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Die Wahrheit des Wortes

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Das Problem mit dem C

27. September 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Deutschland hat gewählt aber die Wahl hatte man ganz offensichtlich eher weniger. Da die Dauermachthaber, um die es hier in den nächsten Tagen genauso gehen wird, wie um ihre Helfershelfer, es nicht für nötig halten, auf die Interessen der Mehrheit im Land zu einzugehen, zeigt sich eine immer deutlichere Radikalisierung. Dieser Prozess ist schon länger zu verfolgen, hat allerdings nun bei der Bundestagswahl mit dem großen Wahlsieger, der Alternative für Deutschland (AfD), einen neuen Höhepunkt gefunden. Es zeichnet sich aber jetzt schon ab, dass dies leider wohl noch immer nicht ausgereicht hat, um die angesprochenen Parteien auf den richtigen Weg zu bringen. Dies sagt nichts Gutes für die Zukunft des Landes aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) feierte sich wieder einmal selber, da sie, wenn auch eher abstrakt, mit der CSU die meisten Stimmen hat. Genau diese C-Parteien stellen allerdings in diesen Tagen selber einen erheblichen Teil des großen Problems dar. Das Wahlergebnis der Parteien mit dem C ist so schlecht, wie man es seit 1949 nicht mehr erlebt hatte. Dies bedeutet, würde es auch nur im Ansatz nach normalen politischen Regeln gehen, hätte die Rautenkönigin spätestens nach dieser Wahl zurücktreten müssen. Ihr Plan ist es aber offensichtlich weiterzumachen, so absurd die momentan einzige Koalitionsvariante auch immer sein mag. Die Spaltung, wie aber auch die Radikalisierung in diesem Land werden damit wohl bald noch wesentlich größer.

Politik im Rückwärtsgang
Sieht man einmal darüber hinweg, was für ein Problem die C-Parteien alleine schon für die Trennung von Religion und Staat darstellen, gibt es noch ganz andere Fragezeichen, die aufkommen. Das Christentum ist auch in Deutschland auf dem Rückmarsch und dies hat nichts mit Flüchtlingen zu tun, sondern wesentlich mit dem unfassbaren Kindesmissbrauch aber auch mit der Rolle im großen Religionskrieg, um nur zwei große Themen zu nennen, wo Aufarbeitung oder Distanzierung Fremdwörter sind. Trotzdem wird diese Religion in der Politik noch immer massiv in den Vordergrund gerückt. Es scheint gar teilweise eine Spielregel im großen Machtspiel zu sein. Bestes Beispiel hierfür sind die Grünen. Von Baden-Württemberg bis zur Bundesebene führt ein christlicher Hintergrund offensichtlich zum systeminternen Erfolg und man darf plötzlich mitspielen. Auch dies ist ein Punkt, welcher in der angespannten Situation in Deutschland eher zurückgefahren werden sollte. Die Kirchen haben ihre Rolle im abgelehnten System letztendlich auch längst gefunden und man kann nicht behaupten, dass sie sich in den letzten Jahren zum Beispiel bei der Bekämpfung des Wirtschaftsfaschismus angemessen und nachhaltig für die Belange der Menschen eingesetzt hätten. Auch in der jetzigen Situation nach der Wahl, vermisst man klare Statements von dort. Dies zeigt immerhin klar und deutlich, wo man all dies einzuordnen hat. Unterm Strich müssen sich die C-Parteien somit auch an dieser Stelle überlegen, ob man nicht zu mindestens ein wenig am Kurs ändern sollte. Wo all die Ignoranz gegenüber Veränderung in den letzten Jahren hingeführt hat, konnte man am Wahlergebnis ablesen und zwar absolut eindeutig.

Die Ignoranz geht wohl weiter
Die Staatsmedien werden mittlerweile längst ganz offen von dem System angegangen, welches sie so sehr unterstützen, was Ausdruck einer gewissen Panik ist, welche sich dort seit dem Wahlsonntag ausbreitet. Dies gilt selbstverständlich auch für die Union. Nun müssen sich die systemtreuen Medien ganz allgemein überlegen, wie lange sie noch ein System unterstützen wollen, welches längst gescheitert ist und, wie bereits erwähnt, nur noch auf absurden Wegen zu Mehrheiten kommt. Übrigens Auslöser für den aktuellen Umgang mit dem Wahlergebnis, war der Abgang der SPD in die Opposition, der so schnell kam, als wäre er lange geplant gewesen, falls der Punkt eintreffen würde, an welchem man die AfD in der Rolle des Oppositionsführers verhindern muss. Dies zeigte, wie groß die Angst des noch vorherrschenden Systems ist, wenn ihre Machtstrukturen angegriffen werden. Man fühlt sich offensichtlich auch nicht in der Lage, sich mit solchen Entwicklungen angemessen politisch auseinanderzusetzen, was natürlich ein Armutszeugnis ist. Ignoranz, wie man sie auch gegen die Interessen der Bevölkerung walten lässt, hat an dieser Stelle übrigens bislang nicht funktioniert. Spannend wird es nun, zu sehen, was passiert, wenn sich auch nur eine der aktuell diskutierten Parteien nicht zum Ausverkauf bereitstellt und die Jamaika-Koalition somit nicht greift. Es wäre keine Überraschung, wenn man dann bei der SPD einen faulen Trick finden würde, um den C-Parteien doch wieder zur Macht zu verhelfen. Es ist die Frage, welche Prioritäten im Moment bei den Dauermachthabern gesetzt werden und die Interessen der Mehrheit scheinen es weiterhin nicht zu sein.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik

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