweinegrippe auch den Ruf der WHO nachhaltig geschädigt hat, den zu fade ist der Beigeschmack den all das, was in den letzten Monaten seit April 2009 geschehen ist, hinterlassen hat. Natürlich ist Vorsicht besser als Nachsicht, man kennt diese immer wiederkehrenden Floskeln nur zu gut. Aber es ist schon merkwürdig, dass es so viele Faktoren gibt, die dafür sprechen, dass es sich bei alldem einfach nur um einen Geniestreich der Lobbyisten der Pharmaindustrie gehandelt hat. Sollte dem tatsächlich so sein, wäre es außerordentlich peinlich für die WHO dieses Spiel wissend oder auch nicht wissend mitgespielt zu haben. Denn gerade die weltweite Bedrohung, die durch das Ausrufen der Pandemie entstanden ist, machte vieles erst möglich, um nicht zu sagen notwendig. Hiermit wurde die Geldpresse für die Pharmaindustrie noch einmal richtig befeuert. Man sollte in Zukunft ein sehr genaues Auge auf die WHO haben, um zu sehen, ob es ein Einzelfall war oder ob die Lobbyisten auch dort schon ganze Arbeit leisten.

Abgesehen von der Schädigung der Umwelt, den die so verursachte Produktion von Bergen an Müll mit sich bringt und ganz zu schweigen von der Verängstigung der Weltbevölkerung, verlieren natürlich solche Institutionen durch solche Aktionen an Glaubwürdigkeit, jüngstes Beispiel in diesem Kontext ist auch die katholische Kirche. Genau dies wirkt sich dann natürlich negativ aus, wenn es wirklich einmal kritisch werden sollte und der Ruf dann angeknackst oder gar ruiniert ist. Die Lobbyisten selbst dürfte all dies kaum interessieren, denn Moral und Nachhaltigkeit dürften bei ihnen nicht allzu weit oben auf der Agenda stehen, wenn so etwas dort überhaupt zu finden ist. Es geht um Honorare, um lukrative Aufträge, da nimmt man offensichtlich auch eine ganze Menge Verlust in anderen Bereichen in Kauf, wenn nur die eigenen bzw. die Ziele der Kundschaft erreicht werden. Wie gut die Lobby der Pharmaindustrie ist, kann man sich auch in regelmäßigen Abständen beim Scheitern der Gesundheitsreform anschauen und da ist der Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) nicht der erste, der sich die Zähne ausbeißt.

Und wer zahlt dies alles?
Hunderte von Tonnen an Impfstoff wurden produziert, der in den allermeisten Fällen nun nach und nach mangels Nutzen entsorgt werden darf. Natürlich befindet sich der größte Teil dieser Medikamente nicht mehr in irgendwelchen Lagern der Pharmaindustrie, sondern ist schon weiterverkauft worden, womit der Endkunde das Problem hat. Nun ist dieser Kunde allerdings nicht irgendein Unternehmer, sondern der Staat und da ein Staat nur das Geld der Bürger verwaltet, ist auch bald klar, wer auch in dieser Situation die Zeche zahlen wird. Jedem dürfte spätestens nach einer solchen Aktion klar sein, warum man im Gesundheitswesen in Deutschland auf keinen grünen Zweig kommt und die Versicherten immer mehr selber bezahlen dürfen von Zahnzusatzversicherung bis Praxisgebühr. Jeder sollte auch wissen, warum ein Staat bis über beide Ohren verschuldet ist, wenn man sich immer wieder durch Lobbyisten steuern lässt. Lobbyisten sind auch oft vermeintliche Experten und diese vermisst man in diesen Tagen auf breiter Front, denn die Panikmacher der Schweinegrippe haben sich scheinbar erst einmal ganz weit zurückgezogen und es wäre nicht verwunderlich, wenn sie in irgendwelchen Hinterzimmern schon die nächste Pandemie planen.

Die Schweinegrippe ist aber auch ein gutes Beispiel dafür, warum man nicht allzu oft an den Zufall glauben sollte, denn vieles was auf den ersten Blick wie der reine Zufall aussieht, ist in Wirklichkeit von langer Hand strategisch sehr gut vorbereitet. Nun verhält es sich so, dass all dies dem normalen Bürger nicht unbedingt auffällt, so ist es schließlich auch gedacht aber den Protagonisten in Berlin oder anderen Hauptstädten, sollte man eigentlich die Kompetenz zu trauen, so etwas zu bemerken. Entweder sehen sie es wirklich nicht, dann stellt sich die Frage, wofür sie all die Steuergelder bekommen oder sie sehen es, reagieren aber nicht darauf, dies wäre dann wohl Betrug am Wähler. Nimmt man an, dass der letztere von beiden Fällen der tatsächliche ist, gäbe es aber auch hier für eine ganz einfache Erklärung und zwar die Nähe zwischen der Wirtschaft und der Politik, denn ein Großteil der Volksvertreter kommt aus der Wirtschaft oder aber er geht dort irgendwann einmal hinein, oftmals übrigens als Lobbyist. Jetzt heißt es abwarten, was für ein Zufall als nächstes geschieht und wie viele Milliarden Euro dieser dann verschlingt und hier ist nicht die Frage, ob, sondern einfach nur, wann es soweit ist.

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Kategorie: Gesellschaft · Politik · Umwelt · Wirtschaft

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