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Die Wahrheit des Wortes

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Der passende Sommer zum Winter

16. Juli 2010

Und es gibt doch so etwas wie Gerechtigkeit, meinen wir hier zu mindestens in der Redaktion in Köln. Der Winter war extrem lang, hart und vor allem kalt. Zum Ausgleich gibt es nun einen heißen und genialen Sommer, dass kann man schon einmal fair nennen. Langsam merkt man allerdings auch hier wieder eine aufkeimende Unzufriedenheit, denn es ist nun natürlich viel zu heiß. Man wird das Gefühl nicht los, so paradox es klingen mag, dass die meisten Menschen scheinbar eine gewisse Unzufriedenheit brauchen, um glücklich zu sein. Natürlich ist es alles etwas anstrengender bei diesen Temperaturen, was natürlich auch für die extreme Kälte des letzten Winters galt aber ganz realistisch betrachtet, ist wohl auch dies noch angenehmer, als einer dieser völlig untertemperierten  und verregneten Sommer über die sich übrigens auch sehr viele Menschen in den letzten Jahren aufgeregt haben. Vielleicht sollte man sich einfach einmal entscheiden was man möchte.

Gewitter als Katastrophe
Natürlich bedingen die aktuellen extremen Temperaturen auch immer wieder lokale Unwetter und deren Folgen, gerade auch wenn es um Menschenleben geht, können auch schon einmal sehr tragisch sein. Man darf aber auch nicht vergessen, dass wir in einer Mediengesellschaft leben und diese braucht ständig neue Schlagzeilen und man wird hier das Gefühl nicht los, dass auch ganz schnell aus einem heftigen Gewitter eine Unwetterkatastrophe gemacht wird, schließlich braucht man Quote und gerade im Moment steuern wir auch noch auf das gefürchtete Sommerloch zu. Das Wetter verändert sich und das schon seit Millionen von Jahren und es wird immer wieder wärmere und kältere Perioden geben und dies führt natürlich auch immer wieder zu drastischen Situationen, wobei man dies auch nicht immer nur auf das Wetter schieben sollte, denn scheinbar gibt es oftmals auch noch andere Gründe, die auch eine Rolle spielen könnten.

Wenn man sich einmal anschaut, was in dieser Woche unter anderem alles an Dächern etc. weggeflogen ist, stellt man sich auch oftmals die Frage, ob hier und da nicht auch einfach beim Bau gespart worden ist und das sich so etwas dann natürlich rächen kann, ist nur verständlich. Nehmen wir den Ausfall der Klimaanlagen bei der Deutschen Bahn AG, über den hier in dieser Woche auch schon berichtet wurde, auch hier ging es scheinbar weniger um die Hitze, als viel mehr um einen gewissen Spardrang, der zu solchen Problemen führte. Wenn das Wetter extremer wird und man dann auch noch auf der anderen Seite an Wartung oder Baukosten spart, kann dies natürlich zu schwerwiegend negativen Effekten führen aber wie gesagt, diese dann rein dem Wetter zu zuschreiben, wäre nicht korrekt. Man sieht auch hier sollte man sich die Sachverhalt erst einmal genau anschauen, bevor man mit dem großen Jammern beginnt.

Diskussion zum Thema Erderwärmung
Was bislang doch sehr erstaunlich ist, ist dass sich die Diskussionen zum Thema Erderwärmung noch in sehr klaren Grenzen halten. Man fragt sich natürlich schon, ob dies noch die Spätfolgen des harten Winters sind oder ob es vielleicht andere Gründe geben könnte, denn auch das Thema Erderwärmung hat natürlich viele Facetten. Grundsätzlich ist die Erwärmung der Erde, wie auch die Abkühlung bis hin zur Eiszeit, ein Prozess den die Welt immer wieder durchläuft und dies muss nicht immer etwas mit Umweltverschmutzung und ähnlichem im klassischen Sinn zu tun haben. Natürlich reagiert die Menschheit im Moment sehr sensibel auf solche Prozesse, denn diese hochzivilisierte Welt wird auch immer anfälliger, wie zum Beispiel das zu Beginn erwähnte Beispiel mit den Klimaanlagen bei der DB gezeigt hat. Der vermeintliche Fortschritt macht der Menschheit auch oft genug Probleme und kann somit auch mehr Fluch als Segen sein.

Immer mehr Technik, die scheinbar auch oftmals gar nicht mehr vom Mensch kontrollierbar ist, wie die aktuelle Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zeigt, macht den Menschen immer mehr sorgen. Fortschritt stellt sich in diesen Tagen doch auch häufiger einfach nur als Rückschritt dar. Auch dies ist ein Trend, den man genau beobachten sollte und an einigen Punkten auch an den passenden Stellschrauben drehen sollte, bevor es zu spät ist. Nachhaltigkeit ist auch hier das Zauberwort, es sind nicht immer nur die kurzfristigen Gewinne und Errungenschaften der Technik die uns weiter nach vorne bringen, es sind manchmal auch die kleinen aber feinen Nuancen die vieles ausmachen können. Man erkennt sehr schön, dass es um viel mehr geht, als einfach nur um Sommer und Winter, es geht vor allem auch um die geistige Einstellung eines jeden Einzelnen und genau die kann schon sehr viel bewegen. Also sollte man weniger meckern und mehr Aktivität zeigen und schon bewegt sich vieles.

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Kategorie: Gesellschaft · Medien · Technik · Umwelt

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