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Die Wahrheit des Wortes

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Der Robin Hood der Reichen

8. Juni 2010

Moderne Märchen haben mit den Legenden alter Tage nichts mehr gemeinsam, wie es im Moment scheint. Hat man es bislang so im Kopf, dass Robin Hood es von den Reichen nahm, um es den Armen zu geben, sieht es aktuell ganz anders aus, vor allem wenn man sich die Bundesregierung in Deutschland ansieht, denn hier nimmt man es immer mehr von den Armen, um es den Reichen zu geben. Viele Menschen in Deutschland meinen, dass sie diese Diskussion nichts angehen würde, da es ihnen noch ziemlich gut gehen würde und sie damit meinen nicht klagen zu müssen aber auch diese Menschen sollten an ihre eigene Zukunft denken. Die Arbeitsplätze sind schon lange nicht mehr sicher und dies gilt von der Automobilindustrie, wie Opel zeigt bis in den Handeln, wie Hertie und Karstadt zeigen, somit kann es jeden ganz schnell erwischen. Davon abgesehen, das die Menschen immer länger leben und die Probleme in den nächsten Jahren immer größer werden.

Budgetberatung im Kanzleramt
In den Räumen, in denen scheinbar spätestens seit der Geburtstagsparty für den Chef der Deutschen Bank Josef Ackermann sein Geiste schwebt, wurde in den letzten zwei Tagen ausgiebig darüber diskutiert, wo man in Deutschland sparen will. Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte zur großen Budgetberatung ins Kanzleramt geladen und es passierte, was absehbar war, es wird wieder teuer und dies natürlich nicht für die Wirtschaft oder zu mindestens für die Teile des Systems, die Schuld an der jetzigen Situation tragen, sondern der Durchschnittsbürger bzw. die Armen im Land sollen wieder einmal bluten. Familien und Hartz-IV-Empfänger werden wohl einmal mehr die sein, in deren so oder so schon fast leeren Taschen gegriffen werden soll. Man sieht, wie der Abbau der Mittelschicht fleißig vorangeht und die Armut immer weiter anwächst.

Die Menschen, die im Moment mit der Kritik an Hartz-IV-Empfängern klar kommen, sollten sich überlegen, ob sie diese Meinung auch noch teilen, wenn sie plötzlich selber in dieser Situation wären. Es scheint nicht mehr lange zu dauern bis man den Begriff Sozialstaat im Kontext der Bundesrepublik Deutschland gar nicht mehr erwähnen kann. Das Angela Merkel (CDU) sich einmal mehr zum weiblichen Robin Hood der Reichen im Land macht, lässt natürlich auch den Begriff der sozialen Unruhen wieder lauter werden aber dies scheint im politischen Berlin kaum einen zu interessieren. Es muss hier eine große Hoffnung darin geben, dass es in diesem Land ruhig bleiben wird und genau dieses Verhalten ist ein völlig verantwortungsloser Tanz auf dem Vulkan. Natürlich wächst die Unzufriedenheit im Land mit jedem Cent den man den Bürgern, auf welchem Weg auch immer, abnimmt, gerade auch wenn man auf der anderen Seite ständig hört, wie viele Millionen und Milliarden für Bürgschaften und ähnliches durch den Kamin gejagt werden.

Die Rolle der Gewerkschaften
Mit Spannung darf man nun die Rolle der Gewerkschaften in den nächsten Wochen und Monaten im Auge behalten und schauen, ob den großen Worten des Widerstandes diesmal auch erkennbare Aktionen folgen oder ob es auch hier wieder bei leeren Worthülsen, wie man sie so gerne auf Seiten der Politik kritisiert, bleibt. Es drängt sich doch immer häufiger auch der Verdacht auf, dass die Gewerkschaften in Deutschland schon ein so fester Bestandteil des etablierten Systems seien, dass man von ihnen im Kontext eines nötigen Systemwandels auch nichts mehr zu erwarten hat. Dies würde die Gelassenheit auf Seiten der Politik natürlich erklären. Von woher soll eine Bewegung ausgehen, wenn auch die Gewerkschaften wegfallen. Es blieben dann wohl nur noch wenige Möglichkeiten, denn von kirchlicher Seite braucht man auch auf nichts zu warten, denn hier hat man ebenfalls mit einer massiven Vertrauenskrise zu tun, die allerdings durch die Masse an Missbrauchsskandalen entstanden ist und erst einmal gar nicht soviel mit der Politik und Wirtschaft zu tun hat.

Dann bliebe da noch der Bundespräsident, der dem Volk ganz nahe sein sollte. Nun hat dieser in der letzten Woche seinen sofortigen Rücktritt erklärt und wer sein Nachfolger wird und was im Detail von ihm zu erwarten ist, steht noch in den Sternen aber auch hier sollte in diesem Zusammenhang niemand zu optimistisch sein. Somit bleibt der Untergrund und hier muss man wohl sagen, dass dies keine friedliche Alternative darstellt, da es einen Grund hat, warum man vom Untergrund spricht. Eine andere Alternative wäre eine plötzliche Initialzündung in der Mitte der Gesellschaft, die durch viele verschiedene Faktoren ausgelöst werden könnte, allerdings kann man hier auch nicht gerade von einer friedlichen Lösung sprechen, denn desto mehr Frust sich in den Menschen aufstaut, wie es im Moment der Fall ist, desto lauter wird der Knall, wenn sich all dies plötzlich entlädt. Diese, nicht wirklich neuen Fakten sollten sich die Mächtigen der Gesellschaft immer vor Augen führen, dies gilt natürlich auch noch einmal ganz besonders für das politische Berlin.

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Kategorie: Gesellschaft · Politik · Wirtschaft

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Manfred Vogl // 8. Jun 2010 at 15:39

    Einfaltspinsel auch!
    Robin Hood war immer schon eine Legende!!!

    (-;

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