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Die Wahrheit des Wortes

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Das Zitat der Woche 46 2017

18. November 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Mehr oder weniger geräuschlos startete diese Woche erst einmal, dies sollte aber nicht lange so bleiben. So bekam man schnell die immer gleichen Märchen, die man seit Wochen von den Sondierungen zur Jamaika-Koalition kennt, immer wieder vorgesetzt. Diese Worthülsen sind zum Teil seit den ersten Statements gar wörtlich gleichgeblieben, was zeigt, dass man die Bevölkerung für ziemlich dumm hält. Ein Zustand, welcher sich natürlich vorher auch schon häufiger zeigte und ein Punkt dafür ist, warum die Ablehnung dieser Protagonisten absolut gerechtfertigt ist. Im Bereich der Wirtschaft zeigte sich währenddessen immer wieder, wie viele Nachrichten, gerade wenn es darum geht, wie gut es dort doch angeblich läuft, einfach nur Fake-News sind. So wird es für die systemtreuen Medien immer schwerer das Bild der Wirtschaft zu verkaufen, welches die Dauermachtclique für ihre Propaganda braucht. Die Bonner Klimakonferenz, welche am gestrigen Tage endete, bewies bedauerlicherweise auch wieder, wie sinnfrei solche Veranstaltungen sind, so gab es eigentlich auch dort wieder nichts Bahnbrechendes zu feiern, was man trotzdem tat undspäter wieder feststellen wird, wie schlecht es in der Umsetzung doch gelaufen ist. Man darf auch hier nicht aus den Augen verlieren, dass weniger der tatsächliche Umweltschutz im Fokus steht, als vielmehr neue Wege der Kapitalverschiebung geschaffen werden sollen. Eben eine ganz normale Klimakonferenz. Deutschland ist in diesem Kontext übrigens wieder ein gutes Beispiel, schaut man sich an, wie es mit der Umsetzung der Klimaziele aussieht. Sondierung trifft auf Weltklimakonferenz war da schon wieder eine Begebenheit, welche den Machthabern gut ins Konzept gepasst haben dürfte. Auch wenn sehr viel möglich ist, wird dies aber wohl nicht der Grund gewesen sein, warum sich das Jamaika-Schauspiel so in die Länge gezogen hat aber auch dies wird sich noch aufklären. Aktuellste Deadline ist nun der morgige Sonntag.

Die große Realitätsfrage
So geht nun mehr und mehr ein weiteres Katastrophenjahr langsam zu Ende. Dies galt übrigens unter der Woche auch für die DFB-Auswahl, die ihr Jahr mit gleich zwei Klassikern ausklingen ließ und leider auch keinen Raum für Lob bot. Desto näher das Wochenende rückte, desto mehr stieg die Spannung, was sich wohl mit den bereits angesprochenen Sondierungen ergeben sollte. Das Ende wurde immer wieder angekündigt, um wieder in Verlängerungen gehen zu können. Ein Spielchen, welches die Menschen im Land nicht glücklicher stimmen wird. Während man so noch immer auf den absehbaren Knall wartete, zeigte sich schön, an welchen Stellen das vorherrschende System so alles Probleme mit der Realität hat, was auch immer größere Teile der Bevölkerung verstehen, womit man weitere Gründe für die Ablehnung sieht. Diese Realitätsfragen sind auch im Prozess gegen den mutmaßlichen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) ein großes Thema. Dort ging es in der nun ablaufenden Woche mit den Plädoyers der Nebenklage weiter und es wurde noch einmal sehr deutlich, wie sehr die Rolle des Staates in diesem Sachverhalt herausgehalten wird, was sich vor allem auf den Bereich der Geheimdienste bezieht. Damit wird immer klarer, dass dieser gesamte Fall niemals angemessen aufgeklärt werden wird. Somit gibt es auch an dieser Stelle wieder große Defizite im Bereich des Rechtsstaates. Defizite gibt es, wie eben schon angedeutet, in der Wirtschaft ebenfalls ausreichend und in dieser Woche war Siemens wieder einmal ganz vorne mit dabei. Fast 7.000 Stellen sollen gestrichen werden und davon gut die Hälfte in Deutschland. Den Osten der Republik wird es dabei wieder besonders hart treffen, was die Stimmung dort weiter in die bekannte Richtung laufen lassen wird und man darf sich dann nicht wieder überrascht zeigen.

Der böse Wähler
Natürlich war die Sondierung in Berlin das große Thema der Woche, wie man schon merkte aber es tat sich auch noch etwas in Sachen Niedersachsenwahl. In Hannover schafften es SPD und CDU innerhalb von nur 14 Tagen zueinander zu finden, Machtgier macht auch dort alles möglich. Damit bleibt Stephan Weil (SPD) Ministerpräsident, was nicht nur wegen Dieselgate weiterhin ein unfassbarer Skandal ist und weitere Probleme für das vorherrschende System bedeuten wird. Zurück nach Berlin, auf Bundesebene schob man die Entscheidung, wie bereits erwähnt, weiter und beschuldigte dabei fleißig den Wähler für all die Probleme verantwortlich zu sein. Die Politiker und ihre Medienhelfer hatten dabei nur wieder vergessen, dass es die verfehlte Politik und all die Lügen waren, warum die Bürger das System ablehnen. Das abgelehnte Personal macht aber einfach weiter, als hätte es nie Wahlen mit einer klaren Aussage gegeben. Auch die SPD und ihre neue Oppositionsführerin Andrea Nahles (SPD), die in diesem Problem richtig mit drin hängen, geben ebenfalls kein gutes Bild mit ihrer Kritik an Jamaika ab, denn auch dort tat sich außer vielen Worthülsen kaum etwas. Während sich, wie gerade beschrieben, in der Politik deutlich zeigte, dass es nur ums Thema Machterhalt der immer gleichen Politclique geht und nicht um die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung, feierte sich übrigens dieses ablehnungswürdige System unter der Woche mit den Bambis auch noch selber. Ein ziemlicher Fehltritt bei der Situation, welche in diesem Land längst vorherrscht. Auch zum Jahresende entstehen so zum Glück auch weiterhin keinerlei Probleme, passende Zitate zur jeweiligen Woche zu finden, was selbstverständlich auch für diese galt.

`Politik: Wählern einzureden, dass politische Gläubigkeit politisches Denken sei.`

Rudolf Rolfs (Deutscher Satiriker, Schriftsteller und Theaterleiter 1920-2004)

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Kategorie: Das Zitat der Woche 2017 · Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Medien · Politik · Umwelt · Wirtschaft · Zitate

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