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Die Wahrheit des Wortes

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Das Zitat der Woche 13 2018

30. März 2018

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Heute ist einer der höchsten christlichen Feiertage, was natürlich kein Hinderungsgrund sein kann, auf die Woche zurückzublicken, schließlich tut diese Religion auch in Deutschland alles dafür, dass ihre Bedeutung immer mehr abnimmt. Gründe reichen da noch immer vom unvorstellbaren Kindesmissbrauchsskandal bis zum großen Religionskrieg und auch diese Woche bot wieder weitere Gründe aber dazu später mehr. Zum vergangenen Wochenwechsel wurde Carles Puigdemont in Schleswig-Holstein verhaftet, was nicht nur für schwere Unruhen rund um und in Barcelona gesorgt hatte. Diese Verhaftung, welche noch immer viele Fragen aufwirft, untermauerte auch wieder, dass Deutschland noch immer am gescheiterten System festhält und kein sicheres Land für Menschen ist, welche den Wandel vorantreiben, was nicht überrascht aber trotzdem bedauerlich bleibt. Ein Problem dieses ablehnungswürdigen Systems bleibt ebenfalls die spalterische Kraft, welche davon ausgeht und die zeigte sich jüngst auch wieder in Kandel. Dort marschierten unter anderem Vertreter der SPD, der Kirchen und auch der Gewerkschaften. Die große Gemeinsamkeit, alle haben mit massivem Bedeutungsverlust zu kämpfen und nutzen auch weiterhin solche Aktionen, um den Menschen das Gegenteil vorzugaukeln. Wenn dann auch noch militante Kräfte, aus dem Umfeld der eben Genannten, die Polizei angreifen, verbessert dies ihre Situation nicht wirklich. Auffälligkeiten gab es in diesem Zusammenhang auch wieder bei den systemtreuen Medien, denn der Aufschrei über diese Angriffe auf die Polizei war doch vergleichsweise überschaubar. Auch die Alternative für Deutschland (AfD) demonstriert dort, hätte es Übergriffe von Rechten gegeben, wäre dies wohl wieder direkt dieser Partei angelastet worden, was im anderen Lager nicht der Fall war und wieder die mangelnde Unabhängigkeit in diesem Teil der Medien unterstrich. Man darf bei aller Willkommenskultur übrigens nicht den Fehler machen, auch klar über die Probleme der Politik, welche dahintersteckt, zu sprechen, denn sonst sind solche Situationen, wie zuletzt eben auch in Kandel, die normalste Konsequenz überhaupt.

Neues von der EU und anderen Gescheiterten
Für die gescheiterte Europäische Union (EU) war es auch wieder gar keine gute Woche. Da war das Scheitern des Gipfels in Varna, die bekannten Postenschiebereien und natürlich die Bankrotterklärung in Sachen Facebook, womit man solchen Unternehmen natürlich einen Freibrief ausstellte. Ähnlich peinlich sah es in Sachen Sanktionen gegen Russland aus, wo man von Seiten der EU vor allem wieder bewies, dass man schon lange keine Einheit mehr ist und natürlich somit auch nicht Europa repräsentieren kann. Diese Sanktionen im Fall Skripal, mit denen die Eskalation in Bezug auf den Kalten Krieg 2.0 weiter vorangetrieben wurden, hatten natürlich ein böses Geschmäckle, welches am Ende des Tages allerdings die gesamte westliche Welt betraf. Aber noch einmal zurück nach Deutschland, wo es, während sich die Welt neu sortiert, noch immer die alten Probleme gibt. Wer von diesen betroffen ist, sollte sich damit übrigens direkt an die so genannten Volksvertreter wenden und sie so stellen. Ganz schnell dürfte es dann auch mit dem Märchen vorbei sein, dass im politischen Berlin die Belange der Mehrheit ganz oben auf der Agenda stehen würden. Ein weiteres großes Problem bleiben die Fake-News vom deutschen Arbeitsmarkt und die daran gekoppelten Probleme in Sachen Armut. Die SPD arbeitete auch an dieser Stelle unter der Woche fleißig weiter an ihrem Weg in die völlige Bedeutungslosigkeit. Intern völlig gespalten, ging es um den längst überfälligen Umbau von Hartz IV, was hier nach Ostern auch noch thematisiert wird. Alles lief unter dem Begriff eines Grundeinkommens, was die Menschen wohl ans bedingungslose Grundeinkommen erinnern sollte, auch wenn genau das Gegenteil der Fall war. Alter Wein in neuen Schläuchen, darum ging es wirklich. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) und 1-Euro-Jobs haben nichts gebracht, außer den weiteren Ausbau des Billiglohnlandes. Nun soll dies unter neuem Namen reanimiert werden, anstatt etwas gegen Billiglohn zu tun. Auch das Problem von Schikane und Willkür bei den Jobcentern soll nicht das Problem der SPD sein. Man sieht, diese Partei hat eben auch längst ausgedient. Trotz all dieser Nachrichten sollte man sich ein frohes Osterfest machen, womit es hier auch schon wieder mit dem Zitat der Woche endet, welches einiges erklärt.

`Der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Realitätsflucht liegt in der Haltung, mit Tatsachen so umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen.`

Hannah Arendt (Deutsch-amerikanische politische Theoretikerin und Publizistin 1906-1975)

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Kategorie: Das Zitat der Woche 2018 · Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Wirtschaft · Zitate

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