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Die Wahrheit des Wortes

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Christlicher Liberalismus

25. Januar 2010

Nachdem das Soziale in Deutschland mehr und mehr mit Erfolg ausgerottet wird, was wohl auch den Niedergang der SPD erklärt, der mit dem Wahlergebnis bei den Bundestagswahlen im Herbst letzten Jahres wohl den vorläufigen Höhepunkt erreicht hat, steht nun ein neues Konzept auf der politischen Agenda in Deutschland. Nun gut, wirklich neu ist eine christlich-liberale Regierungsform in Deutschland nun auch nicht aber in diesen Tagen wird doch gerne so getan, als wäre es etwas völlig Neues. Christentum, Freiheit alles Dinge die in Deutschland allerdings auch schon seit längerem scheinbar kurz vor dem inhaltlichen Bankrott stehen. Da stellt sich natürlich auch hier die Frage, wie lange dies gut gehen mag und vor allem was danach kommen soll bzw. was, außer von der Wirtschaft geplünderter Kassen, bleiben soll. Man übersieht vielfach, dass es bei all diesem Chaos, welches in diesem Land scheinbar herrscht, schon eine ganz klare Systematik gibt. Es braucht nicht viel, um den roten Faden der sich hier durchzieht klar zu erkennen.

Gott und die Freiheit
Nachdem die SPD sich mit der Agenda 2010 scheinbar gänzlich von wichtigen, sozialen Strukturen verabschiedet hat und das unter dem Vorwand, dass es 2010 allen Menschen in Deutschland besser gehen sollte, wonach es im Moment nicht wirklich aussieht, muss man dies wohl mit den blühenden Landschaften eines Helmut Kohl (CDU) vergleichen. Immer wieder wird von der Gesellschaft mehr gefordert unter dem Vorwand, dass es ihnen dafür in der Zukunft besser geht, dies zeigte die Politik des gerade genannten Altkanzlers Helmut Kohl (CDU), wie auch die des Ex-Kanzlers Gerhard Schröder (SPD). Mehrbelastungen wurden immer Realität, die nachhaltigen Verbesserungen für die Gesellschaft sucht man allerdings bis zum heutigen Tage oftmals vergeblich. Ganz im Gegensatz zu den schlechter gestellten Menschen im Land, kann man von den vermeintlichen Eliten in diesem Land nicht behaupten, dass sich ihre Situation in den letzten Jahren massiv verschlechtert hätte. Die Wirtschaft scheint ihren Weg unaufhaltsam mit immer neuen Geschäftsmodellen für immer mehr Bonifikationen zu gehen. Aber es geht im Leben nicht nur um Geld aber auch glaubenstechnisch hat sich einiges in diesem christlich geprägten Land verändert, denn immer mehr Menschen finden scheinbar auch keine Antwort mehr bei Gott, was natürlich den Mitgliederschwund bei den Kirchen erklärt.

Man muss aber auch festhalten, dass scheinbar gerade auch die beiden großen Kirchen in Deutschland immer häufiger auf Lösungsansätze für große Probleme verzichten, was natürlich nicht befriedigend für die Menschen ist, die nach Antworten suchen. Es scheint so, als möchte man sich lieber liebgewonnene Privilegien erhalten, als auf Konfrontationskurs zu gehen. Ein Stil der sich in unserer Gesellschaft immer weiter ausbreitet und vor allem denen dient, die nur die Gewinnmaximierung in raubtierkapitalistische Sichtweise vor Augen haben. So bleibt auch festzuhalten, dass wir natürlich Papst sind aber genau dieser Papst Benedikt XVI. bislang eher blass blieb. Aber über allem sollte eigentlich immer die Freiheit stehen und von liber, dem lateinischen Begriff für frei, leitet sich auch das Liberale, der Liberalismus ab, der in der aktuellen Politik eine so große Rolle spielen soll. Aber was bedeutet Freiheit in unserer heutigen Gesellschaft noch, wenn die Rechte jedes Individuums immer mehr eingeschränkt werden und dies oftmals durch fadenscheinige Argumente, wie zum Beispiel der äußerst mysteriöse Sicherheitszwischenfall am Flughafen München in der letzten Woche, der nun angeblich doch keiner war und wo in den Medien plötzlich wieder Nacktscanner im Gespräch waren und dies obwohl es um einen Laptop ging.

Medien als Meister des Scheins
Der Zwischenfall am Münchener Flughafen war auch wieder ein gutes Indiz dafür, dass die Medien doch oftmals mehr Meister des Scheins, als des Seins zu sein scheinen. Die Nachrichtenlage veränderte sich ständig in einer Weise, wie sie nicht zu dem geschilderten Fall passte, bis am Ende eigentlich gar nichts blieb, außer Angst mit der sich hervorragend ein Nährboden der Panik ausbreiten lässt. Ist erst einmal genügend Angst und Schrecken in einer Gesellschaft verbreitet, kann man auf dieser Basis auch die Freiheit, unter dem Deckmantel eines besseren Schutzes der Bevölkerung, zu Grabe tragen. Natürlich muss man hier anmerken, dass die FDP auf viele Einschränkungen in diesem Bereich keinen direkten Einfluss hatte, da sie zu dem Zeitpunkt, als diese beschlossen wurden, noch in der Opposition war aber im Moment sieht es nicht so aus, als würde ein liberaler Wandel durch dieses Land ziehen. Natürlich geht auch hier wieder ein klarer Vorwurf an die Gesellschaft im allgemeinen, denn so lange man Soaps, Telenovelas und fragwürdige Shows, dem wahren Leben vorzieht und maximal die Schlagzeilen aber scheinbar nicht die Nachrichten dahinter wahrnimmt, können die Strippenzieher im Hintergrund natürlich ihre Welt so gestalten, wie es für sie die besten Profite abwirft.

Der Vorwurf an die Medien ist bekannt und lässt sich mit dem gegen die Kirchen vergleichen, überschreite man ein gesundes Maß an Kritik, ist vielleicht sogar auch noch unbequem, streicht das System einem die Privilegien und wer möchte die schon verlieren? Wo all das hinführt hat Deutschland in seiner Geschichte schon einmal erlebt, deshalb wird auch an der Oberfläche überall gemahnt und immer wieder darauf hingewiesen, dass Geschichte sich nicht wiederholen darf und wie schrecklich dieses dunkle Kapitel deutscher Geschichte doch war. Dies ist auch alles unbestritten, schützt nur scheinbar nicht davor die selben Fehler erneut zu begehen. Eine schwache Politik, und die haben wir in Deutschland seit Jahren, die sich scheinbar gerade auch nicht gegen den Einfluss vermeintlicher Experten und Eliten wehren kann oder will, ist das beste Fundament für die Verbreitung radikaler Strömungen und Ideen. Man muss verstehen, dass es nicht der Weg sein kann, dass man in Deutschland, oder sonst irgendwo in Europa, nach der sozialen Komponente, nun auch noch das christliche, vor allem aber auch nicht das Liberale aufgibt. Der Weg muss viel mehr in die andere Richtung weisen und das Soziale wieder zurück erkämpft werden, denn nur dies ist der Weg in ein menschenwürdigeres Leben, als es momentan weit verbreitet ist.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Politik · Wirtschaft

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