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Die Wahrheit des Wortes

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Das Zitat der Woche 24 2017

17. Juni 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Nachrichtentechnisch bot die nun ablaufende Woche wirklich große Vielfalt, was es allerdings ganz und gar nicht zu einer guten Woche machte, wie schon der Abschluss der Koalitionsverhandlungen in Düsseldorf und Kiel zeigte. In beiden Fällen wurde deutlich, dass die Dauermachthaber und vor allem auch ihre Steigbügelhalter zu allem bereit sind, wenn es um den Machterhalt geht. So werden nun wohl zwei weitere Minderheitsregierungen hinzukommen. Ganz drastisch ist dies in Schleswig-Holstein mit dem Jamaika-Bündnis. Drei Parteien mussten sich zusammenschließen, vom Ausverkaufspotenzial der Beteiligten ganz zu schweigen, vertreten sie gerade einmal gut ein Drittel der Wahlberechtigten. Bei diesen längst üblichen Konstellationen wundert man sich nicht, wenn sich Mehrheiten abgehängt fühlen, was zu den bekannten Problemen in der Gesellschaft führt. Hier passt es auch, dass am morgigen Tage die letzte Runde der Wahlen in Frankreich ansteht und es mindestens ebenso schlecht in Sachen Rückhalt in der Bevölkerung aussehen dürfte. In Deutschland feiert man aber auch diese vermeintliche Mehrheit von Emmanuel Macron, was zeigt, warum man von einem Problem im System sprechen muss. Zurück zur Landespolitik, auch in Nordrhein-Westfalen sah es ganz ähnlich aus, dort gibt allerdings nur die FDP den Mehrheitsbeschaffers, wobei dies nur bedingt richtig ist, denn auch im bevölkerungsreichsten Bundesland wird es wieder nur eine Minderheitsregierung im Bezug auf die totalen Zahlen geben. Mehr Überwachung und mehr Staat sind übrigens im Verlauf dieser Verhandlungen liberale Politik geworden, was wieder ins Thema Ausverkauf passt und die Befürchtungen in dieser Richtung wahr werden ließ. Von der Oppositionsdrohung der FDP ist damit nichts geblieben, was zeigt, dass man dort aus der jüngsten Vergangenheit nichts gelernt hat. Damit ist man auch an dieser Stelle gewarnt, was die kommende Bundestagswahl im September angeht. Auch diese Details findet man in den systemtreuen Medien natürlich eher selten bis gar nicht, dafür hält man dort die Fake-News-Debatte weiter hoch, hat man sich wohl mit der Kraft der nicht vom vorherrschenden System gesteuerten Nachrichten verkalkuliert und versucht dieses Problem nun mit allen Mitteln wieder einzufangen. Hier passt es auch ins Bild, dass man dort versuchte die aktuellen Probleme aus Reihen der SPD zu verharmlosen. Der gescheiterte SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier, der längst den Bundespräsidenten gibt, hat gerade seinen kompletten Personalrat durch Rücktritt verloren, was zeigt, wie groß die Probleme längst auch schon beim Staatsoberhaupt sind.

Kein Terror und trotzdem wieder der Islam
Wenn man von Manipulation spricht, gelangt man automatisch irgendwann auch zum Staatsfernsehen, wo es in dieser Woche auch wieder interessante Neuigkeiten gab. Die ARD strengte die verbliebenen Zuschauer wieder einmal mit einer Themenwoche an, die man, wieso häufig, zum Teil wieder einfach nur lächerlich nennen musste. Der Glaube war diesmal das Thema, was im großen christlichen Werbejahr, welches sich durch das 500. Jubiläum der Reformation ergibt, nicht wirklich wunderte. So ging es doch dort eher wieder in die eine Richtung, welche man im christlich geprägten System auch nicht anders erwartete, was natürlich dazu führte, dass der Begriff Glaube an dieser Stelle etwas irreführend war, was wohl kaum ein Zufall gewesen sein dürfte. Selbstverständlich hat dies in Zeiten des großen Religionskrieges schon ein Geschmäckle aber auch dies ist dort schon traurige Normalität. Genau dieser Krieg spielte in dieser Woche aber noch an einer ganz anderen Stelle eine Rolle, was noch einmal untermauerte, wie groß auch in diesem Bereich der mediale Einfluss ist. Mitte der Woche brannte im Londoner Stadtteil Kensington ein 24 Stockwerke hohes Wohnhaus fast komplett aus. Hier hielt man es in den systemtreuen Medien für notwendig immer wieder darauf hinzuweisen, dass dort vor allem Moslems wohnen würden, welche aktuell durch den Ramadan doch vor allem nachtaktiv seien und hier eventuell Gründe für den Brand liegen könnten. Es ist einfach nur erschreckend, dass es längst so ist, dass jede Tragödie gefühlt dem Islam angehangen wird und dies nun scheinbar schon weit über all den mutmaßlichen Terror hinaus. Man hätte auch spekulieren können, dass ein Christ vielleicht eine Kerze angezündet gehabt haben könnte und dieses vergessen hätte vorm Schlafengehen zu löschen, solche Thesen hörte man allerdings nicht. Mit dieser einseitigen Berichterstattung schürt man natürlich weitere Ablehnung gegen diese große Weltreligion und es scheint doch genauso gewollt zu sein. Am Ende war es wohl wieder vor allem ein Problem, welches man eher der Gier des vorherrschenden Systems anlasten muss und nichts Religiöses aber dies möchte man im kritisierten Teil der Medien dann auch nicht wirklich in aller angemessener Tiefe bearbeiten.

Die Früchte einer Hetzjagd
Um noch einmal kurz zum Staatsfernsehen zurückzukehren, sah es dort unter der Woche aber noch auf anderen Ebenen auch nicht gut aus, was ebenfalls wieder einmal für den Bereich des Sports galt. Dort verliert man nun ebenfalls immer mehr, was die Bürger einfach erwarten können. So gibt es bald auch keine Champions League mehr im ZDF. Man fragt sich somit langsam, ob am Ende reine Propagandakanäle bleiben sollen, welche von denen, die manipuliert werden sollen, auch noch finanziert werden müssen, was die Absurdität dieses Teils des Systems noch einmal deutlich unterstreicht. Selbstverständlich war auch der Überwachungswahn in dieser Woche ein Thema und zwar nicht nur in Bezug auf die Landesregierung in Düsseldorf, sondern auch auf der größeren Bühne in Dresden, wo die Innenministerkonferenz weiter am Totalüberwachungsstaat baute und sie werden wissen, warum sie dies getan haben. Der vermeintliche Antiterrorkampf, welchen man immer wieder vorschiebt, dürfte dabei natürlich nicht der tatsächliche Grund sein. Aber auch andere Klassiker fand man in dieser Woche, so ging auch die Hetze gegen Donald Trump und Theresa May unverändert weiter, was dazu führte, dass noch mehr Fake-News, bei denen, die sich angeblich dagegen starkmachen, aufflogen und es aber auch blutige Folgen haben sollte. Es bleibt auch so, dass kaum etwas von dem, was die Medienhelfer der längst gescheiterten Machthaber zuletzt, schön mit dem Konjunktiv gepaart, angekündigt hatten, eintraf. So überraschte es auch nicht, dass schon am Montag der BREXIT endgültig starten wird, was kurz nach der Parlamentswahl in Großbritannien laut deutschem Staatsfernsehen noch unmöglich schien, was aber auf viele Aspekte dieses Teils des Endes der Europäischen Union (EU) zutrifft. Wenn es um den medialen Kampf gegen den US-Präsidenten geht, war es auch nicht überraschend, dass diese Hetzjagd nicht folgenlos bleiben würde und so kam es in Alexandria im Bundesstaat Virginia zu einem Überfall auf Republikaner, welche dort gerade für ein Baseballspiel trainierten. Natürlich zeigten sich auch dort wieder die empört und überrascht, welche mit ihrem Populismus genau solche Taten am Ende des Tages heraufbeschwören. Übrigens ein Sachverhalt, welcher auch in Deutschland keine Überraschung wäre und sich zeigt, warum sich etwas ändern muss, möchte man auch weiterhin in Freiheit und mit Demokratie leben. So zeigte auch diese, nun wieder mit einem passenden Zitat endende Woche, wie alles immer weiter eskaliert und dies auch von der immer gleichen Seite, unter dem altbekannten Schema forciert wird, was eben besorgniserregend bleibt. Dann verstarb auch noch Helmut Kohl zum Redaktionsschluss.

`Politik: die Führung öffentlicher Angelegenheiten zum privaten Vorteil.`

Ambrose Gewinnett Bierce (Amerikanischer Schriftsteller und Journalist 1842-1914)

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Kategorie: Das Zitat der Woche 2017 · Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Sport · Wirtschaft · Zitate

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