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Die Wahrheit des Wortes

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Das Ende der EU und die Folgen

5. Februar 2010

Erleben wir gerade das Ende der Europäischen Union (EU) in der Form, wie wir sie im Moment noch kennen? Überraschend wäre dies nicht wirklich, schließlich gibt es Wissenschaftler, die genau dies vorhergesagt haben und ein friedlicher Zerfall eines administrativen Bürokratiemonster, welches sich in wichtigen Fakten bis jetzt nicht einigen konnte, wäre da noch eine positive Variante. In diesem Fall reden wir noch nicht von Unruhen oder gar Krieg. Das aktuell größte Problem ist die Finanzlage Griechenlands, der dortige Haushalt steht nun unter strengster Überwachung der EU und es muss massiv eingespart werden. Problem, die Griechen sind jetzt schon so unzufrieden mit der Situation, dass es schon häufiger zu bürgerkriegsähnlichen Zustände kam. Man kann sich vorstellen, was dort passiert, wenn man den Menschen nun erklärt, dass es nur noch eine Devise gibt und zwar sparen, von den Renten bis ins Gesundheitssystem.

Ein nationaler Fleischwolf
Es gibt ein Plakat der slowenischen Band `Laibach`, dieses zeigt eine Weltkugel die durch einen Fleischwolf mit der Aufschrift `National` gedreht wird. Dieses Bild könnte noch Symbolcharakter bekommen. Griechenland ist nicht das einzige Land in der EU, welches massive Probleme hat, es geht von Irland bis nach Ungarn. Straßenschlachten gibt es von Frankreich bis ins Baltikum, ein friedliches und zufriedenes Zusammenleben sieht irgendwie anders aus. Es zeigt sich immer mehr, dass hier die Pläne einer kleinen Elite zu weit weg von der Bevölkerung geschmiedet wurden und dies gilt von der Wirtschaft bis in die Politik. Immer mehr Menschen verabschieden sich vom völlig übertriebenen Konsumwahn und die Wahlbeteiligungen sinken schon seit langer Zeit immer massiver, was die oft beschworenen Mehrheiten immer weiter relativiert. Nachdem die Globalisierung eine riesige Blase gefüllt hatte, die nach unten aufplatze, füllt sich diese im Moment an gewissen Stellen wieder. Trotzdem ist das gesamte System in der Tiefe erschüttert worden und man muss schauen, ob die Folgen jemals repariert werden können.

Man muss akzeptieren, dass nicht nur der Kommunismus, wie auch der Sozialismus gescheitert sind, sondern auch die Form des Kapitalismus, der in diesen Tagen mit seinen Auswüchsen zu einem immer weiteren Auseinandergehen der Schere zwischen den Armen und den Reichen führt. Leben heißt Fortschritt und damit ist natürlich auch immer Veränderung verbunden und dies ist mehr als die einfache Botschaft dessen, was man in seinem täglichen Horoskop findet aber hier scheint die Gesellschaft und die Politik nicht nur dem technischen Fortschritt hinterher zu laufen. Die Globalisierung ist tot. Es funktioniert weder im Kontext der Wirtschaft, noch in kulturellen Belangen. Es mag sein, dass es eine globale kulturelle Zukunft geben mag aber wie die Migrationsprobleme in Deutschland und der Umgang mit diesen zeigen, ist die Geschwindigkeit definitiv die falsche. Was ist nun die Folge, wenn man die Anzeichen dieses Zerfalls ignoriert und weiter macht wie bisher? Die Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft wird wahrscheinlich immer mehr anwachsen, da die Menschen sich immer machtloser fühlen, eine gewisse Anarchie auf Seiten der Politik und Wirtschaft sehen und sich dann mit ihrer eigenen Art der Anarchie wehren werden.

Die Geister Vergangenheit müssen abgeschüttelt werden
Man könnte nun noch Seitenweise darüber philosophieren, wie der scheinbar unaufhaltsame Zerfall der EU und des globalisierten Systems sich auf die Gesellschaft in Europa und dem Rest der Welt auswirken wird aber was würde es bringen. Was würde eine wirtschaftliche Analyse der Wiedereinführung der DM nach der Loslösung aus dem Euroraum dem Individuum bringen, außer das es weiter bei dem Fixpunkt Geldwert und Kapitalismus bleibt. Vielleicht wäre es sinnvoller einen gewissen nationalen Gedanken wieder mehr in den Vordergrund zu stellen. Man hört schon das raunen in der Leserschaft. National? Gerade dieses Wort ist in Deutschland so negativ belastet, dass man schon Angst haben muss es zu tippen. Es geht bei dieser These aber nicht um die negative Form des nationalen Denkens, wie es in der dunkelsten deutschen Vergangenheit vorkam, sondern um eine neues nationales Denken, in dem vor allem die Freiheit und die Gleichheit der Menschen im Vordergrund steht. Denn genau dies scheint in der globalisierten Welt der Gegenwart nicht mehr möglich zu sein.

Die Bundesrepublik Deutschland scheint aber genau dies verhindern zu wollen. Es hat den Anschein als versuche man alles, um den größten Bevölkerungsanteil in der EU bestens zu kontrollieren, da nimmt man es auch in Kauf Daten-CD als Hehlerware zu erwerben, die eigentlich vor keinem rechtsstaatlichen Gericht als Beweismittel anerkannt werden dürften. Man plant aber auch noch weiterzugehen und bald schon sollen Minderjährige von Seiten des Staates dazu animiert werden, illegal Alkohol zu erwerben, um dann die Verkäufer zu bestrafen. Bei alldem scheint übrigens der pädagogische Effekt weit hinter den finanziellen Einnahmen zu stehen. Ein schöner Plan, man erlangt auf fragwürdige Weise noch mehr Kontrolle und füllt zu gleich die leergeplünderten Staatskassen. Über die Fakten, die ein ehemaliger Bundesinnenminister und heutiger Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) schaffen wollte oder zum Teil auch schon geschaffen hat, ganz zu schweigen. Nur am Rande sei erwähnt, dass dieser Mann, dem Recht und Ordnung immer so wichtig waren, im Moment offensichtlich kein Problem mit dem Ankauf von Hehlerware durch die BRD hat. Man sieht an diesen Zeilen, dass es in diesen Tagen umso wichtiger ist sich auch in Deutschland für den Erhalt von Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit einzusetzen.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Politik · Wirtschaft

Bis jetzt 5 Kommentare ↓

  • 1 Andrea Bondi // 5. Feb 2010 at 10:34

    Na also, es wird ja langsam! Schauen wir mal nach Island – durch den kompletten Staatsbankrott in Island, haben die Isländer sich wieder ihrer eigenen Stärken besonnen. Sie kaufen die Nahrungsmittel, die sie selbst herstellen, weil die Importierten nicht mehr finanzierbar sind! Der vollkommen irre Konsumterror prallt mittlerweile an ihnen ab! Toll!!!!! Möbelherstellung, Textilien etc. werden nun wieder im Lande hergestellt! Und was passiert? Plötzlich gibt es wieder mehr Arbeitsplätze, mehr Selbstbewusstsein, mehr Zusammenhalt…… Ist doch ein sehr positives Fallbeispiel, wie mach sich selbst am Schopf aus dem Sumpf ziehen kann!
    Ich finde das sehr positiv und einen ganz wichtigen Schritt in die richtige Richtung!

  • 2 Luigi // 7. Feb 2010 at 07:01

    Geh aus meinem Kopp raus! Wie hast du das geschafft meine wirren Gedanken in einen geordneten Text zu pressen?

    Klasse Artikel! Ich denke das es in nicht allzu ferner Zeit sowas wie einen Aufstand geben wird. Lange wird die träge Herde Kühe sich diesen Mist, der in Berlin, Brüssel und anderen Zentren des Machtmißbrauchs verzapft wird nicht mehr dulden und für Veränderung sorgen.

    Hoffentlich gewaltfrei!

  • 3 lolimsde // 10. Jun 2010 at 19:08

    Schluss mit dem Konsumterror!!

    Leute, am besten alle 2 Jahre ne neue Glotze,alle 3 Jahre ein neues Auto, usw………….

    Am schlimmsten ist der EU Wasserkopf,wer braucht die Politiker????

    Die Kluft zwischen arm und reich wird zusehends grösser,nicht nur in Deutschland,sondern

    in der gesamten EU!

  • 4 Wilhelm Tell // 2. Sep 2010 at 10:42

    Aufruf an die Bürger der EU !

    Kämpft für die direkte Demokratie
    und entscheidet selbst…

    Demos = Volk
    Kratie = Macht

    Schaut auf die Schweiz… wie’s funktioniert! ;-)

  • 5 TomDerPhilosoph // 25. Apr 2012 at 13:10

    Das Ende der EU erhoffe ich mir auch, aber ich befürchte die Bundesregierung wird uns noch lange am Tropf dahin vegetieren lassen. Deutschland ist als Exportnation ein EURO-Gewinner. Daher sieht unsere Wirtschaft noch besser aus, als sie in Wirklichkeit ist. Einen Vorteil davon haben nur die exportierenden Konzerne, da die arbeitenden Bürger den Euro-Verliererstaaten nun ständig mit ihren Steuern unter die Arme greifen müssen. Die exportiereden Konzerne haben aber leider einen mächtigen Einfluß auf unsere Regierenden.

    Der EU Slogan hieß einmal: “In Vielfalt geeint.”

    Vielfalt und Konkurrenz waren immer der Motor des Fortschritts. Als Vielfalt wird in der EU aber nur noch eine möglichst bunte Mischung aller Ethnien betrachtet, die auf engstem Raum zusammen leben und ihre kulturellen Eigenarten gegenseitig einschränken. Der Rest ist sozialistische Einfalt. Wenn wir es mit dem EU Slogan ernst nehmen, dann müssen wir in ein Zweckbündnis aus Nationalstaaten zerfallen. Durch die unterschiedlichen Wirtschaftssysteme gehören dazu auch unterschiedliche Währungssysteme.

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