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Die Wahrheit des Wortes

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Der zweite Geburtstag von fairschreiben.de

17. Dezember 2009

Vor über zwei Jahren saß ich in einem Zug und fuhr durch das Rheinland. Ich hörte damals den Menschen zu, wie sie sich über die Situation im Land beschwerten, wie unzufrieden sie mit der Wirtschaft, der Politik aber auch mit anderen gesellschaftlichen Faktoren, wie zum Beispiel mit den Kirchen waren. All dies hatte mit dem, was man in den Massenmedien jeden Tag serviert bekommt nur sehr wenig zu tun. Ich überlegte mir, wie man für solche Menschen etwas journalistisch reizvolles schaffen könnte und schon bald war die Idee zu fairschreiben.de geboren. Es dauerte noch einige Wochen bis aus der Idee, diese journalistische Internetplattform entstand. Im Gegensatz zu den anderen, scheinbar oftmals durch finanzielle Abhängigkeiten geleiteten Medien, zählt auf dieser Plattform vor allem die Wahrheit, was nicht immer zur allgemeinen Zustimmung und Zufriedenheit führt aber in jedem Fall zu Reaktionen und das ist wichtig. War das erste Jahr schon sehr spannend, war auch abzusehen, dass das Jahr 2009 ein noch viel spannenderes Jahr werden sollte, was vor allem für die Bereiche Politik und Wirtschaft gelten sollte und so gab es auch im zweiten Jahr sehr viel zu schreiben.

Wenn selbst die Kirchen nicht mehr helfen
Wenn ich heute auf das zweite Jahr fairschreiben.de zurückblicke, erfüllt mich dies in einem hohen Maß mit Zufriedenheit und so lange diese überwiegt, werde ich dieses Projekt auch fortsetzen. Wobei ich auch einräumen muss, dass sich gerade im zweiten Jahr des Bestehens einiges verändert hat. Zum einen natürlich in technischer Hinsicht aber vor allem auch inhaltlich. Die inhaltlichen Veränderungen sind sehr stark darin begründet, dass sich die Welt in den letzten zwölf Monaten noch einmal überproportional zum Negativen verändert hat und dem gilt es mit breiter Brust entgegen zutreten. Raubtierkapitalismus ist eines der großen Stichworte in diesem Zusammenhang und dadurch das es eine breite, fest verwobene Front aus Wirtschaft, Politik und nicht zu letzt auch Medien gibt, die scheinbar einen knallharten Systemwechsel, weg von jedem sozialen Grundgedanken, hin zu einer nur noch auf Gewinn ausgerichteten, menschenunwürdigen Welt vollziehen wollen, ist es umso wichtiger dort Kontrapunkte zu setzen. Es scheint sich allerdings eine gewisse Müdigkeit bzw. Resignation in der Gesellschaft breit zu machen, selbst die Kirchen scheinen außer einigen Leuchtturmprojekten, eher ihr Hab und Gut zu verwalten, als aktiv gegen die Zustände im Land aktiv zu werden.

Weitere Redaktionsbüros
Mit genau dieser Resignation habe aber auch ich zu kämpfen, denn es mangelt mir ein wenig an dauerhaften Mitstreitern für dieses Projekt, welches sich als NPO versteht. Die Spendenbereitschaft hält sich teilweise doch in einem sehr klaren Rahmen, was allerdings in einer Gesellschaft in der die Gratis-Mentalität doch sehr weit verbreitet ist, kaum anders zu erwarten war aber das viel größere Problem stellt sich eigentlich auf einer ganz anderen Ebene dar. Im Frühjahr diesen Jahres musste ich leider die Redaktion in Österreich schließen und diese Lücke konnte bis zum heutigen Tage nicht ausreichend ausgefüllt werden, was sehr schade ist, da sich fairschreiben.de schon als eine journalistische Internetplattform für den deutschsprachigen Raum versteht und letztendlich deutschsprachige Communitys in der ganzen Welt ansprechen möchte. Mehr als fünf bis sechs Artikel schaffe ich mit meinem Team in Köln pro Woche allerdings nicht und dies reicht gerade einmal für einen Fokus auf die aller wichtigsten News aus. Insofern wäre es sehr schön, wenn sich andere Menschen uns anschließen würden, damit wir den Fokus noch erweitern könnten. Die Erfahrung mit der Redaktion in Österreich hat gezeigt, dass sich so natürlich auch noch einmal der Kreis der Leser und Mitstreiter erweitern lässt und das ist natürlich sehr wichtig. Wer nun Interesse bekommen hat wirklich etwas mit uns zu verändern, melde sich bitte unter kontakt (at) fairschreiben.de.

Zahlen und Fakten
Bis zum heutigen Tag sind fast 600 Artikel veröffentlicht worden, die sich über momentan 17 Kategorien verteilen. Mit weit mehr als 200 Kommentaren ist mehr als ein Drittel der Artikel schon kommentiert worden. Leider mussten wir immer wieder Kommentare löschen und zwar nicht, da sie nicht unserer Meinung entsprachen, denn das würde kein Problem darstellen, sondern weil sie einfach in einer Art verfasst wurden, die zum Teil beleidigend und ähnliches waren. Andere Meinungen veröffentlichen wir hier immer wieder gerne. Beleidigung, Beschimpfungen und vor allem Unwahrheiten werden auch weiterhin knallhart gelöscht. Um sich in dieser Masse an Artikeln zu orientieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie zum Beispiel unser Archiv aber auch eine Suchfunktion. Hier sind gut 12.000 Stichwörter hinterlegt, damit jeder die Möglichkeit hat, ganz schnell das zu finden, was er sucht. Auch in Zukunft werden noch unzählige weitere Artikel, Stichwörter und hoffentlich auch Kommentare hinzukommen, dass steht auch nach zwei Jahren noch immer unverändert fest. Das wir auf dem richtigen Weg sind, belegen fast 50.000 Leser aus gut 120 Ländern weltweit im letzten Jahr. Allein auf diese Leistung sind wir hier in Köln schon sehr Stolz und möchten uns dafür bei all unseren Lesern, die dies erst möglich gemacht haben, bedanken.

Der Kampf geht weiter
Wie zu Beginn erwähnt, scheint es offensichtlich einen Kampf gegen die Schwachen dieser Gesellschaft zu geben und dies nur damit ein kleiner Kreis, bestehend aus vermeintlichen Experten und Eliten, noch mehr Profit machen kann. So lange diese Personengruppe ihren Feldzug gegen eine sozialgerechte Welt fortführt, werden wir diesen Kampf annehmen und diese Menschen mit fairen, journalistischen Mitteln bekämpfen, wo es nur geht. Denn wir brauchen die Lüge nicht, da wir die Wahrheit auf unserer Seite haben und so möchten wir auch weiterhin die Menschen mit den Fakten versorgen, die in der heutigen Medienlandschaft oftmals schwer bis gar nicht zugänglich sind. Außerdem werden aber natürlich auch weiterhin liebgewonnene Bereiche fortgesetzt. Nachdem die Jahresrückblicke auf das Jahr 2007, wie auch auf das Jahr 2008 schon ein voller Erfolg waren, wird bald auch schon der auf das Jahr 2009 folgen. Natürlich wird es im Jahr 2010 auch wieder wöchentlich einen Rückblick geben, der mit einem passenden Zitat versehen ist. Wie man sehen kann, hat unsere Motivation in den letzten zwei Jahren noch kein Stück gelitten, sondern ist eher noch größer geworden.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Medien · Neues aus Österreich · Politik · Redaktion-News · Wirtschaft

Bis jetzt 5 Kommentare ↓

  • 1 Martina Jäger // 17. Dez 2009 at 09:01

    Liebe Redaktion

    FAIRSCHREIBEN lese ich gerne und finde das Geschriebene eine journalistische Bereicherung und Ergänzung der Medienwelt.
    Eure Berichte haben eine vielseitige Betrachtungsweise und zeigen gesellschaftlich-politische Hintergründe transparent auf.
    Gut, dass ich als Leser aktiv (mit Kommentaren) Stellung zu dem Gelesenen geben darf.
    Ein “Plus” für das Inhaltliche: Artikel sind nachvollziehbar, lesen sich authentisch und sind verständlich geschrieben.

    Selber habe ich Euch auf einige “meiner” Homepages verlinkt
    und werde da nun noch einen Zahn zulegen,
    indem ich beim Treffen der Würzburger ATTAC.
    bei unserem Dachverband für freie Kulturträger (Würzburg),
    auch innerhalb meiner “Kulturkreise”,
    und in meiner newsletter
    auf FAIRSCHREIBEN hinweise.

    Vielen Dank an Euch

  • 2 Andrea Bondi // 17. Dez 2009 at 14:24

    http://www.fairschreiben ist eine ganz wichtige Informationsplattform. Berichterstattung ohne Maulkorb des Systems oder großer “Anzeigenkunden”. Wohltuend unverbogen und direkt! Meine besten Wünsche für die kommenden Jahre!

    Herzliche Glückwünsche!

  • 3 sunshine // 17. Dez 2009 at 20:32

    happy birthday to you,
    happy birthday to you,
    happy birthday dear fairschreiben,
    happy birthday to you.

    thank´s for all – sunshine

  • 4 Hülsberg,Siegfried // 21. Dez 2009 at 22:15

    Also, einsteht fest, gäbe es noch nicht fairschreiben müßte es erfunden werden.
    Herzlichen Glückwunsch für diese gute Sache und weiterhin alles Gute und viel Freude bei allem Schreiben.

  • 5 Art for Europe // 1. Feb 2010 at 05:45

    [...] schon wieder ein Geburtstag an. Da konnten wir gerade erst im Dezember des vergangenen Jahres den zweiten Geburtstag von fairschreiben.de feiern, welche auch zur IG A4E gehört und Mitten im Karneval geht es dann [...]

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