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Die Wahrheit des Wortes

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Das Zitat der Woche 3 2009

16. Januar 2009

Konjunkturpaket II und Krise waren genauso Schlagwörter in dieser Woche, wie Josef Ackermann oder auch Alois Mannichl. Erst ein Mal ist es sehr schön festzustellen, dass sich die Nachrichtlage etwas auflockert, auch wenn die Nachrichten aus den anderen Bereichen der Gesellschaft, auch nicht gerade zu Freudensprüngen einladen. Unsere Österreich-Redaktion zeigte in dieser Woche ein sehr sportliches Gesicht, ohne dabei die Weltwirtschaftskrise aus den Augen zu verlieren. In diesem Sinne halten wir es auch mit dem Zitat der Woche eher sportlich.

`Dem Sport ist zu aller Zeit und vor allem von allen Regierungen aus gutem Grund immer die größte Bedeutung beigemessen worden: er unterhält und benebelt und verdummt die Massen; und vor allem die Diktatoren wissen, warum sie immer und in jedem Fall für den Sport sind. `

Thomas Bernhard (Österreichischer Dramatiker 1931-1989)

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Kategorie: Das Zitat der Woche 2009 · Europa · Gesellschaft · Neues aus Österreich · Politik · Sport · Wirtschaft

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Angelika M. Wohofsky // 16. Jan 2009 at 18:18

    Kein Wunder, wenn sich Österreich und Thomas Bernhard ob solcher Aussagen gegenseitig verweigert haben. Brot und Spiele und glänzende Augen für die Sportstars…da gewinnt ein Wolfgang Loitzl und bei den Heimspielen fliegt er hinten nach. Schlieri ist der neue Superstar, eine Woche später. Darin sind wir Österreicher wirklich gut – bist nix, kannst nix! Und siagt ma di net im Fernsehen, bist scho gar nix!

    Zurück zu Thomas Bernhard. Diktatoren und Regierungen lieben den Sport, Österreich liebt ihn auch. So viele Fahnen packen wir aus, wenn es gilt, den österreichischen Sportler zu bejubeln. Daneben wird gesoffen und gegrölt – benebelt und verdummt sind wir Weltmeister im Passiv-Sport. “Gesunder Geist in gesundem Passiv-Sportler-Körper!” Da müssen wir den Begriff “Gesund” neu definieren. Gesund im Sinne von wohlwollend gegenüber der diktatorischen Regierung?
    Übrigens, diese ist jetzt auf Familienpartei-Kuschelkurs gerichtet – jetzt packen sie ihre Wahrheit aus, die schwarzen Beamten im Parlament. Jubelnde Sportler-Familien wollen sie haben und die andere Hälfte der Bevölkerung ist ihnen “frankfurter”. Familien machen Kinder und der Nachwuchs an Benebelten ist gesichert.

    Die großkopferten schwarzen Bonzen suhlen sich dann in ihrem verschrobenen Männer-Weltbild. Der Mann als Ernährer, die Frau die Gebährerin – sie nimmt ja eh nur den Arbeitsplatz des Mannes weg. Also zahlen wir sie schlecht – maximal 70 % vom Männergehalt -, und sie geht von selbst und wirft das Handtuch. Das bisschen Spott aus den anderen EU-Staaten ertragen wir in Österreich dafür locker – “Die haben ja keine Ahnung! Und in Skandinavien ist auch nicht alles rosig!” Bemerkung am Rande: unter Kreisky schielten wir freudig auf den Sozialismus der Schweden. Aber damals war das Land ja auch noch Rot. Mit dieser Methode Frauen weg und Männer rein in den Arbeitsmarkt gibt´s auch wieder Vollbeschäftigung, weil die bessere Hälfte daheim in der Küche steht. Woher ich diesen Schluss ziehe? Vielleicht weil alle Konjunkturpakete auf die industrielle Produktion und die Bauwirtschaft ausgerichtet sind – zeigt mir hier mal die Frauenbeschäftigungsquote! Männer braucht das Land!

    Ach ja, der WK-Präsident Leitl meinte diese Woche süffisant, dass die Großunternehmen eine Haftungsgarantie für Kredite brauchen. Die Kleinen sind ihm anscheinend auch “frankfurter”! Schon wieder ein totalitäres Fenster, das sich hier öffnet. Familien und Großunternehmen, Männer auf den Bau – ich freu mich schon auf die Stahlträger-Fotos mit stählernen Oberkörpern eines typischen österreichischen Bauarbeiters! Der nächste Schritt wäre jetzt “zurück zur Großfamilie!” Klar, weil dann die Weiber endlich hinterm Herd stehen und die Männer ihrer maskulinen Pflicht nachkommen – Ernährer der Familie, Ernährer des Staates. Ich werde mich mal schlau machen, ob dafür schon “Mutterkreuze” oder “Herdkreuze” angedacht sind! Autsch, da fall ich selbst ja dann völlig durch den Rost – besser ich gehe ins Exil, wenn der diktatorische Familienstaat mit Volkssportverpflichtung ausgerufen wird. Nehmt ihr mich dann, ihr Deutschen?
    AMW

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