Das Märchen vom Zuckerberg
30. Mai 2012
Am 05. November 2011 sollte Facebook vernichtet werden, was fremde Kräfte damals nicht schafften, scheint nun ganz weit oben auf der Agenda von Mark Zuckerberg, dem Gründer und Chef dieses sozialen Netzwerkes, selbst zu stehen. Er hatte eine wirklich großartige Idee mit Facebook, eine geniale, weltverändernde Idee aber, wie immer wieder im Internet, hat all dies noch nichts mit dem Erzielen von Gewinnen zu tun und dies ist ein immer größeres Problem in einer Welt, in der es einfach nur smarte Gewinnertypen gibt, die kreditfinanziert oder staatlich subventioniert ihre Träume leben. Das Märchen vom Zuckerberg scheint gerade abzustürzen oder ist zu mindestens stark angeschlagen, denn der Börsengang war eine Katastrophe mit juristischen Folgen, wobei dies nichts ist, was den jungen Unternehmer aus der Ruhe bringen sollte, denn die Vorwürfe die gegen ihn und sein Unternehmen nun im Raum stehen, gehören in dieser Liga zum guten Ton, wie zum Beispiel die Deutsche Bank immer wieder beweist. Hier zeigt sich aber auch wieder deutlich, dass die Weltwirtschaftskrise noch lange nicht vorbei ist und so lange kein Systemwechsel stattfindet, werden die Probleme auch weiterhin immer massiver werden.
PR-Berater Bono
Bono Vox, Sänger der legendären Band U2, war schon an der Machtergreifung von Menschen, wie Barack Obama, die ganz offensichtlich auch schon einmal Killerkommandos losschicken, beteiligt und er war auch an dem Medienhype um Facebook beteiligt. Scheinbar muss man hier erleben, wie ein ehemals sehr revolutionär eingestellter Bandleader, zu einem festen Bestandteil des globalisierten Raubtierkapitalismus geworden ist. Manch einer nennt solche wundersamen Wandlungen auch schlicht und ergreifend Verrat. Aber zurück zu Mark Zuckerberg und seiner Plattform, die mehr als nur ein Problem hat. Natürlich ist nicht nur Facebook an der aktuellen Blasenbildung schuld, dies wäre zu einfach gesagt aber es ist schon so etwas, wie ein Zugpferd in diesem Kontext. Es sind immer wieder diese virtuellen Millionen und Milliarden, diese Optionen auf eine bessere Zukunft, die zum Knall in der Gegenwart führen und mit den passenden US-Banken im Rücken, ist diese Schleife immer wieder zu durchlaufen, ohne dass ein Lernprozess einsetzt. Es sind auch genau diese Protagonisten des internationalen Finanzterrorismus, die den größten Anteil an der immer rasanter steigenden Armut haben. Da die Politik, und hier gilt es natürlich auch die Bundesregierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) besonders hervorzuheben, es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich gegen die Mehrheit zu stellen und dieses System einer kleinen Minderheit mitzutragen, wundert es keinen, dass der Widerstand, gerade auch gegen die Politik, stetig wächst.
Wie frei ist Facebook?
Ganz im Sinne der Diktatur des Kapitals ist es mit der Freiheit auch bei Facebook nicht weit her. Diese journalistische Internetplattform ist natürlich auch bei Facebook mit dabei, wobei es immer schwerer wird, hier zu netzwerken. So sind 30-Tage-Sperren im Bereich des Kontaktens, schon fast die Normalität. Bittet man dann Personen, auf anderem Wege, um eine Kontaktanfrage, hört man immer öfter, dass dies nicht geht, da der Gegenüber selber auch gesperrt ist. Dieser vermeintliche Spamschutz widerspricht jedem Netzwerkgedanken. Diesbezügliche Anfragen oder Argumentationen gegen die Sperren werden übrigens nicht weiterbearbeitet. Dies ist aber nur ein kleineres, wenn auch sehr nerviges Problem. Eines der größeren Probleme ist der Umgang und die Vermarktung von Daten der Nutzer und hier wurde immer wieder die Seriosität des Unternehmens in Frage gestellt. Es gibt andere Netzwerkplattformen, wo man mit den Daten anders umgeht, diese sind dann allerdings meist kostenpflichtig, will man sie bestmöglich nutzen. Mit dem völligen Absturz beim Börsengang werden die Probleme von Mark Zuckerberg nicht kleiner und man wird bald schon sehen, ob sich seine Idee dauerhaft durchsetzen lässt oder nicht einfach nur wieder einige Milliarden verschoben worden sind, die natürlich anderswo fehlen und dort zu mehr Armut führen. Realistisch betrachtet scheint nicht viel übrigzubleiben, von dem einstigen großen Helden Mark Zuckerberg, es scheint viel mehr so, als sei auch er nur ein Rädchen im globalisierten Raubtierkapitalismus.
Kategorie: Gesellschaft · Medien · Politik · Technik · Wirtschaft















Bis jetzt ohne Kommentar ↓
Bisher noch ohne Kommentar - Fang an und sag Deine Meinung
Schreib was dazu