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Die Wahrheit des Wortes

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Das kaputte Bankensystem in Deutschland

6. Januar 2010

Deutschland und weite Teile der Welt gehen nun in ein weiteres Krisenjahr, die Medien und Lobbyisten versuchen auch diesmal alles schöner darzustellen, als es in der Realität ist aber die Probleme des Systems werden immer offensichtlicher und so wird es auch immer schwerer diese zu vertuschen bzw. zu bagatellisieren. EC-Karten, wie auch Kreditkarten fallen gleich massenhaft aus, Streusalz wird schon nach ein paar Tagen Winter knapp und der Steuerstreit innerhalb der neuen Regierung wird immer heftiger und man wird das Gefühl nicht los, dass bei alldem nur feststeht, dass die Zeche für den Normalbürger immer mehr anwächst. Bei alldem toben auch schon wieder die Rabattschlachten in einem Maße, wo es keinen überraschen sollte, wenn am Ende auf Karstadt, Woolworth und Hertie noch weitere Warenhäuser in die Pleite folgen. Alles in allem sieht man, dass sich etwas verändern muss in diesem Land aber genau dies bleibt scheinbar auch in 2010 aus.

Millionen Kunden kommen nicht an ihr Geld
Millionen Menschen hatten Angst vor dem Jahrtausendwechsel von 1999 auf 2000 und nichts passierte. Den Wechsel ins nächste Jahrzehnt von 2009 auf 2010 hatten wohl nur die wenigsten auf dem Plan und dann passierte es. Die Anzahl an EC-Karten aber auch Kreditkarten die seit Jahresbeginn gar nicht mehr bzw. nur teilweise einsetzbar waren und zum Teil auch noch immer nicht einsetzbar sind, steigt stetig an. Eine wirkliche Debatte über die Schuldfrage sucht man übrigens vergeblich. Es wird kurz erklärt, dass es um einen fehlerhaft programmierten Chip geht und fertig. Das Millionen Menschen Leistungen nicht mehr erhalten für die sie teures Geld bezahlen, ist da offensichtlich Nebensache. Das ganze erinnert doch sehr stark an den Netzausfall im Mobilfunknetz bei der Telekom im letzten Jahr. Das irgendeine Firma diese Chips programmiert hat, das Menschen bei den betroffenen Banken diese Chips in Auftrag gegeben habe etc., hinterfragt niemand. Ein weiteres sehr deutliches Indiz auch dafür, wie es in diesem Land um den Verbraucherschutz bestellt ist. Von Service mag man hier in der Servicewüste Deutschland so oder so nicht mehr reden und das alles in einem Sektor, den der Steuerzahler ganz nebenbei noch mit Schwindelerregenden Summe unterstützt.

Positiv muss man natürlich anmerken, dass dieser Chip wirklich für sehr viel mehr Sicherheit bürgt, denn jetzt bekommt keiner mehr Geld. Erstaunlich ist im Gegensatz dazu, wie schleppend die Informationspolitik der Banken funktioniert. Möchten die Banken Geld vom Staat oder ähnliches, gibt es doch ansonsten auch keine Kommunikationsprobleme. Staatshilfen sind in diesem Land so oder so ein immer spannenderes Thema. Laut Angaben des Nachrichtensenders n-tv möchte der Motorenhersteller Deutz nun staatliche Hilfe von 100 Millionen Euro zur Entwicklung einer neuen Motorengeneration. Natürlich muss man einräumen, dass 100 Millionen Euro, bei den Summe über die wir in diesem Land mittlerweile reden, wirklich schon fast wie Kleingeld wirken aber was ist das für ein marktwirtschaftliches Denken, wenn Unternehmen, die scheinbar mangelnde Liquidität oder aber eine schlechte Kreditwürdigkeit haben, nun einfach den Staat anbetteln. Denn sollte das Vorhaben scheitern, bleibt wieder alles am Steuerzahler hängen und dies bedeutet am Ende des Tages noch mehr Probleme für jeden der in diesem Land lebt und Steuern zahlt. Man sieht der Schaden für die Gesellschaft wird wohl auch zukünftig anwachsen.

Ganz schön kalt in Deutschland
Die so genannte Tigerentenkoalition aus CDU, CSU und FDP diskutiert noch immer knallhart über Steuersenkung und man muss in einer globalisierten Welt auch hier alles global im Auge behalten. Denn zum einen heißt es plötzlich, es würde im Koalitionsvertrag stehen, dass nur das durchgeführt würde, was auch machbar sei, was wohl bei der momentanen Finanzlage bedeuten würde, gar nichts. Zum anderen muss man natürlich auch beachten, dass Steuersenkungen nicht alles sind und dieses Land braucht keine weiteren Mogelpackungen in denen der Bürger steuerlich um ein paar Euro entlastet wird und auf der anderen Seite ein vielfaches an neuen bzw. erhöhten Ausgaben durch steigende Gebühren etc. hat. Genau danach sieht es allerdings im Moment aus. Büchereien schließen, Schwimmbäder senken ihre Wassertemperaturen, dass heißt zu den Mehrkosten kommen auch noch Leistungseinschränkungen und das alles, wo auf der anderen Seite für die Wirtschaft scheinbar unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten bestehen. Was all dies noch mit Gerechtigkeit oder Bürgernähe zu tun hat, versteht wohl niemand.

Laut verschieden Medienberichten, war auch in diesem Jahr, wie eigentlich in allen anderen Jahren auch, das Weihnachtsgeschäft ein Knaller. Dies hört man in jedem Jahr um diese Zeit, damit meistens einige Monate später die Zahlen nach unten wandern. Trotz oder gerade wegen diesem guten Weihnachtsgeschäft gehen die Rabattschlachten ungeahnt hart weiter. Es ist die Rede von bis zu 80 Prozent die möglich sind, da kann man sich, wie oben bereits erwähnt, schon auf die nächste Pleitewelle freuen, die dann niemanden überraschen dürfte. Die ständigen Pleiten deutscher Traditionsunternehmen schlagen natürlich auch wieder weiter negativ durch, weil so dem Markt noch mehr Kaufkraft entzogen wird und die Sozialkassen weiter belastet werden und wie gesagt, scheinbar ist hier nicht nur im Bankensystem einiges kaputt. Ein schönes Beispiel hier für ist, dass nach nur einigen Tagen Winter schon wieder das Streusalz knapp wird und man wohl schon darüber nachdenkt auf der A7 bald nur noch jeweils eine Spur zu räumen. Da fragt man sich natürlich schon, warum oder besser gesagt wofür man hier noch Steuern zahlt? Ob man nun die Wirtschaft oder die Politik nimmt, fällt es einem in diesen Tagen wieder sehr schwer den Medien auch nur ein wenig zu vertrauen, die auch weiterhin oftmals die Parole ausgeben, es sei alles nur halb so schlimm. Man möchte sich auch gar nicht ausmalen, wie es denn dann aussehen würde, wenn es aus Sicht der Medien wirklich schlimm wäre. Würden dann die Banken demnächst das Geld zum Zocken direkt von den Konten ihrer Kunden nehmen und den Menschen nicht mehr über den Staat das Geld aus den Taschen ziehen?

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Medien · Politik · Wirtschaft

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Martina Jäger // 6. Jan 2010 at 15:46

    die macht des geldes liegt an der
    ohnmacht unseres willen,
    der bequemlichkeit,
    der macht der gewohnheit,
    dass wir uns abhängig fühlen,
    es nicht anders uns vorstellen können
    und wir probleme fürchten,
    wenn wir nicht angepasst denken und handeln.

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