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Die Wahrheit des Wortes

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Damals war alles besser…

19. Mai 2010

…nur nicht das Wetter. Dieser Mai war bislang so kalt, dass sich selbst der Spargel bis jetzt nur selten aus dem Boden traute, was natürlich im Moment zu ziemlich saftigen Preisen führt. Es ist aber auch tatsächlich richtig kalt, denn so kalt wie es im Moment bis Mitte Mai war, war es zu letzt vor 15 Jahren und es bestehen sogar noch Chancen, die wohl keiner nutzen möchte, dass es der kälteste Mai seit 20 Jahren wird. Solche Wetterwerte sind natürlich für die Redaktion hier in Köln wieder ein guter Anlass, um das Thema Erderwärmung aufzugreifen, von dem man ansonsten im Moment eher kaum etwas hört. Aber es ist natürlich auch noch einmal ein guter Grund einige Zeilen über die Wetterfrösche der Nation zu verlieren, wobei es um den bekanntesten unter ihnen, Jörg Kachelmann, schon seit einigen Wochen sehr ruhig geworden ist und mit diesem Thema wollen wir auch beginnen.

Der Wetterfrosch an sich
Wenn man an Wetterfrösche denkt, also an die Menschen die einem jeden Tag das Wetter präsentieren, denkt man an den perfekten Schwiegersohn, wie zum Beispiel Jörg Kachelmann oder aber an passende weibliche Gegenstücke. Nun ist dieses Bild vor einigen Wochen schwer erschüttert worden, als Kachelmann bei der Einreise nach Deutschland wegen dem Verdacht der Vergewaltigung verhaftet wurde. Seitdem geht es eigentlich nur noch um Gerüchte in dieser Sache aus denen man sich hier in der Redaktion heraus gehalten hat. Fakt ist nur, dass Jörg Kachelmann doch für einen Prominenten, seine Unschuld an dieser Stelle vorausgesetzt, verdammt lange in Untersuchungshaft sitz, was weiteren Spekulationen natürlich wieder Tür und Tor öffnen wird. Aber in diesem Artikel soll es nun wirklich nicht um das Privatleben einiger, mehr oder minder prominenter Zeitgenosse gehen, sondern viel mehr um das Wetter selbst und vor allem um die Frage, warum es im Kontext der Erderwärmung so ruhig geworden ist.

Hier in der Redaktion in Köln erinnert man sich noch genau an einige Fakten, wie zum Beispiel einen Sommer 2009, der nicht wirklich als angenehmer Sommer durchging, was auch damals die Prediger der Erderwärmung, deren Aussagen oftmals natürlich vor allem neue Märkte im Bereich erneuerbarer Energien unterstützen, erst einmal verstummen ließ. Dann kam der Herbst und es gab einen sehr frühen und auch recht massiven Kälteeinbruch und so paradox es nun klingen mag, war die Erderwärmung plötzlich wieder ein Thema. Denn es gab doch einige, so genannte Wetterexperte und ähnliche, die prognostizierten, dass dies für einen überaus milden Winter sprechen würde, der dann natürlich wieder ins Thema Erderwärmung passen würde. Man kann davon ausgehen, dass man den Winter 2009 / 2010 niemanden der in Deutschland lebt oder im benannten Zeitraum im Bundesgebiet war, als zu warm verkauft bekommt, denn es war ein langer und ein harter Winter. Schon bald war auch von all dem nichts mehr zu hören. Auch der Frühling hatte bislang nicht wirklich viel im Kontext der Erderwärmung zu bieten und eben vor allem nicht der Mai.

Der Eyjafjallajökull lässt die Welt kalt werden
Im Frühjahr diesen Jahres gab es auch viele große Wolken über Europa, darunter auch eine Aschewolke bzw. waren es letztendlich schon mehr als eine Aschewolke, die immer wieder für Chaos sorgten. Um nun gleich für ein Wetterchaos oder einen plötzlichen, massiven Temperatursturz zu sorgen, reichte das was der Eyjafjallajökull auf Island ausspukte nicht aus, allerdings reichte es für ein ordentliches Chaos im Flugverkehr. Trotzdem versuchten einige, der so genannten Experten auch hier gleich eine gewisse Abkühlung hineinzuinterpretieren. Dies wäre immerhin eine Erklärung, warum es nun bis auf einige wenige Ausnahmen, trotz der immer wieder zelebrierten Erderwärmung, seit gut einem Jahr doch die meiste Zeit eher zu kalt war. Dies großartige Theorie, die schon dafür sorgen könnte, dass man bald Politikern mehr Glauben schenkt, als manch Wetterfrosch, hat nur einen Haken, man kann mit einer Aschewolke aus dem Frühjahr 2010 so schlecht den Winter zuvor bzw. den Sommer des Vorjahres erklären. Es scheint sich bei all diesem Meldungen, gerade im Zusammenhang mit der von Menschenhand gemachten Erderwärmung, doch eher um lobbyistisch gesteuerte Aussagen zu handeln, anders kann man all dies wirklich nicht mehr erklären.

Man muss sich beim Thema Erderwärmung und Klimawandel immer auch ein weiteres kleines Detail vor Augen halten und das ist die Frage, wie all dies zustande kommt. Klimawandel und Erderwärmung sind Fakten die es auf dieser Erde schon immer gab. Die Frage muss sich daher viel mehr mit den Ursachen und auch mit der Anteiligkeit des Menschen beschäftigen, denn immer mehr Experten behaupten mittlerweile, dass die Erde sich wieder in einem Abkühlungsprozess befindet und das würde zu mindestens die nun schon seit fast einem Jahr anhaltenden, kälteren Temperaturen erklären. Allerdings, wenn man ehrlich ist, hilft einem dies persönlich auch nicht weiter. Was dieser Artikel einfach nur sagen will ist, dass Umweltschutz natürlich ein sehr wichtiges Thema ist aber auch zu berücksichtigen ist, dass blinder Aktionismus am Ende des Tages auch niemandem weiterhilft. Nur weil man im schönen Mainfranken vor einigen Jahren noch im T-Shirt über den Weihnachtsmarkt laufen konnte, heißt dies nicht, dass nun gleich keiner mehr ein konventionelles Fahrzeug fahren darf und alle auf Elektroautos umsteigen müssen, die dann nach 100 Kilometer mit Strom geladen werden müssen, der dann wahrscheinlich aus Kohlekraftwerken oder besser noch aus längst abgeschriebenen Atomkraftwerken stammt.

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Kategorie: Gesellschaft · Technik · Umwelt · Wirtschaft

Bis jetzt 2 Kommentare ↓

  • 1 Lauren // 19. Mai 2010 at 08:57

    Das mit der Erderwärmung ist so eine Sache. Ich freute mich auch sehr, Erdwärmung, Klimawandel=warme Winter=juchuu. So simpel ist es aber nicht. Genaueres wissen da bestimmt die erwähnten Wetterfrösche, jedenfalls las ich mal auf Wetteronline.de: der Klimawandel bewirkt, dass polare Kaltluft öfter nach Deutschland/Österreich kommt, zugleich die Wärme aus dem Süden näher heranrauscht, die beiden, die sich vorher kaum mal begegneten, treffen aufeinander und bewirken dann den vielen Regen und im Winter den Schnee. Und an all dem wieder ist der El Nino schuld, der sich stärker erwärmt als früher. So in etwa. Erschien mir als Laie halbwegs verständlich wenn auch nicht erfreulich, ich hatte mir eher vorgestellt 4 Monate Winter mit 10° ohne Niederschlag 8 Monate Sonne und Wärme und fertig.

  • 2 w.bader // 21. Mai 2010 at 10:58

    Oh Gott, nein Lauren, nur noch Sommer und warme Naechte. Wo sollen denn sonst die vielen Obdachlosen Menschen in Deutschland schlafen?

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