fairschreiben

Die Wahrheit des Wortes

fairschreiben header image 2

CDU Parteitag in Stuttgart-Der Wahnsinn geht weiter

2. Dezember 2008

Vom 30.November 2008 bis zum heutigen Tag findet in der Stuttgarter Messe der 22. Parteitag der CDU Deutschlands statt. Ein für die Öffentlichkeit, aber gerade auch für die innere Stärke der CDU und ihrer Vorsitzenden Angela Merkel (CDU), wichtiges Ergebnis ist, dass sie mit 94,83 Prozent wieder gewählt wurde. Ansonsten sieht es aber politisch bei der CDU genauso kritisch aus, wie in der restlichen politischen Landschaft in der Republik auch. Denn das Thema Steuersenkung scheint nun auch mehr und mehr die Union zu spalten. Die Weltwirtschaftskrise ist schon lange auch in Deutschland angekommen aber trotzdem wird hier zum Teil so getan, als sei nichts geschehen. Die Frage die erst ein Mal offen bleibt ist, steckt da ein System hinter oder ist es einfach nur politisches bzw. wirtschaftliches Unvermögen der Verantwortlichen?

USA seit 2007 in der Rezession

Krisen werden gerne unter den Teppich gekehrt bzw. versucht man sie auszusitzen. Dieses Gefühl bekommt man gerade auch wenn man sich anschaut, dass es nun plötzlich heißt, dass die USA schon seit Dezember 2007 in der Rezession stecken, also genau seit einem Jahr. Man soll nun wohl glauben, dass solch wichtige Indikatoren nur ein Mal im Jahr gemessen werden. Viel nahe liegender ist da die Vermutung, dass Regierungen solche Negativschlagzeilen gerne zurückhalten um die Bevölkerung nicht zu verunsichern. Eine Verunsicherung der Bevölkerung, würde unter dem Strich nämlich zu einer weiteren Eintrübung der Konsumlaune führen, also zu noch mehr Abschwung. Wie man an dem genannten Beispiel sieht, ist dies allerdings nur eine sehr kurzfristige Lösung, die am Ende zu noch mehr Problemen führt. So etwas sollte nun eigentlich für alle anderen Staaten, also auch für die Bundesrepublik Deutschland, eine Warnung sein aber scheinbar ignoriert man auch diese.

Die Weltwirtschaftskrise führt in Deutschland zu immer größeren Schwierigkeiten in der Wirtschaft. Nach den massiven Problemen im Bankensektor und Schlüsselindustrien, wie zum Beispiel  der Chemiebranche, wo mit BASF nun auch ein Gigant der deutschen Wirtschaft erwischt wurde, folgen nun weitere Bereiche und Sektoren. So müssen die Mitarbeiter von Continental in Hannover nun Kurzarbeit machen und die Deutsche Bahn hat laut Medienberichten gut 8.000 Güterwagons auf das Abstellgleis verfrachtet. Schaut man sich dann noch an, dass selbst die Lufthansa wohl Teile ihrer Flotte temporär stilllegt, da keine ausreichende Nachfrage mehr vorhanden ist, kann man sich vorstellen, dass in Deutschland, im Land des Exportweltmeisters wohl bald auch immer mehr Arbeitnehmer auf das Abstellgleis geraten werden. Wer nun meint, dass auf diese Fakten von politischer Seite angemessen reagiert wird, liegt daneben.

Das grandiose Weihnachtsgeschäft

Das man in einer Weltwirtschaftskrise, die übrigens auch da ist wenn man sie krampfhaft versucht zu verleugnen oder zu ignorieren, mit Exporten keine Blumentöpfe gewinnen kann, dürfte mittlerweile auch in der Großen Koalition in Berlin angekommen sein. Anstatt aber nun, zum Beispiel nachdem britischen Vorbild, die Mehrwertsteuer zu senken um die Binnenkonjunktur anzukurbeln, macht man weiter wie bisher und beruft sich immer wieder darauf nicht überhastet reagieren zu wollen. Merkwürdigerweise waren diese Gedanken im Kontext zum Bankenrettungspaket ganz und gar nicht vorhanden. Die Aussage der der Kanzlerin Merkel (CDU) sich um ein nachhaltiges Steuersenkungspaket zu kümmern, was eben Zeit benötige, ist der pure Hohn. Frau Merkel (CDU) und ihre Berliner Freunde hatten über drei Jahre Zeit daran zu arbeiten aber scheinbar, und das muss man solchen Aussagen entnehmen, hat man dies verschlafen.

Gebetsmühlenartig wird auch, wie jedes Jahr um diese Zeit, der Bevölkerung über die Medien suggeriert wie gut das Weihnachtsgeschäft läuft. Mal sehen ob es überraschenderweise zum Ende hin, wie so oft, wieder völlig einbricht. Es scheint als würden diese vorweihnachtlichen Schönfärbereien gezielt vorgenommen, ganz nachdem Motto: `Schau an, alle anderen geben Geld aus und kurbeln die Binnenkonjunktur an, also musst auch DU einkaufen gehen`. Auch ein Versuch die Binnenkonjunktur anzukurbeln, auch wenn dieser in den letzten Jahren immer wieder schief gelaufen ist. Am 05.Januar 2009 trifft sich der Koalitionsausschuss in Berlin, vielleicht gibt es dann doch noch eine Steuersenkung und die Feststellung, dass man dann, im Gegensatz zum Beispiel zu den Briten, dass Weihnachtsgeschäft verpasst hat. Man hätte dann aber natürlich auch den Beweis, dass Steuersenkungen zu nichts führen. Man kann nur hoffen, dass trotz oder gerade wegen der Weltwirtschaftskrise bei den Wahlen im Herbst 2009 diesem wirtschaftlichen Amoklauf, zu Gunsten der Global Player und zu Lasten des Bürgers und Mittelstandes, ein Ende gemacht wird.

Freude teilen: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • MisterWong
  • Y!GG
  • Webnews
  • Digg
  • email
  • Facebook
  • Fark
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • LinkedIn
  • Twitter


Kategorie: Europa · Gesellschaft · Politik · Wirtschaft

Bis jetzt ohne Kommentar ↓

  • Bisher noch ohne Kommentar - Fang an und sag Deine Meinung

Schreib was dazu