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Die Wahrheit des Wortes

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Das Ende der Bankenkrise

23. Oktober 2008

Langsam aber sicher endet die Bankenkrise, dies ist überall zu spüren. Glaubt man kaum, ist aber so. Denn auch die letzten haben begriffen, dass es realistisch betrachtet schon seit langer Zeit keine reine Bankenkrise mehr ist. Langsam ging man zu dem Begriff Finanzkrise über aber auch hier zeigen die Lügengerüste langsam Risse auf und mehr und mehr versteht man, dass es sich um eine handfeste Wirtschaftskrise handelt. Also nehmen wir nun Abschied von der Finanzkrise und begrüßen die Wirtschaftskrise. Da sich auch diese, wie es sich in einer globalisierten Welt gehört, fast schon rund um den Erdball ausgebreitet hat, reden wir von einer Weltwirtschaftskrise. Natürlich gibt es genug Experten, die diese Aussage verleugnen aber diese Menschen haben auch schon vor Monaten immer wieder das Ende der Bankenkrise hervorgesagt.

Frau Merkel bildet sich in China fort

Opel verlängert immer wieder den Produktionsstopp in Deutschland. Erste mittelständische Firmen gehen in die Pleite, da sie nicht mehr ausreichend mit Krediten versorgt werden. In Tokyo schließt ein Hotel in der Innenstadt, da eine Tochter der Lehman Brothers der einzige Geldgeber war. Aber dies möchte man uns dann natürlich alles als Einzelfälle verkaufen und nicht von einer Weltwirtschaftskrise sprechen. Irgendwann in naher Zukunft wird es dann wieder schmerzhaft werden, denn es zeichnen sich dieselben Faktoren ab, wie wir sie aus der Bankenkrise kennen. Auch hier wurde so lange gelogen, bis es wirklich gar nicht mehr anders ging. Nehmen wir das Beispiel der BayernLB. Experten, die in solchen Krisenzeiten wie Pilze aus dem Boden schießen, gingen noch vor Wochenstart von einem Bedarf von einer bis zu drei Milliarden Euro aus. Fakt ist, im gesamten sprechen wir nun von weit über sechs Milliarden Euro Bedarf und niemand weiß ob diese Summe ausreicht.

Bei Opel gibt es einen ebenso spannenden Verlauf, war der erste Produktionsstopp noch ein länger geplanter Schritt, werden die Intervalle, in denen die Arbeit nun ausgesetzt wird immer kürzer. Dies ist natürlich ein klarere Beweis dafür, wie dramatisch sich die Situation ins Negative bewegt. Frau Bundeskanzlerin Merkel (CDU) hat sich, nachdem sie sich gestern immerhin zwei Stunden Zeit für den Bildungsgipfel genommen hatte, heute erst ein Mal für drei Tage nach China aufgemacht. Nicht nur das hier bewiesen wird, welchen Stellenwert der Hauptrohstoff, wie Bildung mittlerweile gerne in Deutschland genannt wird, für die Bundesregierung hat, zeigt es auch sehr schön die Sorge der Regierung. Denn da der Wohlstand in Deutschland sehr stark abhängig von Staaten wie China und Indien ist, möchte man natürlich auch in diesem Bereich bestens informiert sein. Auf eine Verbesserung der Binnenkonjunktur hinzuarbeiten, ist da offensichtlich eher zweitrangig.

Deutschland endlich wieder Spitze

Die OECD hat nun auch noch ein Mal die Ergebnisse der Agenda 2010 von Gerhard Schröder (SPD) statistisch aufbereitet. Dies bedeutet, dass die Lücke zwischen Armut und Reichtum nirgendwo anders in den OECD-Staaten so groß ist und so schnell wächst, wie in Deutschland. Dies bedeutet, wir müssen dieses Ranking nur ein Mal herumdrehen und schon ist Deutschland wieder ganz vorne. Kommentare der politischen Erben Schröders (SPD), die diesen sozialen Kahlschlag weiter vorantreiben wollen, sind bis zur Stunde nicht bekannt. Man darf wohl davon ausgehen, dass die Herren Franz Müntefering (SPD) und Frank-Walter Steinmeier (SPD) der Zeit auch wichtigeres zu tun haben. Aber was kann wichtiger sein als das Wohlergehen der Gesellschaft? Diese Frage werden wir wohl auf die Schnelle nicht geklärt bekommen. Ob die gerade benannten Herren überhaupt noch ihre Positionen innehaben, wenn die Wirtschaftskrise Deutschland voll erwischt hat, darf bei dem Wechseltempo bei der SPD-Führung so oder so erst ein Mal in Frage gestellt werden.

Man sieht, der Zustand in diesem Land verschlechtert sich in einem immer schneller werdenden Maß und dies ist, wie zum Beispiel die genannte OECD-Studie belegt, auch nicht einen Art pessimistischer Ausblick, sondern eine Faktenbezogene Analyse der Situation Deutschlands. Über diese Fakten kann man auch nicht mehr hinweg täuschen, in dem man anstatt von Rezession, einfach nur von einer konjunkturellen Delle spricht. Da bekommt die deutsche Regierung gerade die Fakten über die, über die Maßen, ansteigende Kinderarmut in Deutschland aber schwerwiegende Auswirkungen auf die Politik bewirkt dies nicht. Stattdessen schöpfen wir, im Land der Dichter und Denker, ganz neue Begriffe, wie zum Beispiel `demografische Rendite`. Auch ein Begriff mit dem man aus negativen Fakten, etwas Positives erschafft. Man verkauft uns die Vorteile des Geburtenrückgangs. Denn der führt durch weniger Schüler, zum Beispiel zu leereren Klassenzimmern. Man sieht wie in Deutschland Rendite berechnet wird, einfach alles Negative ausblenden und schon passt das Ergebnis. Denn was der demografische Effekt, gerade auch für das Rentensystem etc. bedeutet, dürfte jedem klar sein und wird uns wohl zukünftig als `demografische Negativrendite`, als etwas furchtbar positives verkauft. So können wir immerhin mit einem zufriedenen Lächeln untergehen.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Politik · Wirtschaft

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Frederik // 27. Okt 2009 at 20:10

    Hallo!
    Ich möchte mich kurz mal zum Thema äußern.
    Der demographische Effekt (Geburtenrückgang) ist in unserer derzeitigen Situation sicher wirklich nicht das Hauptproblem. Weil: Immer mehr Schüler sind nach Abschluss der (immer noch so genannten) Schul”bildung” nicht ausbildungsfähig, weil sie in der Schule und auch zu Hause nichts mitbekommen haben. Sie sind dann als künftige ALG II Empfänger für die Gesellschaft genauso nützlich wie Rentner, nur mit dem großen Unterschied, dass sie auf Grund ihres übersteigerten Anspruchsdenken viel mehr Probleme in Hinsicht Kriminalität machen und, ganz besonders natürlich im Gegensatz zu unseren “unverschämt gesunden Alten” (wie unsere Pensionäre gelegentlich von jungen und dynamischen Funktionären der Jungen Union, den selbsternannten “künftigen Leistungsträgern” manchmal genannt werden) niemals etwas für diese Gesellschaft geleistet haben! Sie werden also für die Wirtschaft nutzlos sein und unsere Rente nicht finanzieren!!! Sie sind max. in der Bundeswehr als Söldner einsetzbar, aber das schafft ja nicht wirklich Werte, die bei der Rentenfinanzierung oder bei der Verbesserung des Steueraufkommens helfen. Wohl eher im Gegenteil.

    Viele Grüße!

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