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Die Wahrheit des Wortes

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Das Zitat der Woche 37 2017

16. September 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nur noch gut eine Woche bis zur Bundestagswahl und die Fragezeichen in Sachen Rechtsstaat und Demokratie häufen sich immer mehr und dagegen hilft auch die massive und sehr nervige Propaganda in den systemtreuen Medien kein Stück. Es geht aber noch um viel mehr, denn auch in anderen Bereichen des vorherrschenden Systems wurde wieder deutlich, wie dringend notwendig ein Systemwechsel ist. So gab es in dieser Woche auch wieder schlechte Nachrichten vom Christentum und während man zur letzten Reise von Papst Franziskus nach Kolumbien sprichwörtlich sagen musste, dass er mit einem blauen Auge davon kam, sieht es dort allgemein weiterhin nicht rosig aus. Der Papst rief dort in Südamerika wieder zum Frieden auf, während er es weiterhin nicht für nötig hält, sich angemessen vom großen Religionskrieg zu distanzieren, was doch ebenfalls in Sachen Frieden ein großes Maß an Heuchelei vermuten lässt. Beim zweiten riesigen Problem dort, dem unvorstellbaren Kindesmissbrauchsskandals, gab es ebenfalls wieder erschreckende neue Fakten. Ein weiterer Bericht, diesmal zum Collegium Josephinum in Bad Münstereifel, zeigte erneut für was die Kirchen stehen. Natürlich wurde hier wieder erst nach der Verjährung aufgeklärt, was auch ein klares System erkennen lässt. Der Tatort wurde übrigens vor 20 Jahren wegen sinkender Kirchensteuereinnahmen geschlossen und dies beweist wieder, dass die Kirchenaustrittswelle der richtige Weg ist und bleibt.

Wahre Antidemokraten
Politisch stand wieder die Dauermachtclique im Fokus, so gab es gleich zum Wochenauftakt eine Pressekonferenz des Kanzlerkandidaten Martin Schulz (SPD), wo wieder vor allem aufgezeigt wurde, dass es sein Job ist, dabei zu helfen, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Macht bleibt oder er die Alternative für Deutschland (AfD) als Oppositionsführer verhindern soll. So spannend wird also die Wahl. Schlechte Witze, die kaum einer verstand und die auch nicht witzig waren, stellten bei seinem Vortrag dann nur ein Problem dar. Nachfragen wurden nicht wirklich beantwortet, stattdessen gab es die immer gleichen Wiederholungen, welche schon lange niemand mehr hören kann. Außerdem hat er noch immer nicht verstanden, dass seine Europäische Union (EU) längst gescheitert ist aber da ist er nicht alleine, wie sich später noch zeigen sollte. Dann drohte er noch der AfD, einer demokratischen Partei, wenn dies auch denen nicht gefällt, deren Machtgefüge auf diesem Weg bedroht wird. Sowas zeigt natürlich, wo man die wahren Antidemokraten findet und solche kann man schließlich nicht wählen, heißt es immer wieder. Somit disqualifizierte Schulz (SPD) sich erneut eindeutig selbst. Abends sollte es noch schlimmer werden, denn da erreichte die Propaganda im Staatsfernsehen einen weiteren negativen Höhepunkt mit Kanzlerin Merkel (CDU). Selbstverständlich wurde auch in der Wahlarena der ARD das große Thema Religionskrieg, vor allem auch im Kontext des Flüchtlingschaos, wieder weitestgehend ausgespart, was die Verwobenheit von Staat und Religion noch einmal sehr schön verdeutlichte. Allgemein zeigte sich an diesem Tag, dass bei den vermeintlich unabhängigen Medien nur das Thema ist, was die Dauermachtclique vorgibt und somit bei allen Auftritten, teilweise wörtlich, wiederholt wird.

Rechtsstaat?
Im Prozess um den mutmaßlichen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) forderte die Bundesanwaltschaft, wie vermutet, lebenslänglich mit Sicherungsverwahrung für die Hauptangeklagte Beate Zschäpe. Auch sonst wurde eher geklotzt und weniger gekleckert, was bei den vielen Fragezeichen, welche dieses Verfahren mit sich bringt, doch fragwürdig bleibt. Aber es waren auch nur Forderungen, welchen das Gericht nicht nachkommen braucht. Also gilt es abzuwarten, wie es um die die Justiz in Deutschland bestellt ist, schließlich darf man nicht vergessen, dass ein maßgeblicher Teil, die Rolle der Geheimdienste, in diesem Prozess kein Thema waren, was eine nachhaltige Aufklärung letztendlich unmöglich macht und man weiß, was dies für das Urteil bedeuten muss. In diesen Themenkomplex passt dann auch, dass die Deutsche Börse nun ihren Chef Carsten Kengeter mit 10 Millionen Euro freikaufte, was im wirtschaftsfaschistischen System durchaus üblich ist aber noch lange nicht richtig. Es sind auch diese Sachverhalte, welche für immer mehr Misstrauen und Ablehnung gegenüber dem Staat sorgen. Wenn im vorherrschenden System wieder einmal irgendwas passiert, was so hätte gar nicht passieren dürfen und man von Lüge oder Verrat ausgehen kann, verstecken sich die Protagonisten immer wieder gerne hinter irgendwelchen vermeintlichen Zufällen. Nun verstehen immer mehr Menschen dieses Prinzip und dies gilt auch für die Piloten von Air Berlin, bei denen, eben durch Zufall, nun eine plötzliche Krankheitswelle den Betrieb stark beeinflusste, was auch zu Flugausfällen führte. Dies wiederum sorgte natürlich auch für weiteren Vertrauensverlust gegenüber der Bundesregierung, die 150 Millionen Euro Steuergelder investierte und suggerierte, dass es so nicht zu Flugausfällen kommen könnte. Selbstverständlich brach gleich auch wieder die ganz große Hetze gegen die Piloten in den systemtreuen Medien aus, wie man es leider schon gewohnt ist.

Der Realitätsverweigerer
Ironie der Geschichte, dass in einer solchen Zeit auch noch ein wirklich Großer der CDU ging, denn im Alter von 87 Jahren verstarb Heiner Geißler. Wie groß die Trauer bei einem solchen Querdenker ist, versteht sich von selbst. Dies liegt auch an den Figuren, welche aktuell vermeintliche Politik machen, womit man wieder bei Schulz (SPD) und seinen Freunden wäre. Übrigens muss man nicht glauben, dass er der einzige wäre, der an Realitätsverlust in Sachen EU leidet, es geht noch schlimmer, wie Jean-Claude Juncker zur Wochenmitte bewies. Alle EU-Staaten sollen nun den Euro bekommen, als hätte es nie ein Problem mit Griechenland gegeben. Womit gleich auch die gesamte Eurokrise, welche noch immer tobt, verleugnet wurde. Außerdem soll es auch noch den Schengen-Raum für alle geben, als würde es keine Flüchtlingskrise in Europa geben und der Trend klar zu verstärkten Grenzkontrollen gehen. Sowas muss man schon Realitätsverweigerung nennen und es ging noch weiter. Die EU soll noch mehr expandieren, wie weit man dafür geht, zeigt noch immer der Krieg in der Ukraine, welchen man angezettelt hatte, in dem man sie einkaufen wollte. Man sieht, wo die wahren Brandstifter in Europa zu finden sind. Die Bundesregierung begrüßte all dies übrigens, was auch wieder zeigte, warum die Dauermachthaber in gut einer Woche in die Wüste geschickt werden müssen, außer man ist ein Fan von noch mehr Destabilisierung, welche auch im Krieg enden kann. Natürlich bleibt es so allgemein erschreckend, was den Ausweitungswahn angeht, wozu man auch die größte Truppenverlegung der NATO nach dem Zweiten Weltkrieg vor die Nase Russlands zählen muss. Dadurch hat sich längst auch die deutsche Armee wieder auf den Weg gen Osten gemacht. Sich dann über das russische Manöver SAPAD 2017 in Weißrussland aufzuregen, ist wieder purer Hohn und eine ganz große Dummheit. So sieht man wieder, warum die Dummheit, welche sich bei den Dauermachthabern auch in dieser Woche immer wieder so deutlich zeigte, ziemlich anstrengend aber vor allem auch gefährlich ist. Zum Glück gibt es aber dafür ebenfalls ein passendes Zitat, wobei es schon irritiert, dass es ausgerechnet von einem der Gründerväter der EU stammt.

`Die Dummheit ist die sonderbarste aller Krankheiten. Der Kranke leidet niemals unter ihr. Aber die anderen leiden.`

Paul-Henri Spaak (Belgischer Politiker und Staatsmann (1899-1972)

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Kategorie: Das Zitat der Woche 2017 · Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Wirtschaft · Zitate

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