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Die Wahrheit des Wortes

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Der Zerfall Deutschlands geht weiter

20. Juli 2010

Muss man es so drastisch ausdrücken und vom Zerfall Deutschlands sprechen, mag sich nun manch einer fragen und die Antwort kann nur lauten, man muss. Zu erst zeriss es die große Volkspartei SPD immer mehr und jetzt scheint dieser Prozess gerade der Union bevorzustehen. Das es um die FDP und die Grünen auch nicht wirklich gut aussieht, ist allgemein bekannt. Wie demokratisch die Linke ist, weiß auch jeder, womit die politische Spielwiese in der Bundesrepublik Deutschland abgefrühstückt ist und eigentlich kaum noch etwas übrig ist. Bleiben Stützpfeiler des alltäglichen gesellschaftlichen Lebens, wie zum Beispiel die Kirche aber auch von hier erreichen uns nur noch Skandale, die zu weiterem massiven Vertrauensverlust führen. Stück für Stück scheint hier ein ganzes Land demontiert zu werden. Es wird alles in allem immer instabiler, was nichts Gutes für die Zukunft erahnen lässt.

Von Nordrhein-Westfalen bis Hamburg
Nachdem hier am gestrigen Tag schon von den instabilen Verhältnissen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen berichtet wurde, geht es am heutigen Tag nun unter anderem um einen ländergrößentechnischen Zwerg, es geht um die Hansestadt Hamburg. Allerdings sollte man unabhängig von der Größe des Landes nicht die politische Sprengkraft unterschätzen, die von hier ausgehen könnte. In Hamburg bebte die politische Erde am vergangenen Wochenende gleich zweimal. Zu erst kündigte, nicht ganz überraschend, der erste Bürgermeister Ole von Beust (CDU) seinen politischen Abgang für den 25. August diesen Jahres an und dann wurde auch noch das Prestigeprojekt der Koalition aus CDU und den Grünen, eine neue Schulpolitik für diesen nordischen Stadtstaat, per Volksentscheid abgeschmettert. Nicht nur, dass sich hier zeigte, was die Bürger von der Politik der amtierenden Regierung halten, zeigen sich hier auch weitere, schwere Gewitterwolken für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Man hat das Gefühl, dass Kanzlerin Merkel (CDU), wenn es so weitergeht, bald eine Einfrauenpartei ist. In den letzten zehn Monaten, seit Oktober 2009, hat sie immerhin sechs ihrer Ministerpräsidenten verloren, was natürlich gerade in einer Bundesrepublik, wo Politik auch immer durch die Länder mitbestimmt wird, eine besondere Bedeutung hat. Nun kann man natürlich mit dem Verlust der Mehrheit in der Länderkammer, also dem Bundesrat, noch genauso einen oben draufsetzen, wie mit dem völlig überraschenden Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler und dem Debakel um die Wahl seines Nachfolgers Christian Wulff. Man sieht an solchen Fakten sehr schön, wie sich die Destabilisierung den Weg durch Deutschland bahnt und die Protagonisten des Raubtierkapitalismus dürften hinter den Kulissen schon das ein oder andere Fass aufgemacht haben, denn eine schwache Politik stärkt natürlich ihre Position.

Schröder 2.0
Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Bundesregierung und Angela Merkel (CDU) die gesamte Legislaturperiode durchhalten werden, wird immer geringer. Aber was kommt dann? Vielleicht wieder eine Koalition aus SPD und Grünen mit einem Schröder 2.0? Man darf nicht vergessen, dass unter dieser Konstellation der Kahlschlag der Sozialsystem erst seinen Lauf nahm, bevor diese Politik vom großen Stillstand der Großen Koalition abgelöst wurde. Wie nachhaltig sich diese Politik für die Bürger des Landes ausgewirkt hat, kann man in diesem Jahr, im Zieljahr der Agenda 2010, sehr schön sehen. Während sich vermeintliche Eliten ihre Millionen und Milliarden Euros zu schieben, steigt auf der anderen Seite die Armut immer weiter an. Nur am Rande sei erwähnt, dass auch dies ein weiterer Faktor für die Destabilisierung in diesem Land ist, den man nicht unterschätzen sollte. Man sieht hier sehr schön, wie sich kleine, landsspezifische Brandnester in diesem Sommer 2010 zu einem riesigen, politischen Flächenbrand ausgeweitet haben.

Ein weiterer Flächenbrand, der sich nicht gut für die Gesellschaft auswirkt, ist der bei der katholischen Kirche, wo nun auch mehr und mehr der Erzbischof und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Dr. Robert Zollitsch, ins Kreuzfeuer der Kritik gerät. Auch hier stellen sich wieder weitreichende moralische Fragen, die man bei der katholischen Kirche in Deutschland aber auch beim Vatikan in Rom nicht bereit ist zu beantworten und man muss vermuten, dass man dort auch gar nicht in der Lage ist diese zu  beantworten. Wenn natürlich neben der Politik, quer durch alle Parteien, die letztendlich auch schon seit langer Zeit nur noch ihre Niederlagen feiern, als seien es Siege, nun auch noch Institutionen aus dem Bereich Glaube die Menschen mehr und mehr verprellen, da die Heuchelei bei Mixa, Zollitsch und wie sie sonst noch alle heißen mindestens genauso groß ist, wie in der Wirtschaft, tut auch dies den Menschen nicht gut. All dies zeigt wie dringend notwendig eine Reform dieser gesamten Gesellschaft aus sich selbst heraus ist.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Politik · Wirtschaft

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