Club 27 – Erfolgreich über den Tod hinaus
21. August 2012
Amy Winehouse, die große Souldiva, ist nun schon über ein Jahr Tod aber trotzdem ist ihr Erfolg ungebrochen. Die Musikwelt hat sich in den letzten Jahrzehnten noch einmal massiv verändert. Feierte die CD noch einen großen Siegeszug, ist auch ihre Zeit nun fast abgelaufen, spielt sich doch auch in der Musikbranche mittlerweile so gut wie alles im Internet ab. Auf der anderen Seite gibt es aber auch in der heutigen Zeit noch ganz große Stars, die geboren werden und in extremen Fällen, wie eben auch im Fall von Amy Winehouse, plötzlich, wenn auch nicht wirklich überraschend, dem legendären Club 27 angehören. Zum Club 27 gehören all die großen, die wirklich ganz großen Stars, die, meist unter fragwürdigen Umständen, diese Welt im Alter von 27 Jahren verließen. Ein unveränderlicher Fakt, egal, was sich auch sonst im großen Musikzirkus abspielt. Amy Winehouse konnte ihren Ruhm nicht verkraften, was sie mit den anderen Mitgliedern des Club 27 auf fatale Weise verbindet, was diese Stars noch verbindet, ist, dass sie bzw. ihre Musik auch weiterhin Bestand haben und sie weit über ihren Tod hinaus erfolgreich bleiben.
Wie alles begann
In der heutigen Zeit konsumiert man Musik natürlich ganz anders, als noch vor Jahrzehnten und so gewinnen Musikplattformen im Internet, wie zum Beispiel tape.tv, immer mehr an Bedeutung. Es sind genau solche Internetplattformen, an denen auch deutlich wird, wie ungebrochen der Erfolg einer Amy Winehouse bis zum heutigen Tage ist und hier findet man auch den Musikmarkt der Zukunft, denn es geht um mehr, als nur die Hits selbst. Diese Stimme wird einfach unsterblich sein, wie gesagt auch etwas, was man im Club 27 immer wieder findet. Den Grundstein für diesen etwas anderen Club der Musikgeschichte legte Brian Jones, der Mitbegründer der legendären Rolling Stones, er wurde mit 27 Jahren Tod in einem Pool gefunden, um seinen Tod ranken sich viele Gerüchte bis hin zu Mordtheorien. Es ist genau diese Mystik, die auch alle Clubmitglieder verbindet. Brian Jones folgte dann am 18. September 1970 das Gitarrengenie Jimi Hendrix, der nach massivsten Rotweinkonsum auf tragische Weise an seinem Erbrochenen erstickte, was auch wieder zu einer gewissen Legendenbildung führte. Nur ein paar Wochen später, am 4. Oktober 1970, sollte die erste Frau in diesen Club eintreten, an diesem Tag wurde die großartige US-Sängerin und Songwriterin Janis Joplin, nach einer Überdosis Heroin, tot in Los Angeles aufgefunden.
Von Generation zu Generation
Somit waren in kürzester Zeit eine große Anzahl absolut begnadeter Stars verstorben und damit natürlich auch ein großes Stück Kultur. Es sollte aber noch weitergehen, denn auf den Tag genau zwei Jahre nachdem mysteriösen Ableben von Brian Jones, starb am 3. Juli 1971, auch wieder im im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen, der Frontmann der Doors in Paris. Jim Morrison sollte dann auch erst einmal für etwas mehr als zwei Jahrzehnte das letzte Mitglied dieses Club 27 werden. 1994 erschoss sich dann Kurt Cobain in seinem Haus unter dem Einfluss von Heroin. Sein Abschiedsbrief endete sinngemäß mit den Worten, dass es besser sei auszubrennen, als einfach so zu verschwinden, was zum Credo des Club 27, schnell zu leben, hart zu lieben und früh zu sterben, natürlich bestens passt. Der Gitarrist und Frontmann der Kultband Nirvana war natürlich das Mitglied einer völlig anderen Generation in diesem Club und scheinbar hat jede Generation ihre Mitglieder dort. Dieser tragischen These folgend, ist es auch nur natürlich, dass Amy Winehouse auch wieder einer anderen Generation angehört, auch wenn ihre Hits natürlich generationsübergreifend die Menschen auch in diesen Tagen noch berühren. Ihre großartigen Songs werden bleiben und dies ist wahrscheinlich das Positive, sowohl für den Musikzirkus selbst, wie auch für die viel zu früh gegangenen Protagonisten.
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Bis jetzt 1 Kommentar ↓
1 Art for Europe » Delta Machine // 4. Apr 2013 at 14:36
[...] Es wirkt ein wenig so, als stünde die Tour mehr im Vordergrund, was wahrscheinlich den Verschiebungsprozessen in der Musikwelt ganz allgemein geschuldet ist. Wenn man allerdings kurz von den Äußerlichkeiten absieht, [...]
Schreib was dazu