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Die Wahrheit des Wortes

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Das Zitat der Woche 14 2018

6. April 2018

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Dank Ostern stand gleich die nächste verkürzte Woche auf dem Plan und mit dem großen christlichen Fest ist man auch direkt wieder beim ersten Thema der zurückliegenden Tage. Papst Franziskus ließ wieder die jährlich zu Ostern wiederkehrenden, leeren Worthülsen los, ganz so, als sei man in Sachen großer Religionskrieg völlig unbeteiligt. Genau in diesem Bereich konnte man über die Ostertage auch eine Verschärfung erkennen, die sich allerdings nicht nur aufs Christentum bezog. Während in Deutschland eine verstärkte Frontlinie zwischen Christen und Juden auf der einen und Moslems auf der anderen Seite gezogen wird und dies im Namen einer erneuten Diskussion über Antisemitismus, lohnte auch ein Blick nach Israel. Vorher aber noch kurz etwas zu den Neuigkeiten der Antisemitismusdebatte, die so weit geht, dass schon gefordert wird, Kinder, die in diesem Bereich auffällig werden, aus ihren Familien zu holen. Man fragt sich, was dann kommen soll, Umerziehungslager, besonderer Lager für Flüchtlinge sind schließlich längst in Arbeit. Es bleibt spannend, auf welchen Pfaden dieses Land wandelt und man hört förmlich schon die Stimmen, welche später sagen werden, wir haben von alldem wirklich nichts mitbekommen. Dies kommt einem doch extrem bekannt vor. Nun aber kurz nach Israel, wo Soldaten an der Grenze einfach Demonstranten erschossen, der Aufschrei war aber schnell verhallt, denn die israelische Regierung startete ein geniales Ablenkungsmanöver im Bereich der Flüchtlingspolitik, womit niemand mehr vom Grenzmassaker sprach. Erschreckend, wie einfach sowas funktioniert. Aber noch einmal kurz zurück zu den Kirchen in Deutschland, wo man, vom Kindesmissbrauchsskandal bis hin zu Finanzaffären, doch meinen könnte, es würde mit dem Negativen reichen, was am Ende des Tages auch von der nicht enden wollenden Austrittsflut untermauert wird. Bei den aktuellen Entwicklungen wird man dort dem Weg in die Bedeutungslosigkeit mit großen Schritten weiter folgen, immerhin ist man auf diesem Weg nicht allein, wie auch diese Woche wieder ein Blick aufs politische Berlin zeigte.

Im Land der Abgehängten
Deutschland bricht immer neue Rekorde, da wäre die weiter explodierende Armut, gerade auch was Kinder angeht. Messerattacken bleiben auch auf dem Vormarsch und nicht zu vergessen, was die rekordverdächtige Abbruchquote bei den Auszubildenden angeht. Eher ohne Rekorde, dafür aber mit umso mehr Tatenlosigkeit, bleibt es in Bereichen der Telekommunikation. Im Land der Funklöcher, sind die Tarife im europäischen Vergleich dafür aber immerhin rekordverdächtig teuer. Digitalisierung bleibt auch kein wirkliches Thema in Neuland, wenn man von all den neuen Versprechen absieht, die gemacht werden, bevor die alten auch nur im Ansatz angegangen worden wären. Diese Liste lässt sich nun fast unendlich weit fortsetzen, so muss schließlich noch die Scheindebatte von Seiten der SPD in Sachen Hartz IV, welche ihren Untergang noch einmal beschleunigen dürfte, erwähnt werden, wie auch das Scheitern in Sachen Elektroautos. Man sieht, während die Welt sich mit allen Mitteln neu sortiert, wird Deutschland immer weiter abgehangen und eine Überraschung ist dies nicht. Die letzte Große Koalition (GroKo) hat alles daran gesetzt, für diesen Zustand zu sorgen. Die Quittung gab es im letzten Herbst an den Wahlurnen, wo exakt diese Bundesregierung in aller Nachhaltigkeit abgewählt wurde. Da in diesem Staat aber längst auch schon Demokratie ein sehr relativer Begriff ist und alle Posten, vom Großteil der Opposition bis zum Bundespräsidenten, geschickt besetzt sind bzw. das Spiel der Dauermachthaber brav mitspielen, macht die abgewählte Regierung letztendlich, mindestens gefühlt, einfach weiter so. In den entlegensten Ecken der Welt lobt man, wenn dort Amtszeiten auf zwei Wahlen begrenzt sind bzw. macht man ein riesiges Fass aus, wenn dieser Zustand bestand und verändert werden soll. Man kritisiert dann immer wieder gerne die riesige Machtfülle. Nur zur Erinnerung, Dauerbundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) startete gerade in ihre vierte Amtszeit und ein Ende ist nicht erkennbar. Einen Aufschrei vermisste man hier aber auch nicht, ist die Medienwelt doch zum Großteil von systemtreuen Medienhelfern geprägt, die sich auch immer gerne für ihre vermeintliche Unabhängigkeit selber loben. So endet es nicht nur mit dem Zitat der Woche, welches ein guter Rat ist, sondern auch noch einmal mit dem Hinweis, dass nachher niemand sagen soll, man hätte nichts mitbekommen.

`Man muss das Gute tun, damit es in der Welt sei.`

Maria von Ebner-Eschenbach (Österreichische Schriftstellerin 1830-1916)

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Kategorie: Das Zitat der Woche 2018 · Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Neues aus Österreich · Politik · Technik · Wirtschaft · Zitate

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