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Die Wahrheit des Wortes

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Das Zitat der Woche 40 2017

7. Oktober 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Die nun ablaufende Woche zeigte, zum Teil auf sehr tragische Art und Weise, wie vieles auf diesem Planeten eskaliert. Das größte Problem bleibt dabei, dass die Verantwortlichen trotzdem an ihrem Kurs festhalten und wo dies im schlimmsten Fall hinführt, erklärt sich von selbst. Am Ende des vergangenen Wochenendes zeigte sich erst einmal wieder, wie es in Europa wirklich aussieht und da bleibt nicht viel von der stetig propagierten Einigkeit. 90 Prozent der Katalanen stimmten für ihre Unabhängigkeit von Spanien. Eine Wahl gegen die mit aller Gewalt, was vor allem auch für die Polizei galt, vorgegangen wurde, was wieder zeigte, wie es um die Demokratie in Europa bestellt ist. Nun ist der Kontinent auch an dieser Stelle wieder auf völlige Eskalation programmiert und einige sprechen schon vom Bürgerkrieg. Interessant war dabei auch, wie die deutschen Medien darauf hinweisen, dass das Votum wegen der geringen Wahlbeteiligung von unter 50 Prozent, die nicht verwundert, wenn man mit Gummigeschossen auf Wähler schießt, eigentlich nicht zu werten sei. Bei Wahlen in Deutschland und den immer wieder entstehenden Minderheitsregierungen in Bezug auf die totalen Zahlen, weißt man darauf hingegen nicht hin. Spaltung ist aber nicht nur in Spanien ein großes Thema, sondern längst auch schon wieder in Deutschland. Zynischerweise wurde dies ausgerechnet zum Tag der Deutschen Einheit wieder sehr deutlich. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, bei dessen Auftritten man noch immer das Gefühl hat, einen SPD-Politiker sprechen zu hören, erzählte beim Festakt, wo sich die Gescheiterten vor allem selbst feierten, etwas von Mauern. Die wichtigste Mauer, welche in letzter Zeit aufgebaut wurde, hatte er allerdings vergessen. Die Abkoppelung der Bevölkerung von der ausbeuterischen, vermeintlichen Elite, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs die Politik in Deutschland bestimmt, war damit kein Thema. Dies nach dem Bundestagswahlergebnis zu verschweigen, zeigte deutlich, dass die Dauermachthaber und ihre Helfershelfer gar kein wirkliches Interesse an einem Kurswechsel haben. Dies zeigt, wie heuchlerisch die Aussagen in Bezug auf das Verständnis gegenüber dem Bundestagswahlergebnis waren. Im Ganzen machte die nun ablaufende Woche aber so wieder sehr schön deutlich, warum die Europäische Union (EU) gescheitert ist.

Die vielen Fragen von Las Vegas
Ganz andere Probleme kamen jüngst in den USA wieder auf. In Las Vegas richtete Stephen C. Paddock ein Blutbad an, wie es selbst das Mutterland des Wirtschaftsfaschismus auf diese Art noch nie erlebt hatte. Der Täter hatte sich mit fast unendlicher Feuerkraft im 32. Stockwerk des Hotels Mandalay Bay eingebucht. Von diesem Zimmer aus tötete er fast 60 Menschen und verletzte über 500 weitere, bevor er sich selbst richtete. Warum ein wohlhabender, unpolitischer und nicht religiöser Mensch eine solche Tat beging, bleibt erst einmal offen. Damit flammte nun kurz wieder die Diskussion über Waffen auf. Was hingegen wieder völlig fehlt, ist eine Diskussion, was für Gesellschaftsmodelle es sind, die solche Monster erschaffen. Ein Thema, welches ganz offensichtlich nicht erwünscht ist, was sich nicht nur auf die USA beschränkt. Übrigens wurde auch diese Bluttat kurz danach vom Islammischen Staat (IS) reklamiert, wobei schnell klar war, dass dies gar nicht der Fall sein konnte. Trotzdem wurde mit ganz vielen Konjunktiven spekuliert, ob es nicht doch sein könnte und so natürlich auch wieder der Islam in Mitleidenschaft gezogen. Man hätte dies auch zum Anlass nehmen können, um die Glaubwürdigkeit solcher Mitteilungen vom IS allgemein in Frage zu stellen, denn offensichtlich reklamiert man dort einfach alles für sich, auch dies scheint aber nicht gewünscht und zeigte wieder, warum man vom großen Religionskrieg sprechen muss. Dieser dürfte zukünftig in allen Nuancen wohl auch in Deutschland wieder eine größere Rolle spielen, womit es noch einmal ums Thema Bundestagswahl gehen soll. Wurden doch in dieser Woche mit der Alternative für Deutschland (AfD) und der FDP die zwei großen Sieger dieser Wahl näher beleuchtet. Man erkennt schnell, warum es eben keine Veränderung in Deutschland geben wird und niemand soll später sagen, man hätte von dem Kurs auf dem sich das Land befindet, nichts mitbekommen. An dieser Stelle schließt sich der Kreis dann auch zur Eskalation vom Anfang dieses Wochenrückblicks, welcher selbstverständlich wieder mit einem passenden Zitat endet. Dieses zeigt sehr schön, warum die Wahrheit am Ende immer siegen wird.

`Die Wahrheit ist zu schlau, um gefangen zu werden.`

Heinrich Christian Wilhelm Busch (Deutscher Dichter und Humorist 1832-1908)

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Kategorie: Das Zitat der Woche 2017 · Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Wirtschaft · Zitate

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Susanne Huonker // 8. Okt 2017 at 14:58

    “Man erkennt schnell, warum es eben keine Veränderung in Deutschland geben wird und niemand soll später sagen, man hätte von dem Kurs auf dem sich das Land befindet, nichts mitbekommen.” – Hinterher heißt es immer “davon haben wir alle nichts gewußt” – was wohl daran liegt, dass niemand etwas wissen will, weil dann müsste man es ja ändern und das wiederum ist zu anstrengend.

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