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Die Wahrheit des Wortes

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Der Hunger in der Welt wird sich rächen

28. Oktober 2010

Diese Woche gibt es bei der ARD einen Themenschwerpunkt im Bereich Ernährung und wenn man diesem ein wenig folgt, kann einem schon einmal anders werden, denn man stößt natürlich auch immer wieder auf das Thema Hunger. Somit gelangt man auch an die immer wiederkehrende Frage, warum man den Hunger auf dieser Welt nicht in den Griff bekommt und wo all dies in der Zukunft hinführen wird und hier sind die Prognosen doch ziemlich finster. Denn in einer globalisierten Welt wird es auch immer schwieriger Flüchtlingsströme zu kontrollieren und wenn das Essen nicht zu den Menschen kommt, kommen diese zum Essen. Ein weiteres Problem, welches in diesem Kontext entsteht, ist das Hunger zornig und wütend macht und dies spricht nicht für eine friedlichere Welt, wenn immer mehr Menschen hungern müssen. Es gibt viele Menschen, die behaupten das Hunger, gerade in der heutigen Ausprägung, gar nicht sein müsste, was natürlich die Frage aufwirft, warum die Fakten hier eine ganz andere Sprache sprechen.

Der Freiheit beraubt
Viele Menschen die in der heutigen Zeit in größter Armut leben müssen, sind damit natürlich auch ein ganzes Stück ihrer Freiheit beraubt aber auch dieses Blatt könnte sich für die Wohlhabenden in der Gesellschaft irgendwann einmal ganz schnell wenden. Immer mehr Menschen flüchten vor Armut und Hunger und sie haben nichts mehr zu verlieren, da sie bereits alles verloren haben oder nie etwas hatten, was zu immer größer werdenden, fast unkontrollierbaren Flüchtlingsströmen führen wird. Verliert man hier irgendwann ganz die Kontrolle, wird den Menschen, zum Beispiel in Europa, nicht viel anderes bleiben, als die Möglichkeit sich noch mehr zu verbarrikadieren, was sie dann selbst ihre Freiheit kosten wird. Man konnte auch in dieser Woche wieder hören, wie schwer es aktuell schon ist allein die Außengrenzen der Europäischen Union (EU) zu kontrollieren. So forderte gerade erst Griechenland Hilfen in diesem Bereich an, da sie alleine nicht mehr in der Lage sind ihre Grenze zur Türkei ausreichend zu sichern. Auch so etwas zeigt natürlich sehr deutlich, wo zukünftige Probleme herkommen.

Es gibt aber noch ganz andere Probleme für den wohlhabenden Teil der Welt. Denn dadurch, dass die Menschen in den ärmsten Regionen auch noch schamlos ausgebeutet werden, senkt man so Produktionskosten, was auch immer mehr Arbeit aus Regionen abzieht, wo das Lohnniveau wesentlicher höher ist und somit fehlt die Arbeit dann zum Beispiel auch in Europa oder man muss das Lohnniveau auch hier immer weiter absenken, um im Rennen zu bleiben. Beides führt aber natürlich zu noch mehr Armut, was man aktuell auch in Deutschland erkennen kann, denn auch hier klafft die Schere zwischen den Armen und den Reichen immer weiter auseinander und dies aufschwungsunabhängig. Auch wenn Armut in Deutschland natürlich noch ein ganz anderes Gesicht hat, als in Afrika oder Asien, ergeben sich auch hier immer größer werdende Probleme, die man in den letzten Wochen bei verschiedenen Hartz-IV-Diskussionen miterleben konnte. Bis hierher erkennt man natürlich den maßgeblichen Zusammenhang zwischen Hunger, Armut und der Globalisierung, denn es scheint sich vielfach um reine Ausbeutungsszenarien zu handeln.

Armut schafft Abhängigkeit
Immer wieder debattiert man, warum man den Armen, hungernden Menschen nicht in der Form hilft, dass man Hilfe zur Selbsthilfe leistet. Spielt man die Gedanken zum Thema Hilfe zur Selbsthilfe einmal durch, merkt man, dass es in den meisten Fällen zur Unabhängigkeit vieler Menschen führen würde. Diese Unabhängigkeit scheint einigen Personen ein Dorn im Auge zu sein, denn Menschen die abhängig von wirtschaftlichen oder politischen Systemen sind, kann man natürlich hervorragend ausbeuten. Deshalb scheint dieses große Interesse zu bestehen, diese Personengruppe nicht kontinuierlich abzubauen, sondern eher noch gegenteiliges zu bewirken. Dieser Weg ist bekannt und wird bis in die heutige Zeit vielfach benutzt um Macht zu erhalten und, oder Gewinne zu maximieren. Man muss übrigens berücksichtigen, dass diesen Weg glücklicherweise auch immer Menschen verstehen und sich dagegen organisieren, dies wird ein langer Prozess werden aber man darf einfach nicht aufgeben. Sollte diese neue Bewegung auch weiterhin einfach ignoriert werden, könnte sich dies natürlich für die, die hinter diesem ethisch und moralisch nicht vertretbaren System stecken, rächen, denn sie sind in der Unterzahl.

Übrigens, wer bei dem gerade beschriebenen System an die fernen Länder Afrikas und Asiens denkt, sollte einen Blick nach Deutschland werfen, wo es scheinbar ein ähnliches System gibt. Nicht umsonst hört man immer wieder von Fällen, wo Menschen ohne Arbeit nicht wirklich geholfen wird einen Beruf zu finden von dem sie dann auch menschenwürdig leben können. Es sind diese Fakten, die die Vermutung auch in Deutschland zulassen, dass man einen gewissen Grad an Armut im Land haben möchte. In diese Kerbe haut auch eine Verschlechterung des Bildungssystems, denn ungebildete und arme Menschen haben kaum eine Lobby und man kann sie offensichtlich auch gerne als saufende Dauerqualmer beschimpfen, ohne dass ein allzu großer Aufstand durch das Land geht. Auch dies könnte sich allerdings irgendwann einmal rächen, wenn diese Massen zu groß sind und so über ihre Situation informiert werden, dass sie es verstehen und dann braucht die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mehr als einen geistig verwirrten Stalker, um ihre Volksnähe zu beweisen, die durch solche Menschen so erschwert wird. Wenn sie wirklich so volksnah ist, wäre es an der Zeit etwas für die Gerechtigkeit im Land zu tun und die Armut zu bekämpfen, in Deutschland, wie auch im Rest der Welt.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Wirtschaft

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