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Die Wahrheit des Wortes

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Das Zitat der Woche 33 2017

19. August 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Auch in dieser Woche erklärten die systemtreuen Medien wieder einmal, dass der Wahlkampf in die heiße Phase gegangen sei. Dies hört man nun schon seit Wochen und das obwohl es nichts gibt, was man wirklich Wahlkampf nennen könnte. Versucht man doch im Rahmen der so genannten Mediendemokratie, die nichts mit tatsächlicher Demokratie zu tun hat, einfach nur die Dauermachthaber irgendwie im Amt zu halten. Es gab aber noch weitere Märchen, die man im kritisierten Teil der Medien verbreitete, so zum Beispiel, wie gut die deutsche Wirtschaft läuft, da passte dann natürlich die Realität wieder nicht, denn Air Berlin ging in die Insolvenz. Auch dort geht es wohl wieder vor allem darum, oligopolartige Strukturen zu schaffen und man sieht wieder eine dieser ablehnungswürdigen Schauspiele, welche den Steuerzahler im Notfall mindestens 150 Millionen Euro kosten könnten. Dies wird sich, wie auch andere sehr relevante Fakten, erst nach der Bundestagswahl zeigen, was wieder einmal für sich spricht. Selbstverständlich ist auch dies ein Indiz auf eine große Inszenierung. Richtig gefährlich ist die Rolle der systemtreuen Medien im Kontext der Krise zwischen den USA und Nordkorea. Zeigte sich doch in den letzten Tagen, wo es hinführt, wenn Medienvertreter den US-Präsidenten Donald Trump gezielt schwächen, was auch in dieser Woche wieder in unverminderter Härte weiterging. Längst widerspricht sich der ablehnungswürdige Teil der Medien dabei zwar gegenseitig aber dies interessierte dort allgemein nie.

Krieg dem DFB
Die eben angesprochene, unverminderte Härte könnte auch ein großes Thema im Fußball werden, wo man mit einer heißen Saison rechnet, die am gestrigen Freitag endgültig begann. Bislang gab es schon viel Protest gegen den DFB und im Pokal zuletzt auch schwere Ausschreitungen in Rostock. Diese wurden vom Staatsfernsehen gleich wieder genutzt, um die Spaltung der Gesellschaft in höchst populistischer Weise voranzutreiben. Es waren auch diese Krawalle von Rostock, die sich gleich in verschiedene Kriegserklärungen gegen den Verband einreihten und dieser reagierte unter der Woche. Es ging dabei um den Verzicht auf Kollektivstrafen, was als großes Entgegenkommen verkauft wurde, dabei dürfte es vor allem Eigenschutz sein, damit sich nicht noch weitere Kräfte radikalisieren. Was von dem damit verbundenen Angebot für einen Dialog zu halten ist, wird sich dann erst noch zeigen müssen und bei diesem Punkt wurde auf der Pressekonferenz vom DFB-Chef Reinhard Grindel gleich auch wieder einiges ausgespart, was die Sache relativierte. Man muss auch im Auge haben, wie von dieser Seite ganz gezielt auch im Fußball gespalten werden soll. Dieses Thema wird hier nächste Woche im Rahmen des Ligastarts aber noch einmal näher beleuchtet. Um noch etwas beim immer wieder kritisierten Teil der Medien zu bleiben, war es in der nun ablaufenden Woche spannend, wie man dort vom Demokratieabbau in Deutschland ablenken wollte, zum Beispiel in dem man zeigte, wie schlecht es in anderen Ländern Europas um die Pressefreiheit bestellt ist. So ging es auch um Polen, wo mit finanziellem Druck gegen systemkritische Medien vorgegangen wird, ein Weg, den man auch in Deutschland kennt. Der polnische Regierungssprecher fragte zuletzt übrigens ARD-Mitarbeiter, ob sie ihre Fragen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommen würden, was zeigte, dass selbst unsere Nachbarn die Sache mit dem deutschen Staatsfernsehen verstanden haben. Dort hat man natürlich durch die Zwangsabgabe mit dem Namen Rundfunkbeitrag gar keine Probleme, wenn es um Finanzfragen geht.

Und wieder der große Religionskrieg
Kurz vorm Wochenende sollte es dann wieder einmal Neues vom großen Religionskrieg geben und hier spielten die Staatsmedien, wie aber auch andere Teile der systemtreuen Medien, wieder die bekannte Rolle. In Barcelona fuhr ein Kleintransporter im Zickzackkurs über die Flaniermeile Ramblas, so wurden unzählige Menschen verletzt und getötet. Dies war nur eins der bekannten Muster und es sollte nicht der einzige Zwischenfall in Spanien bleiben. Schnell war man wieder beim Thema Terror, welchen man so gerne in der Nähe des Islams ansiedelt und natürlich bekannte sich ebenso schnell wieder der Islamische Staat (IS) und die bekannten Trauerfloskeln ließen auch nicht lange auf sich warten. Alles Abläufe, welche man längst kennt. Neu und der aktuellen Situation in Deutschland geschuldet war nur, dass die Dauermachthaber den großen Religionskrieg nun auch für ihren Wahlkampf nutzten. Kanzlerin Merkel (CDU), welche in der letzten Woche im Osten der Republik gerade erst gezeigt bekam, was die Menschen wirklich von ihr halten, meinte im Zusammenhang von Terror und Wahlkampf dann auch gleich von einem Fest der Demokratie sprechen zu müssen, mehr Zynismus geht kaum. Aber noch einmal zu den immer gleichen Abläufen, zu denen man auch die Ausstrahlung von Rückblicken auf den Terror der letzten Zeit zählen muss. Hier wurde deutlich, wie wenig nachhaltig und rechtsstaatlich nachgewiesen ist und hierbei war ganz wichtig, dass die Täter in der Regel erschossen werden, was zum Teil auch in Spanien wieder geschah und womit man eine wirklich lückenlose Aufklärung unmöglich macht, was zu dem bekannten Geschmäckle führt. Gewohnt lachhaft war dann wieder das Gequatschte, so muss man es einfach nennen, darüber, dass man sich vom Islamismus nicht die Freiheit nehmen lassen würde, um mit dem nächsten Atemzug gleich wieder weitere Überwachungsmaßnahmen ins Gespräch zu bringen. Wie sehr man, auch im Massenüberwachungsstaat Deutschland, die Lage unter Kontrolle hat, wurde auch wieder klar. So wies man darauf hin, dass man die Lage eben nicht unter Kontrolle hat und somit nicht für den Schutz der Bevölkerung sorgen kann, was gerade auch in Sachen Legitimation viel über die Dauermachtclique aussagte. So bleibt auch dieser Krieg ein wichtiges Indiz dafür, dass der Systemwechsel absolut überfällig ist.

Neues vom Märchen der Systemrelevanz
Die Rautenkönigin spricht gerne von der großen Alternativlosigkeit, womit man beim Thema der Systemrelevanz wäre. Das ablehnungswürdige System beruft sich immer wieder gerne darauf, wenn nichts anderes mehr funktioniert, was nicht nur für die bereits beschriebene Situation bei Air Berlin gilt. So gelangt man noch einmal zum Bereich der Wirtschaft. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe hat Zweifel an der Rechtmäßigkeit von Anleiheankäufen durch die Europäische Zentralbank (EZB) und gab diesen Vorgang nun zur Prüfung weiter an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Schon zum Schmunzeln, denn niemand kann ernsthaft glauben, dass man dort feststellen wird, dass diese Praxis illegal sei, müssten dann doch Billionen Euro zurück abgewickelt werden. Spätestens an dieser Stelle würde dann die angesprochene Systemrelevanz wieder greifen und man sieht, wie einfach man damit sogar geltendes Recht außer Kraft setzen kann. Damit ist es ebenfalls wieder ein gutes Beispiel dafür, was man unter Wirtschaftsfaschismus versteht. Wofür gibt es Regulierung durch Gesetze, wenn diese an wichtigen Stellen so einfach ausgehebelt werden können. Man muss außerdem beachten, welche Signalwirkung diese Art der Anarchie auf die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen hat. Dies ist auch einer der Gründe, warum sich immer weitere Kräfte im Land radikalisieren, was damit gar nicht so überraschend ist, wie man es gerne verkauft. Das Zitat dieser Woche zeigt, dass Veränderung, die in diesen Tagen, wie gerade aufgezeigt, so wichtig ist, eigentlich gar kein Problem sein sollte. Erstaunlich daran ist allerdings schon, dass es ausgerechnet von einem Theologen kommt.

`Die größte Entscheidung deines Lebens liegt darin, dass du dein Leben ändern kannst, indem du deine Geisteshaltung änderst.`

Albert Schweitzer (Elsässischer Arzt, evangelischer Theologe, Organist, Philosoph und Pazifist 1875-1965)

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Kategorie: Das Zitat der Woche 2017 · Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Sport · Wirtschaft · Zitate

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