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Die Wahrheit des Wortes

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Das Zitat der Woche 12 2018

23. März 2018

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. So läuft es, wenn man die Dauermachthaber einfach so weitermachen lässt. Dies beschreibt die aktuellen Geschehnisse dieser Woche doch sehr gut. Ob Armut, Islam oder Abtreibung, die großen Populisten, von Horst Seehofer (CSU) bis Jens Spahn (CDU), kommen langsam richtig in Fahrt. Verkauft wird dies dann, als sei es das Reiben, was man bislang in der Großen Koalition (GroKo) vermisst hatte. Netter Versuch, nur gibt es keinen angemessenen Widerstand von der SPD, die steckt dann lieber zurück, wie man in der Abtreibungsdebatte und den Folgen für den Bundestag erkennen konnte. Somit reibt da gar nichts, nur die SPD untermauert, dass sie eben doch nur noch ein unbedeutender Mehrheitsbeschaffer ist. Nimmt man dann noch die Sollbruchstelle im Koalitionsvertrag hinzu, erkennt man, wer in diesem Land tatsächlich die Demokratie zerstört. Wenn dann ausgerechnet Frank-Walter Steinmeier, den man nicht umsonst den SPD-Bundespräsidenten nennt und der einen großen Anteil daran trägt, dass die gerade in aller Deutlichkeit Abgewählten weiterregieren, meint das Märchen zu verbreiten, die Demokratie würde sich selbstzerstören, erreicht die Volksverdummung noch einmal ganz neue Dimensionen. Frustration und Widerstand werden von den systemtreuen Medien in diesem Land oft gerne verheimlicht, warum man kaum oder gar nicht darüber berichtet, würde es doch das Bild, welches die Propaganda sonst versucht zu verbreiten, stark beschädigen. Im Fußball gab es letzte Woche, wenn man es nur oberflächlich angeht, Krawalle von Stuttgart und Freiburg über Leverkusen und Köln bis rauf nach Hamburg. Dort ging es dann am Montag gleich in diesem Stil weiter, wird dort doch auch schon länger gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Montagsdemonstrationen protestiert. Hätte es diesmal nicht geknallt, würde man auch dies wohl weiter verheimlichen. Es wird immer schwerer, das Märchendeutschland der Dauermachtclique zu verkaufen.

Weiter so!
Wenn es um Realitätsferne geht, ist man im politischen Berlin weiterhin gut aufgehoben, dies zeigte auch die erste Regierungserklärung von Angela Merkel (CDU) nach ihrer erneuten Machtergreifung. Ein ganz großes Trauerspiel war diese Rede, was irgendwie zu erwarten war. Die Rautenkönigin hat nichts verstanden oder besser gesagt, sie erkennt weiterhin die Realität im Land nicht an. Immer wieder gab es Aussagen, welche erneut eine Legitimation dafür waren, auch weiterhin von Lügenpolitik zu sprechen. Ihre vielen Ausreden waren auch eher anstrengend und ein Höhepunkt des Ganzen war dann die Banalisierung von Wir schaffen das. Interessant war immerhin, wie sie auch noch einmal die Spaltung innerhalb der C-Parteien untermauerte, womit man schon wieder bei Seehofer (CSU) und Spahn (CDU) angelangt wäre. Natürlich wird so der große Religionskrieg ein Thema in Deutschland bleiben aber auch allgemein wird die Spaltung der Gesellschaft weiter forciert und dies werden auch wieder zunehmend die Menschen spüren, die sich für dieses System stark machen. Sie sollten endlich beginnen, dies den Dauermachthabern anzulasten und nicht immer so tun, als wüsste niemand, woher all die Probleme kommen. Um sich den billigen Floskeln, welche diese Regierungserklärung so sehr prägten, kurz einmal anzuschließen, sei gesagt, dass es viel alten Wein in neuen Schläuchen gab. Die verbrecherische Autobranche, welche auch in dieser Woche, diesmal durch BMW, wieder für Negativschlagzeilen sorgte, wird auch weiterhin geschont, die Leidtragende bleiben damit die Bürger. Die Krönung in diesem Kontext, es soll auch noch mehr Förderung für die Autobauer geben. So einfach funktioniert diese unfassbare Kapitalverschiebung in Deutschland. Wie Phoenix, also der Teil der Staatsmedien, wo man all dies im großen Stil präsentiert bekommt, darauf kam, die Kanzlerin für ihre Selbstkritik zu loben, versteht man wahrscheinlich selbst dort nicht, war doch eher das genaue Gegenteil der Fall. Das absolute negative Highlight kam dann ganz zum Schluss, als Merkel (CDU) sich auch noch selbst zitierte und damit letztendlich nur untermauerte, wo das Problem des Versagens ihrer Herrschaft ist.

Tatsachen aus Deutschland
Da die dann folgende Generaldebatte, welche ebenfalls am Mittwoch, direkt im Anschluss an die Regierungserklärung, begann, noch immer andauert, was im Rahmen der Rede der Rautenkönigin einfach nur überdimensioniert ist, wird hier nun nur die erste Runde berücksichtigt. Das Novum, den Auftakt machte Alexander Gauland (AfD), den ein Großteil der vermeintlichen Demokraten erst einmal versuchte niederzubrüllen. Auch so etwas sagt viel über die Panik der Dauermachthaber und ihrer wechselnden Steigbügelhalter aus. Man kann die Alternative für Deutschland (AfD) natürlich ablehnen, gar keine Frage, man kann aber Tatsachen nicht verleugnen und davon bot diese Rede doch einige interessante an. Es folgte Andrea Nahles (SPD) und das von ihr Dargebotene passte perfekt zur Rolle der SPD in der GroKo, denn es war doch eher klein und schwach, was auch für die Angriffe auf die AfD galt. Es wird Zeit, dass von der SPD langsam was kommt, denn so braucht diese Partei tatsächlich niemand mehr, außer eben die Unionsparteien für Minimehrheiten. Der dann folgende Christian Lindner (FDP) schien noch immer damit zu hadern, dass er die Zündkapsel der großen Nebelkerze war, die gezündet wurde, um klammheimlich im Hintergrund dann doch die GroKo zu installieren. Spätestens bei dieser Rede wurde klar, dass langsam alles gesagt ist und es nun einfach endlich zählt. Die Positionen hat jeder verstanden und wie sich die Menschen positionieren, ist auch längst klar. Ansonsten kann man zu diesem Redebeitrag nur sagen, dass mittelmäßige Witze nicht über fehlende Inhalte hinwegtäuschen. Volker Kauder (CDU), der dann an der Reihe war, untermauerte noch einmal die Fehler der Kanzlerin, ohne sie natürlich so zu deklarieren, da muss man schon nicht mehr viel zu schreiben.

Linker Populismus
Dietmar Bartsch (Linke) bot in seiner Rede, welche direkt auf Kauder (CDU) folgte, altbekannte Klassiker in Sachen Populismus aber auch viele Tatsachen, was vor allem auch fürs Thema Armut galt. Er zeigte auch sehr schön auf, wie das vorherrschende System noch schnell im großen Umfang Posten geschaffen hatte, schließlich scheint man besorgt zu sein, wie lange man dort noch das Geld der Bundesbürger abgreifen kann, um so finanziert fleißig über Hartz-IV-Empfänger herzuziehen. Auch sehr schön war die Erwähnung, wie die Goldman-Sachs-Mentalität nun noch mehr in die Regierung eingesickert ist, was zeigt, der Kurs bleibt wirtschaftsfaschistisch. Die Grünen fehlten somit noch, auch wenn sich dies nur auf einen minimalen Bruchteil der Bevölkerung bezieht. Anton Hofreiter (Grüne) vertrat somit dann die allerkleinste Oppositionspartei und auch dafür gibt es Gründe, die sich auch durch die Beteiligung am Jamaika-Schauspiel noch einmal bewiesen hatte. Vielleicht sollte man bei den Grünen verstehen, dass nur Hetze gegen die AfD nicht reichen wird, um den eigenen Untergang noch zu verhindern. Dort hat man wohl auch vergessen, dass man vor gar nicht allzu langer Zeit noch mit der Union gemeinsam regieren wollte oder sich zu mindestens, wie die FDP, zu einem Ablenkungskomplizen gemacht hatte. Die Grünen sind schon länger fester Bestandteil des ablehnungswürdigen Systems, warum auch sie das SPD-Schicksal ereilte. Damit endete dann nach sechs Fraktionen auch die erste Runde. Wo all dies hinführen wird, ist hier oft genug beschrieben worden und damit sind die Folgen hinlänglich bekannt und können später niemanden mehr wirklich überraschen.

Die Bürger rüsten auf
Immer näher rückt der Totalüberwachungsstaat und es soll auch noch mehr in Richtung Polizeistaat gehen, was man den Bürgern, die man für ziemlich dumm zu halten scheint, als ein Mehr an Sicherheit verkaufen möchte, dabei liegt der Verdacht nah, dass es vor allem um den Schutz der kleinen, vermeintlichen Elite selbst geht. In diesem Zusammenhang gibt es dann noch etwas, was nicht wirklich überrascht und zwar, dass immer mehr Waffen in Deutschland verschwinden und zwar fast 20 Prozent mehr, als es zuvor der Fall war. Dies scheint doch ein Indiz zu sein, wie sich die Stimmung im Land immer mehr eintrübt und ein gewisser Teil der Bürger hat ganz offensichtlich ganz eigene Ideen, wie man damit umgehen will. Zum Schluss soll es noch etwas Positives geben und dies kommt tatsächlich von den Staatsmedien. Machte man dort den Tod von Karl Kardinal Lehmann noch zu einer Nachricht in einer Größe, welche kaum dem Bedeutungsverlust der Kirchen gerecht wurde, sah es mit seiner Beisetzung, welche ebenfalls am Mittwoch, im Mainzer Dom, stattfand, anders aus. So war sein letzter Weg weitestgehen etwas fürs dortige Regionalfernsehen, was dann schon angemessener war. Es sind auch solche kleinen Schritte, an denen man gut ablesen kann, wie kleine Teile des noch vorherrschenden Systems beginnen einzulenken, was natürlich absolut begrüßenswert ist, nur leider bei den Dauermachthabern in dieser Woche wieder gar nicht zu erkennen war, was die überfälligen Veränderungen aber auch nicht aufhalten können wird. Damit gelangt man dann auch gleich zum Zitat dieser Woche.

`Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt.`

Erich Fried (Österreichischer Lyriker 1921-1988)

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Kategorie: Das Zitat der Woche 2018 · Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Kultur · Medien · Neues aus Österreich · Politik · Sport · Technik · Umwelt · Wirtschaft · Zitate

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