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Die Wahrheit des Wortes

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Das Zitat der Woche 2 2018

12. Januar 2018

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Die zweite Woche des neuen Jahres stand natürlich wieder ganz im Zeichen der Politik, denn die Abgewählten trafen sich in Berlin, um zu sondieren, wie sie sich weiter an der Macht festkrallen könnten. Ein erstes Zeichen, dass man auch in 2018 massiv für die Demokratie kämpfen muss, da sie offensichtlich noch weiter zurückgedrängt werden soll. Hatte man bei den gescheiterten Sondierungen zu Jamaika noch die ganz große öffentliche Show inszeniert, diente dies wohl nur dem Ziel, bei der Sondierung der Großen Koalition (GroKo) einen Grund für maximale Intransparenz zu haben, was aber auch nur bedingt funktionierte. Erschreckend war es trotzdem, wie die systemtreuen Medien diese Form der Geheimverhandlungen immer wieder versuchten, so zu verkaufen, als sei es ganz im Sinne des Volkes, dabei ist genau das Gegenteil der Fall. So steht auch das Staatsfernsehen in diesem Jahr weiter in der Kritik und da gab es gleich mehrere Gründe für, so auch, was die Berichte über die Kollegen vom iranischen Staatsfernsehen anging. Dort verhielt man sich jüngst ganz ähnlich, wie bei ARD und ZDF. Vermummte Menschen, welche mit Gegenständen werfen, gelten dort nicht als Demonstranten, stattdessen spricht man von gewaltbereiten Randalierern, kennt man hier von den Berichten zum G20-Gipfel in Hamburg aus dem letzten Sommer. Dies gilt auch für die Einflussnahme durch das Ausland, welche in Hamburg ebenso eine Rolle gespielt haben soll. Der Unterschied, welcher in der Bewertung der Berichterstattung dann allerdings gemacht wird, war schon sehr bemerkenswert. Das deutsche Staatsfernsehen soll für Unabhängigkeit stehen, während man den Kollegen im Iran systemtreue unterstellt. Bei Auffälligkeiten sind die Kirchen, wie man längst weiß, meist auch nicht fern. So fragte man sich, in einer so wichtigen Zeit für Deutschland, wenn es um Demokratie und Freiheit geht, wo sich die Kirchen eigentlich diesmal versteckten, hatten sie doch ansonsten zuletzt auch kein Problem mit dem Thema Politik, als es dem vorherrschenden System diente. Somit zeigte sich auch an dieser Stelle wieder, dass sie einfach nur ein Teil dieses ablehnungswürdigen Systems sind, warum die Kirchenaustrittsflut auch weiterhin die volle Berechtigung hat.

Mehr Aktuelles von der billigen Berliner Politsoap
Bei allen aktuellen Geschehnissen muss man sich eben auch immer überlegen, dass bei der momentanen Politsoap in Berlin vor allem der Machterhalt das Thema war, die wirklichen Belange der Zeitenwende, welche man gerade erlebt, waren höchstens am Rande ein Thema gewesen. Die Rückkehr zum Sozialstaat oder gar der technische Fortschritt und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt blieben weitestgehend ausgeklammert. So soll zum Beispiel die Digitalisierung, vor allem die Verfügbarkeit von angemessenem Internet, weiter aufgeschoben werden. Sonst feierten die systemtreuen Medien unter der Woche, dass 45 Milliarden Euro verteilt werden könnten, es fehlte nur der Hinweis, dass es sich hierbei um Kapital handelt, was den Bürgern zum Großteil vorher abgezockt wurde und nun in die bekannte Richtung verschoben werden soll. Der Teil der Finanzen, welcher den Bürgern wirklich helfen dürfte, war dabei doch wieder eher homöopathisch. Es wundert hier auch, dass nicht die Massen langsam auf die Straße gehen, bevor es wieder einmal endgültig zu spät ist, schließlich gibt es auch noch Reizthemen, wie die Flüchtlingspolitik, womit sich durch eine offensichtlich gezielt falsche Politik, hervorragend von den wirklich großen Problemen ablenken lässt und dies auf Kosten der Schwächsten. Der so gezielt gezüchtete Fremdenhass, wird sich irgendwann nicht mehr einfangen lassen aber auch diesen Weg kennt man schon. Die Zeit drängt und die Schuld trägt die Dauermachtclique selbst, deshalb steht es ihr auch nicht zu, sich hinter diesem Aspekt zu verstecken oder ihn später zur Ausrede zu machen. Die aktuell geschaffenen Fakten sind keine Überraschung, scheinen sie doch einfach nur Teil dieser Show zu sein, welche hier selbstverständlich nächste Woche auch wieder ein Thema sein wird.

Die internationale Show
Haben sportliche Großveranstaltungen in letzter Zeit immer häufiger für verschiedenste Negativschlagzeilen gesorgt, versuchte man in dieser Woche die kommenden Olympischen Winterspiele zu dem Ereignis zu machen, welches sogar zur Wiedervereinigung Koreas führen könnte. Man sieht, die systemtreuen Medien stehen nicht gerade für Seriosität. Es bleibt doch abzuwarten, was die aktuelle, kleine Annäherung zwischen dem Norden und dem Süden, welche nun wirklich auch nicht die erste war, unterm Strich wirklich bringen wird. Nur weil Nordkorea nun an den Spielen im Nachbarland teilnimmt, ist eine Wiedervereinigung kaum näher gekommen. Auch sonst wurde auf der internationalen Bühne wieder einiges ganz offensichtlich überbewertet. Da waren die Golden Globes. Schwarze standen letztes Jahr noch im Fokus des großen Filmzirkus, eine nachhaltige Veränderung der Prozesse konnte man nicht verzeichnen. Dieses Jahr übernahmen die Frauen scheinbar diesen Part, peinlich offensichtlich, was dort gespielt wurde. Weniger Show und mehr tatsächliche Veränderungen ist es, was es wirklich geben muss. Der dortige Sieg für das NSU-nahe Schauspiel von Fatih Akin war wieder ein negatives Beispiel dafür, wie sich Kreative für Geld und Preise verkaufen. Systemtreue Anspielungen auf den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU), wo gerade in diesen Tagen wieder deutlich wurde, dass auch das laufende Verfahren wohl keine angemessene Aufklärung bringen wird, sind natürlich ein Garant für Erfolg. Sich so allerdings am Aufbau eines inkorrekten Bildes zu beteiligen, hat eher wieder ein großes Geschmäckle. Zum Abschluss nun aber ein passendes Zitat zum großen Berliner Politzirkus und dem gerne erwähnten Zeitdruck über den man in diesem Tagen so viel redete.

`Kein Mensch ist so beschäftigt, dass er nicht die Zeit hat, überall zu erzählen, wie beschäftigt er ist.`

Robert Lembke (Deutscher Journalist und Moderator 1913-1989)

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Kategorie: Das Zitat der Woche 2018 · Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Sport · Wirtschaft · Zitate

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