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Die Wahrheit des Wortes

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Das Zitat der Woche 43 2017

28. Oktober 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Zum Wochenstart wurde erst einmal klar, dass es für die Mitarbeiter der insolventen Air Berlin kaum Hilfe durch eine Auffanggesellschaft geben wird. Während der Verbleib der ersten 150 Millionen Euro, welche in diese Richtung verschoben wurden, schleierhaft bleibt, hat auch dieses Geld wieder nur das Staatsversagen untermauert. Heute ist Air Berlin schon Geschichte. Viele der Verantwortlichen trafen sich in dieser Woche in Berlin zu Sondierungen und da sich der neue Bundestag konstituierte, dazu aber später mehr. Währenddessen bereiteten die systemtreuen Medien die Bevölkerung schon einmal darauf vor, dass aus Kostengründen viele Wahlversprechen auf der Strecke bleiben würden und man versuchte dies tatsächlich zu einer Art Überraschung machen zu wollen. Dies ist wieder die pure Volksverdummung, da dies natürlich alles vorher feststand und ein altbekanntes Ritual ist aber vom angesprochenen Teil der Medien erwartet man auch nichts anderes mehr. Dies gilt auch in Zusammenhang mit den Auflösungserscheinungen innerhalb der Europäischen Union (EU), wo man die Unabhängigkeitsbestrebungen in Spanien, welche gerade erst eine neue Stufe der Eskalation erreichten, gerne in ein schlechtes Licht rückt. In Norditalien ist dies wiederum nicht ganz so einfach möglich, da sich dort ganz eindeutige Mehrheiten für mehr Autonomie aussprachen. Die Ausbreitung eines Europas der Regionen, ein Europa, wo die Menschen Einfluss auf die Gestaltung des Landes haben, in dem sie leben, ist die wohl deutlichste Antwort auf den Einheitswahn und die krankhaften Ausweitungsgedanken der EU. Hält man dort an diesem Kurs weiter fest, werden damit wohl immer mehr Nährböden für Nationalismus geschaffen. In ganz kleinen Schritten bewegt sich auch in Deutschland etwas und dies konnte man auch in dieser Woche wieder deutlich spüren.

Man bleibt auf dem falschen Kurs
Wie gesagt, es stand die konstituierende Sitzung des 19. Bundestags an. In diesem Zusammenhang wurde auch die Bundesregierung entlassen, welche damit seit diesem Tag nur noch geschäftsführend im Amt ist. Mit Wolfgang Schäuble (CDU) wurde ein Großmeister der CDU-Spendenaffäre geräuschlos zum Bundestagspräsidenten gemacht, ziemlich passend für eine Bananenrepublik. Der Kandidat der Alternative für Deutschland (AfD) für einen der Posten des Bundestagsvizepräsidenten war schon im Vorfeld unter Dauerbeschuss der systemtreuen Propaganda und dies für ein Statement, welches bei seiner ehemaligen Partei, der CDU, wohl für Beifall gesorgt hätte. Wenn Kirchenvertreter oder Politiker der Dauermachtclique oder ihrer Mehrheitsbeschaffer gegen den Islam agieren, gerade auch unter dem Deckmantel des großen Religionskrieges, ist dies offensichtlich kein Problem, bei der AfD sieht es da allerdings ganz anders aus. Dies kann schon verwundern. Wenn es um die bekannte Mehrheitsbeschaffer geht, kommt man vor allem an der FDP nicht vorbei. Von dort war zu hören, dass man die AfD nicht zu wichtig nehmen sollte, außerdem ging von dort gleich ein Streit zum Thema neue Sitzordnung im neuen Bundestag aus, da man nicht neben der AfD sitzen wollte, was all dies zum Kindergarten werden ließ. Was für eine große Ablenkungsshow von den tatsächlichen Problemen in Deutschland. Übrigens zum Auftakt der neuen Legislaturperiode gab es erst einmal einen Gottesdienst, was wieder interessant im Kontext Trennung von Religion und Staat war. All dies sorgt natürlich für mehr Widerstand und dies scheint auch die einzig angemessene Antwort zu sein. Ansonsten begann die neue Legislatur gleich mit einem Eklat, denn man hatte schon im letzten Bundestag eine schwerwiegende Änderung der Geschäftsordnung vorgenommen, um zu verhindern, dass die AfD mit dem Alterspräsidenten eröffnen kann. Dies zeigt, mit welchen Tricksereien die Dauermachthaber und Mehrheitsbeschaffer gegen Veränderungen kämpfen. Diese Art belegt selbstverständlich auch, wo die Demokratie in Deutschland längst angelangt ist und dies sollte nur der Anfang von der Fortsetzung des falschen Kurses sein.

Das Volk entmachtet
Dies war aber noch lange nicht alles, was sich an diesem denkwürdigen Tag in Berlin tat. So hielt der umstrittene, neue Bundestagspräsident natürlich auch gleich eine Rede und Schäuble (CDU) bewies, ganz erwartungsgemäß, dass sich nichts verändern soll, was natürlich allein schon durch seine Person selbst in dieser Position nachdrücklich dokumentiert wurde. Dann entmachtete er auch gleich das Volk und stellte den Bundestag darüber. Eigentlich würde es gar keinen Bundestag und vor allem keine Bundesregierung ohne die Mehrheit der Wähler geben, dies wird schließlich erst durch Tricksereien möglich. Dies zeigte sich auch dadurch, was man bislang vom großen Schauspiel zum Thema Sondierungen hören musste. Dort hat längst schon der völlige Ausverkauf begonnen und es wird wohl eine der absurdesten Regierungen, welche das Land je gesehen hat. Wie schädlich dies ist, wird sich dann bald schon zeigen und die verantwortlichen Protagonisten werden sich über die absehbaren Folgen wieder völlig überrascht zeigen. Diese aktuelle Politshow, welche durch die dazugehörigen Meinungsmacher verkauft wird, dient nur einem Zweck und dies ist der Fortbestand der Dauermachtclique, welche nun schon seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs durchregiert. Was dies über die Demokratie in Deutschland aussagt, versteht sich von selbst und ist ein Trauerspiel. Auch in diesem Zusammenhang war das passende Zitat für diese Woche schnell gefunden und man ist bei den Nachrichten dieser Tage nicht überrascht, dass es um Zynismus geht.

`Zynismus: der geglückte Versuch, die Welt zu sehen, wie sie wirklich ist.`

Jean Genet (Französischer Romanautor, Dramatiker und Dichter 1910-1986)

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Kategorie: Das Zitat der Woche 2017 · Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Wirtschaft · Zitate

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