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Die Wahrheit des Wortes

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Der große Freund Zufall

2. Mai 2011

Deutschland ist ein Land im Wandel und dies natürlich nur im Sinne seiner Bürger. Diese Auffassung muss man teilen, glaubt man den Politikern und den etablierten Massenmedien, die dies täglich auf den verschiedensten Wegen propagieren. Nun hat die Geschichte schon bewiesen, dass es, wie durch Zufall, nicht immer so ist, wie man es vermittelt bekommt, denn das letzte Mal, als sich Deutschland wirklich grundlegend und natürlich auch im Sinne der Bürger verändert hat, war nachdem Mauerfall und man weiß, wie es um die versprochenen Blühenden Landschaften bestellt ist. Die gleichen Abläufe erkennt man in diesen Tagen, wenn man sich mit der Europäischen Union (EU) auseinandersetzt, auch hier gibt es angeblich nur Vorteile für die Europäer und man ahnt, nicht nur an den Problemen in der Eurozone, dass hier ganz offensichtlich auch wieder der Zufall dafür sorgt, dass einiges nicht so läuft, wie es tatsächlich im Interesse der Bürger sein sollte. All diese vielen Zufälle, die auch gerne als nicht zu verallgemeinernde Einzelfälle dargestellt werden, führen allerdings zu immer mehr Unzufriedenheit bei denen, die es direkt betrifft und dies im negativen Sinne.

Weniger Soziales, weniger Wohlstand und auch weniger Freiheit
Das Soziale, der Wohlstand, die Freiheit sind alles Dinge die einem in Deutschland, wie auch im Rest Europas, gerne als das vermittelt werden, wofür es sich lohnt zu arbeiten und zu kämpfen. Tatsächlich ist all dies allerdings auf dem Rückmarsch. Wie man nachdem Fall der Mauer feststellen musste, war nicht alles Gold was glänzte und dies ist noch eine sehr positive Darstellung der Realität, die über 20 Jahre später so aussieht, dass nicht der gesamte Osten auf dem Niveau des Westens ist, sondern Teile des Westens, dass Niveau des damaligen Ostens erreicht haben und die Menschen noch immer für all dies mit dem Solidaritätszuschlag bezahlen dürfen. Es gab hier zufällig eine Anpassung in die falsche Richtung. Da es nur ein Zufall war, wollte man daraus scheinbar auch nicht lernen und führte immer mehr Staaten in der Europäischen Union (EU) zusammen und natürlich erweiterte man auch die Eurozone fleißig und dies bei ebenfalls gravierenden unterschiedlichen wirtschaftlichen Grundvoraussetzungen der einzelnen Staaten. Man ist kaum überrascht, dass auch hier der Zufall wieder zu schlug und diesmal den ganzen Euroraum ins Wanken bringt, denn immer mehr Staaten droht nach und nach durch mangelnde Wettbewerbsfähigkeit und massive Staatsverschuldung ganz schlicht der Bankrott.

Man sieht hier also genau die strukturellen Probleme wieder, wie man sie von damals her noch kannte. Solche Fakten sind natürlich kein Zufall und dies realisieren die Menschen immer mehr, denn die breite Masse darf am Ende des Tages für diesen gesamten Globalisierungswahn aufkommen, in dem ihnen immer weniger Kapital zur persönlichen Verfügung steht und sie somit immer mehr arbeiten müssen oder eben im großen Stil auf den gewohnten Lebensstandard verzichten müssen. Im Bereich des Sozialen sieht es da natürlich nicht anders aus, hier heißt das Zauberwort Eigenverantwortung, wie auch immer man dies im Kontext einer sozialen Gemeinschaft interpretieren mag, dass jeder für sich selbst sorgen soll. Da auch hier natürlich wieder das Kapital der Bürger verringert wird, steigt die Unzufriedenheit abermals. Ein massiver Anstieg an Unzufriedenheit bewirkt natürlich auch Instabilität in Europa und hier fühlen sich dann Regierungen, wie auch die in Berlin, dazu berufen ihre Bürger immer mehr zu überwachen und somit natürlich ebenfalls mit einer gewissen Zufälligkeit, die Freiheit immer mehr zu beschneiden. Man erkennt schon nach diesen Zeilen, was einem ganz persönlich all diese Globalisierung bringt, weniger von allem.

Mit der Eurozone fällt die EU
Die Aussage, dass der Euro gerettet werden soll, egal was dies auch immer kosten mag, ist nicht durch Zufall auch als eine glasklare Drohung zu verstehen, sondern zeigt auch, dass man sich bewusst ist, was das Aus der Gemeinschaftswährung für die EU bedeuten würde, denn spätestens mit dem KO des Euros, wäre auch die EU am Ende. Wie nah dieses Ende so oder so schon ist, konnte man in den letzten Wochen auch wieder im Kontext der Systemumstrukturierungsmaßnahmen im Norden Afrikas inklusives des blutigen Krieges in Libyen erleben. Denn hier führt die Destabilisierung im Namen der Stabilisierung einer ganzen Region, wie durch Zufall, zu einem Anschwellen der Flüchtlingsströme aus Afrika. Auch wenn man gerne von diesem Kontinent profitiert, möchte man die Menschen natürlich nicht im großen Stil in Europa haben und hier beginnen weitere große Probleme innerhalb dieser doch angeblich so großen europäischen Familie. Verlässt man so fragliche Bereiche, wie zum Beispiel einheitliche Normierungen von Gurken bis zu Kondomen und kommt zu den wirklich wichtigen Entscheidungen, sieht es auf dieser Ebene auch nicht wirklich gut aus, auch dies ist ein Fakt, den man berücksichtigen muss aber dies scheinbar auch nicht wirklich tut. Auch diese Fakten, stehen eher für das völlige Versagen, als das man hier im großen Stil von Erfolgen reden könnte.

Nimmt man einmal den europäischen Fußball, sieht man, wie weit man den Begriff Europa dehnen kann, denn hier findet man auch Länder, wie zum Beispiel Aserbaidschan oder Kasachstan. Diesem Weg folgend, gibt es auch für die EU noch großes Potenzial sich auszubreiten. Vielleicht sollte man sich, bevor man ständig weiter expandiert, darüber einig werden, wie man die ganzen Fehler, die seit dem Fall des Eisernen Vorhangs gemacht worden sind, korrigiert und vor allem wieder die Bürger in den Fokus nimmt und nicht nur der Wirtschaft hilft ihr raubtierkapitalistisches System weiter zu etablieren. Bei all den geschilderten Nachteilen, die hier über all die Jahre entstanden sind, reicht es den meisten Bürgern schon lange nicht mehr aus, dass sie eine Währung haben und nicht mehr umrechnen müssen und es kaum noch Grenzkontrollen gibt. Denn immerhin stehen dem einheitlich hohe Preise entgegen und wie lange die Grenzen noch so offen sind, bleibt natürlich gerade auch im Kontext der geschilderten Problematik im Norden Afrikas, völlig offen. Übrigens kann man auch annehmen, dass es auch bei diesem Wandel am Ende des Tages, um geopolitische Strategiespielchen gehen dürfte, an denen die Europäer in ihren ehemaligen Kolonien einen nicht unerblichen Part übernehmen. So muss man auch hier annehmen, dass all dies, was man in den letzten Monaten von Tunesien bis Ägypten gesehen hat und noch immer sehen kann, wohl kaum ein Zufall ist.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Medien · Politik · Wirtschaft

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