fairschreiben

Die Wahrheit des Wortes

fairschreiben header image 2

Das erneute Ende der Krise

13. Januar 2011

Ist es nicht schön, dass manche Themen einfach niemals enden, wie zum Beispiel das Ende der Weltwirtschaftskrise. Kaum hatte man damals alle Szenarien durchgespielt, alle Hilfspaket für die, die diese Krise verursacht hatten auf den Weg gebracht, wurde auch schon alles wieder besser. Natürlich musste auch alles besser werden, denn sonst hätten die Verantwortlichen erklären müssen, welchen Sinn es eigentlich gehabt hatte, genau denen, die gerade ihre völlige Inkompetenz bewiesen hatten, immer weitere Milliarden in den Rachen zu werfen. So nahm bald schon ein spannendes Ritual seinen Lauf und zwar, dass sich ständig wiederholende Ende der Krise auszurufen und dies in verschiedenen Lautstärken und Betonungen. In Europa ganz weit vorne mit dabei, die Bundesrepublik Deutschland, als der Motor in der Europäischen Union (EU). Bei all der Freude, dass die Krise angeblich nicht so schlimm war, bleiben Fragen offen, so auch die, warum eine Krise eigentlich immer wieder endet und was dies über das tatsächliche Ende aussagt?

Die USA in der Schuldenfalle
Meister dieser Krise sind natürlich einmal mehr die USA, die so massiv in der Schuldenfalle saßen und vor allem auch noch immer sitzen, dass eine Zahlungsunfähigkeit eigentlich längst überfällig wäre. Alles begann damals auch in den USA und weltweit brach nachdem Sozialismus und dem Kommunismus auch noch der Kapitalismus, vor allem der in dieser extrem raubtierkapitalistischen Ausprägung, die einem die Globalisierung brachte, zusammen. Natürlich wurde unter anderem auch Deutschland direkt mitgerissen, denn hier hatte man dieser Form des Kapitalismus einfach blind vertraut und fuhr so auch vor die Wand. Die Liste der Opfer ist erschreckend lang und da spricht man noch nicht einmal von den unzähligen persönlichen Opfern und Schicksalen, die diese Krise forderte. Es war die Zeit gekommen in der man hätte einlenken und sich vom Wahn der USA, der sich auch unter dem Hoffnungsträger Barack Obama fortsetzte, abkoppeln müssen. Aber es geschah genau das Gegenteil.

Während die vermeintlichen Experten, die diese Weltwirtschaftskrise hervorgerufen hatten, nun nicht abgestraft wurden, sondern weiterhin mit Vertrauen belohnt wurden, nun gerade auch in den USA weitere Milliarden ausgaben und natürlich auch fleißig weiter ihre Bonifikationen und ähnliches erhielten, litt das Volk ungemein. Hauptgrund hierfür ist bis jetzt vor allem die Arbeitslosigkeit. Spätestens hier hätten die Europäer und allen voran Deutschland beweisen können, dass sie cleverer sind als die USA aber auch hier sucht man bis zum heutigen Tage vergeblich nach abgestraften Tätern dieser Krise, obwohl diese namentlich bekannt sind. In Deutschland ist die Arbeitslosenproblematik nun nicht so massiv, wie zum Beispiel in den USA, was einer der großen Erfolge ist, die man hier so feiert, wobei man übersieht, dass dieser Vorteil in der Realität gar nicht besteht. Hier leiden die Menschen immer mehr unter immer weniger Kapital, welches ihnen zum Leben bleibt, was die Situation am Ende des Tages vergleichbar genauso schlecht macht und eigentlich nicht als Erfolg gefeiert werden kann.

Welche Staaten gehen als erstes in die Pleite?
Während man in den USA die großen Comebacks der Krisengiganten, wie zum Beispiel General Motors (GM), feiert, geht es gerade auch in der Europäischen Union (EU) immer häufiger um die Frage, welche Staaten wohl als erstes in die Pleite gehen, denn lange schon hat die Krise, die schon so oft beendet wurde, ganze Staatshaushalte erwischt. Konnte man bis zu diesem Zeitpunkt oftmals vor allem von einem völligen Versagen der weltweiten, vermeintlichen wirtschaftlichen Elite sprechen, hat sich dieses mittlerweile auf die Politik ausgeweitet, denn die Protagonisten hier beweisen das gleiche Maß an Inkompetenz, wie ihre Kollegen aus der Wirtschaft. Auch an dieser Stelle bot sich wieder eine unbeschreiblich große Chance nachhaltig etwas ins Positive zu verändern aber auch dies geschah nicht und es wurden weitere Milliarden verbrannt und auch hier ist die breite Masse der arbeitenden Bevölkerung wieder das Opfer. Man muss sich einfach nur die Streichlisten ansehen und kommt bald dahinter, wer auch diesmal Opfer und wer Täter ist.

Während man nun also darauf wartet, welcher Staat in der EU zu erst die weiße Fahne in Sachen Finanzen hochhält, gibt es immer weniger Gelder für so wichtige Bereiche, wie zum Beispiel Bildung und Kultur. Auf der anderen Seite ist ausreichend Kapital vorhanden, um weiterhin Bonifikationen auszuzahlen oder dafür das Großkonzerne ihre Mammutprestigeobjekte, wie zum Beispiel Stuttgart 21, auch gegen den Willen des Volkes, durchsetzen können. Schaut man diesen Bereich des Raubtierkapitalismus an, kann man scheinbar wirklich nur von einem Ende der Krise sprechen, wüsste man nur nicht, dass hier am Ende des Tages in den meisten Fällen auch wieder nur das Geld der Steuerzahler mit vollen Händen dem Fenster rausgeschmissen würde. Da ist es an Hohn kaum noch zu überbieten, dass Politiker behaupten die Bevölkerung würde über ihre Verhältnissen leben bzw. bei den Sozialschwächsten von altrömischer Dekadenz spricht. Hier werden die Opfer der Krise zu Tätern gemacht und zwar von genau denen, die all dies zu verantworten haben.

Freude teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • email
  • Facebook
  • Fark
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Twitter


Kategorie: Europa · Gesellschaft · Politik · Wirtschaft

Bis jetzt ohne Kommentar ↓

  • Bisher noch ohne Kommentar - Fang an und sag Deine Meinung

Schreib was dazu