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Die Wahrheit des Wortes

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Das neue Jahrzehnt fängt ja gut an

4. Januar 2010

Wir haben gerade das erste Jahrzehnt des noch sehr frischen neuen Jahrtausends verlassen. Ein Jahrzehnt, welches durch Terror, Kriege und sich immer weiter ausbreitender Globalisierung auszeichnete und dies sind keine guten Auszeichnungen. In diesen Kontext passt es natürlich, dass der erste schwarze Präsident der USA, Barack Obama, den Friedensnobelpreis erhalten hat. Auch wenn man davon ausgehen darf und muss, dass dies auch ein Zeichen für dieses Jahrzehnt sein wird, muss man die Hoffnung in sich tragen, dass es ein friedlicheres Jahrzehnt werden wird. Betrachtet man allerdings die Nachrichtenlage zum Jahreswechsel, lässt einen diese eher pessimistisch in die Zukunft blicken, denn es geht direkt so weiter, wie es kurz zuvor aufhörte. Die USA planen scheinbar ihre nächste Invasion, diesmal im Jemen und die Persönlichkeitsrechte sollen nun auch in Europa immer weiter abgebaut werden. Da kann man nur sagen: `Das fängt ja gut an.`

Der nächste Teil der Bush-Invasionen
George W. Bush gilt bis zum heutigen Tage in weiten Teilen der Medien und dadurch natürlich auch in weiten Teilen der Öffentlichkeit, als einer der Kriegstreiber der jüngsten Geschichte. Er griff, wie schon sein Vater, den Irak an und übte Vergeltung für 911 an Afghanistan. Der hier entstandene Krieg, der aus Sicht deutscher Politik bis in die Gegenwart eher als humanitäre Einsatz gilt, als das man es Krieg nennen würde, lastet auch schwer auf dem Nachfolger von George W. Bush, Barack Obama. Dessen einfache Formel scheint zu heißen, noch mehr Krieg, Gewalt, Zerstörung und Leid für den Frieden. Man darf gespannt sein, ob diese These, die man seinem Vorgänger immer zum Vorwurf gemacht hat, aufgehen wird. Immerhin brachte ihm wohl auch dieses Verhalten jüngst den Friedensnobelpreis ein. Gibt es an den Geschehnissen des 11. September 2001 bis zum heutigen Tage, wesentlich mehr Fragen als Antworten, sieht dies mit den vermeintlichen Fakten, die nun für eine Invasion im Jemen ausreichen sollen, noch fragwürdiger aus. Damals gab es zu mindestens eine, wie auch immer geartet Katastrophe. Diesmal redet man von einem Menschen der sich selber angezündet hat, so viel scheint festzustehen, alles andere ist abermals mit einem großen Fragezeichen versehen, reicht aber wohl aus, um bald schon im Jemen einzumarschieren.

Dem nicht genug, sollen nun auch Hunderttausende von Menschen, auch in Europa, für Wachpersonal nackt auf dem Bildschirm erscheinen. Der einzige den dies wirklich freuen dürfte ist die Bahn, denn ein solcher Eingriff in das Persönlichkeitsrecht ist wirklich ein Grund in Zukunft häufiger stundenlang auf einen ICE zu warten. Es scheint so, als würden hier raubtierkapitalistische Interessen auf dem Rücken eines vermeintlich kulturellem Problems ausgenutzt, um die Globalisierung auch bis in die letzten Ecken dieser Welt zu tragen. All dies hat mit dem Bild, welches die Medien der Gesellschaft und vor allem den Wählern in den USA von Barack Obama suggeriert haben nicht mehr viel zu tun. Allerdings hat man diesen Menschen im Vorfeld so hoch gelobt, dass es jetzt scheinbar keinen einfachen Weg mehr zurück gibt, was zu einem weiteren forcieren dieser Politik führt. Er muss nun einfach gut sein, egal was er auch immer tun mag. Genau dieser Philosophie ist scheinbar auch das Friedensnobelpreiskomitee gefolgt, denn anders kann man dessen Entscheidung nicht erklären. Eine erschreckende, geschichtliche Entwicklung die hier gerade ihren Weg nimmt und gegen die sich jeder freiheitsliebende Mensch stellen sollte, denn hier werden wir gerade scheinbar alle Zeuge des nächsten Teils der Bush-Invasion, die immer so verhasst waren.

Krieg ist immer einen lohnendes Geschäft
Hat Deutschland doch am Ende des gerade abgelaufenen Jahrzehntes massiv mit der Weltwirtschaftskrise zu kämpfen gehabt, kann man nicht behaupten, dass dies auch für die Bigplayer am Aktienmarkt galt, denn wenn man sich alleine nur das Kursplus des DAX für 2009 ansieht, war es ein richtig gutes Jahr. Nicht umsonst scheinen die Bonifikationen eine niemals austrocknende Quelle zu sein. Dem gegenüber stehen eine nicht zu zählende Masse an Menschen, die immer weniger verdienen, sei es durch direkten Lohnverzicht oder ähnliches, was meist vor der Abwicklung eines Unternehmens steht, um auch noch das letzte aus der Zitrone zu pressen oder durch staatliche Maßnahmen, wie das Kurzarbeitergeld, wo es noch abzuwarten bleiben wird, wie groß die Anzahl derer werden wird, die in diesem Jahr von dort aus in die Arbeitslosigkeit abstürzen. Die Sieger des letzten Jahres stehen somit grob fest und es hat gerade auch in Deutschland nicht den Anschein, als sei die Politik gewillt hier durchzugreifen und das Ruder wieder mehr Richtung Soziale Marktwirtschaft zu steuern. Aber man kann die Gewinner noch näher eingrenzen, denn zu den großen Gewinnern des Jahres 2009 zählt auch einmal mehr die Rüstungsindustrie, was wohl auch erklärt, warum man scheinbar immer neue Krisenherde und Kriege braucht.

Viele Menschen werden sich nun fragen, was sie denn gegen all diesen Wahnsinn, der von einigen wenigen ausgeht, überhaupt machen sollen. Viele werden wohl auch ein Gefühl der Machtlosigkeit bekommen und wo genau das hinführt, hat die Geschichte schon gezeigt. Die Antwort auf diese Art der Menschenverachtenden Globalisierung heißt Solidarität. Sollte man zum Beispiel versuchen in diesem oder den nächsten Jahren auch noch Opel abzuwickeln, müssen alle auf die Strasse gehen, denn am Ende des Tages steht auch fest, dass jeder Arbeitsplatz der nächste sein kann, der verloren geht und auch dann wird man auf die Hilfe anderer hoffen. Der Vorteil gegenüber den vermeintlichen Eliten und Experten ist, dass man die Masse ist und damit in den meisten Fragen über eine demokratische Mehrheit verfügt. Lässt man sich allerdings auch in Zukunft durch Massenmedien und die Schönfärberei der Wirtschaft blenden, wird man am Ende des Tages mit Sicherheit zu den Verlieren zählen. Denn eines dürfte das abgelaufene Jahrzehnt auch gezeigt haben, der Mensch, das Individuum hat in dem unendlichen Streben nach Macht und Gewinn keinen Platz, man dient nur noch der Produktion und dem Konsum, um für den Wohlstand einer Minderheit zu sorgen und das kann wohl kaum das Ziel dieses oder irgendeines Jahrzehntes sein.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Wirtschaft

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