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Die Wahrheit des Wortes

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Das Zitat der Woche 48 2017

2. Dezember 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Erwartungsgemäß scheint die Vorweihnachtszeit in diesem Jahr wieder nicht im Ansatz eine besinnlich zu werden. Spätestens mit der schlechten Inszenierung um den Glyphosat-Skandal vom Wochenbeginn wurde klar, warum die lügen, die behaupten es würde keine Staatskrise geben. Wobei dieser Begriff später noch näher erläutert wird, da er etwas irreführend ist. Bayer wird sich im Kontext Monsanto über das Vorgehen der geschäftsführenden Bundesregierung, vertreten durch Agrarminister Christian Schmidt (CSU), freuen. Zufälle gibt es. Dazu zählte auch, dass kurz nachdem gerade genannten Zufall gleich der nächste folgte und die USA grünes Licht für den Deal zwischen Bayer und Monsanto gaben. Es war auch wieder sehr interessant, wie die beteiligten Machthaber mit ihren Statements über Wissen und Unwissen davon ablenken wollten, dass Tatsachen geschaffen wurden, welche wohl die Gesundheit der Bundesbürger gefährden werden, glaubt man den Wissenschaftlern, welche nicht der passenden Lobby angehören. Gesundheit ist aber auch allgemein ein interessantes Thema, so will die gescheiterte Europäische Union (EU) gegen knusprige Pommes und Gyros vorgehen, bei maroden Atomkraftwerken (AKW) in Belgien kann sie aber angeblich nichts tun. Was nun gefährlicher ist, braucht hoffentlich nicht erklärt zu werden. So zeigt sich auch weiterhin, wem dieser Staatenbund ausschließlich dienen soll. In Zeiten, wo die Dauermachthaber spätestens mit der Bundestagswahl gezeigt bekommen hatten, dass sie keine Mehrheit des Volkes mehr im Rücken haben, wird Panikmache, was die Weihnachtsmärkte angeht, mit jeder Eröffnung ebenfalls wieder ein größeres Thema. Fest im Fokus vor Festung, war dabei einer der perfiden Schlagzeilen der Woche, die unterschwellig wieder Angst und Schrecken verbreiten sollten. Was von all der immer wieder gerne verbreiteten Terrorgefahr oftmals bleibt, zeigte in dieser Woche der Fall Franco A. Auf Basis dessen wurde zwischenzeitlich schon die halbe Bundeswehr für rechtsradikal erklärt und die Gefahr war angeblich riesig groß. Einen Tatverdacht für all dies sah der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe nicht und hob den Haftbefehl wieder auf. Ein bekanntes Schema, wo man lange schon nicht mehr von Zufall oder gar Einzelfall sprechen kann.

Neues von der ganz große Kapitalverschiebung und den Folgen
In der nun ablaufenden Woche zeigte sich auch wieder sehr schön, wie Milliarden Euro ganz einfach verschoben werden können. Stuttgart 21 (S21) wird nun wohl die Folgebaustelle des Berliner Hauptstadtflughafens, falls dieser doch irgendwann eröffnet werden muss, weil dort alle das Spielchen durchschaut haben. Baden-Württemberg hat schon verlauten lassen, nicht für Mehrkosten aufkommen zu wollen, auch wieder nur ein langweiliger Ablenkungsversuch. Ob der Bürger dabei vom Land, dem Bund oder über Bahnpreise abgezockt wird, ist dann eher zweitrangig. Interessant ist, dass es auch diesmal wieder keine Schuldigen geben wird und natürlich so auch die Verantwortlichen wieder davon kommen sollen. Übrigens würde es auch hier einfache Lösungen geben. Jeder der falschen Zahlen zustimmt oder mit diesen arbeitet, sollte bei Kostenerhöhungen lebenslag für den Schaden aufkommen. Dies würde die riesigen Lücken zwar kaum schließen aber dafür sorgen, dass die Beteiligten danach nur noch an der Armutsgrenze verweilen würden. Dies wird natürlich niemals geschehen, da es so, wie es jetzt ist, gewollt ist. Dies merkte man ebenfalls bei den Urteilen gegen die Familie Schlecker, die unzählige Menschen in die Armut geschickt haben. In einem solchen System entstehen, wie man deutlich erkennt, immer mehr Opfer, immer mehr Menschen werden abgehängt. Dies führt dann natürlich zu gesellschaftlichen Problemen und vor diesen können sich dann auch die Protagonisten des noch vorherrschenden Systems nicht schützen, wie sich in dieser Woche auch zeigte. Im nordrhein-westfälischen Altena griff einer dieser Abgehängten den Bürgermeister mit einem Küchenmesser an. Andreas Hollstein (CDU) hatte großes Glück, dass ihm kaum etwas passierte. In Sachen Flüchtlinge hatte er schon bewiesen, dass er weiß, wie man Zeichen setzt. Da er sich schockiert über die gesellschaftlichen Entwicklungen zeigte, sollte er, wenn er es ernst meinte, gleich das nächste Zeichen setzen und sich für den Rücktritt seiner Chefin stark machen. Da dies unterblieben ist, muss man davon ausgehen, dass er dieses System weiterhin mitträgt, was eben auch für die daraus resultierenden Probleme gilt. Zu diesem System zählt natürlich auch Papst Franziskus und der bewies gerade auch erst wieder, warum Widerstad gerechtfertigt ist. Sein Verhalten während der Reise durch Südostasien, hier vor allem in Myanmar, was den dortigen Kampf gegen Moslems und zwar gegen Rohingya betrifft, war wieder einmal skandalös, denn er kuschte wieder, was zu seiner allgemeinen Haltung gegenüber dem großen Religionskrieg passt.

Ein richtig schlechtes Schauspiel der Dauermachthaber
Zurück nach Deutschland, wo die systemtreuen Medien die Woche nutzten, um die Bevölkerung auf eine Regierungsbildung irgendwann im Frühjahr vorzubereiten. Diesmal behaupteten sie in diesem Rahmen, dass eine Mehrheit jetzt auf einmal für die Große Koalition (GroKo) sei. Ob sie ihren meistens falschen Zahlen, wie die verschiedensten Wahlen zuletzt immer wieder belegten, selber noch glauben, mag man sich da fragen. So sollte sich die Staatskrise auch in dieser Woche weiter ausbreiten. Wobei sie übrigens wieder nur die Mehrheit betrifft, für die kleine ausbeuterische Minderheit stellt sich keine Probleme dar, da ist eher das Gegenteil der Fall, wie der Glyphosat-Skandal gerade erst bewies. Aber noch einmal zurück zur kaum noch vorhandenen Glaubwürdigkeit der systemtreuen Medien, vor allem im Bereich des Staatsfernsehens, dort verkündete man am gestrigen Morgen noch, dass diesmal keine Informationen vom Gespräch im Schloss Bellevue durchsickern würden. Dies ist erst einmal nachvollziehbar, denn im Gegensatz zu der Sondierung unter vier Parteien mit unzähligen Protagonisten, müsste man diesmal die undichte Stelle ganz schnell ermittelt haben. Natürlich war dies alles wieder nur eine Fake-News, wie man sie in diesem Teil der Medienwelt längst gewohnt ist und nur wenige Stunden später verkündete die volksBILDende Zeitung, dass durchgesickert wäre, dass es nun zu GroKo-Verhandlungen kommen würde. Es soll somit nicht einmal sondiert werden. Die klar abgewählte GroKo rückte so wieder ein Stück näher und dies noch bevor sich Martin Schulz (SPD) vor der Presse erklärte. Dort dementierte er gleich die durchgesickerten Informationen und lastet diese Falschmeldungen, wie er es nannte, der Union an. Dies machte inhaltlich zwar keinen Sinn, passte damit aber hervorragend zum SPD-Chef. Man ahnt schon, dass auch die SPD-Basis wohl dabei sein wird, was dieses erbärmliche Schauspiel noch lächerlicher machen würde. Jeder müsste verstanden haben, dass das Abstrafen der beteiligten Parteien an den Wahlurnen sowohl in Bezug auf Jamaika, wie auch bei der GroKo, noch nicht im Ansatz ausreichend war. Dies gilt es bei den kommenden Wahlen zu berücksichtigen. Außerdem muss natürlich jeder Bürger auch im Alltag deutliche Zeichen gegen dieses antidemokratische Vorgehen setzen, denn es zeigt sich immer deutlicher, dass die Staatskrise vor allem zu einer Krise für die Bürger wird. Das Positive an all den Lügen, welche auch diese Woche wieder prägten, ist, dass die Wahrheit siegen wird, wie auch das Zitat dieser Woche belegt.

`Die Wahrheit ist eine unzerstörbare Pflanze. Man kann sie ruhig unter einen Felsen vergraben, sie stößt trotzdem durch, wenn es an der Zeit ist.`

Frank Theiss (Deutscher Schriftsteller 1890-1977)

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Kategorie: Das Zitat der Woche 2017 · Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Umwelt · Wirtschaft · Zitate

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Der BALLacker » Noch ein paar Zufälle in 2017 // 4. Dez 2017 at 09:45

    […] das Haus zu verlassen. So trat das Kellerkind von der Weser gegen den Aufsteiger aus dem Schwabenland an. Man muss dort aber anmerken, dass das Spiel zwischen Werder Bremen und dem VfB Stuttgart […]

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