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Die Wahrheit des Wortes

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Bundestagswahl 2017 – Es gab kein Beben

26. September 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Der Wahlabend begann gleich mit einer weiteren großen Lüge. So inszenierte man eine große Überraschung über das Wahlergebnis, dabei hatte sich dieses über Jahre angekündigt und man hätte es mit einer Politik, welche für die Mehrheit der Menschen gemacht wird, verhindern können. Da dies ausblieb und man die bekannten Interessen arrogant ignorierte, war das Ergebnis keine Überraschung, sondern nur ein weiterer Hinweis, wo die Entwicklung hinführt, wenn sich nichts verändert. Genau danach sieht es aber leider aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) tat gleich nach der Wahl so, als wäre nichts großartig passiert, was in ihrem Fall letztendlich zum Teil auch zutrifft, kann sie doch mit ihrer falschen Politik fortfahren und hat sich, auch durch die Unterstützung der Medienhelfer, einen idealen Oppositionsführer mit der SPD geschaffen. Damit haben sich die dunkelsten Vermutungen, was den ehemaligen Kanzlerkandidaten Martin Schulz (SPD) und seine Rolle anging, übrigens bestätigt. Erschreckend sind aber auch die Entwicklungen bei der FDP und den Grünen, die nun wohl in eine Koalition mit der Union gezwungen werden sollen. Übrigens eine Konstellation, die nicht nur völlig sinnfrei ist, sondern auch nur mit einem weiteren Verrat an den Wählen möglich werden könnte. Dank der angesprochenen Arroganz und Ignoranz der Dauermachthaber und ihrer wechselnden Steigbügelhalter hat sich das Land schwer verändert und es sollte sich noch am Wahlabend zeigen, wie tiefgreifend es wirklich war.

Fluchtbewegungen bei den systemtreuen Medien
Eine der angesprochenen Veränderungen erlebte man seitdem Wahlabend ganz deutlich in der Medienlandschaft und zwar bei den systemtreuen Medien und dort vor allem beim Staatsfernsehen. Man kann schon von einer gewissen Panik im System sprechen und so zerfleischt man sich dort nun schon gegenseitig, was eben die Politiker und ihre Medienhelfer angeht. Letztere scheinen die Systemtreue ein wenig aufgeben zu wollen, was schon etwas von einer Fluchtbewegung hat, scheint man doch auch dort mit dem Ende des vorherrschenden Systems zu rechnen und möchte nicht mit in den Abgrund gerissen werden. Allgemein ist die Tonart auch auf dieser Ebene wesentlich aggressiver geworden. Aber noch einmal kurz zurück zur FDP und den Grünen, also den wahrscheinlichsten Koalitionspartnern der Union. Sieht man von den internen Problemen bei der Union ab, die ein gemeinsames Regieren eigentlich schon unmöglich machen, erinnert das Verhalten der FDP im Moment massiv an ihr Vorgehen in Nordrhein-Westfalen, was natürlich auch an Christian Lindner (FDP) liegt. Er suggeriert jetzt wieder eine gewisse Distanz zur Macht, in Düsseldorf tat er dies auch schon, um dann in Windeseile in die Koalition mit der CDU einzutreten. Eine gewisse Machtgier sollte man an dieser Stelle nicht unterschätzen. Erschreckend ist in diesem Kontext, dass es in Deutschland ausreicht Köpfe auszutauschen, die Politik aber weitestgehend fortgeführt werden kann und man so direkt wieder in den Bundestag einziehen kann. Zu den Grünen kann man nur sagen, dass sie sich nicht nur auf der Ebene des Christlichen allgemein zu einem Teil des Systems haben machen lassen, womit auch dort eine Regierungsbeteiligung nicht überraschend wäre. Da passt es auch, dass ganz offensichtlich bei dieser Partei einfach alles verhandelbar scheint. Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, sollte es zu dieser Koalition kommen, werden die Probleme, über die man sich aktuell so schockiert zeigt, noch mehr anwachsen. Dies gilt selbstverständlich auch für den Fall, dass die SPD sich zur Rettung der Macht umentscheidet und doch noch an die Seite der Rautenkönigin zurückkehren sollte.

Was hat sich eigentlich verändert?
Am Wahlabend war die große Veränderung das Thema, es war gar von tektonischen Verschiebungen die Rede. Ein wirklich großartiger Versuch davon abzulenken, dass Bundeskanzlerin Merkel (CDU) weitermachen kann, wie sie es in zwölf Jahren schon tat und wieder darauf hinwies, dass die Fehler aus dieser Zeit, Stichwort Digitalisierung, nun endlich angegangen werden müssten. Wie hier bereits erläutert, hat der Ex-Kanzlerkandidat die SPD sehr geschickt zur Oppositionsführerin gemacht, dass er nun ausgerechnet Andrea Nahles (SPD), die so sehr für die jüngste Rodung des Sozialstaates verantwortlich ist, zur Oppositionsführerin machen will, zeigt, was dort für ein falsches Spiel geplant wird. Der Ruf des Volkes nach einem Systemwechsel, war am Wahlabend unüberhörbar, dies weiterhin zu ignorieren, ist brandgefährlich. Übrigens, all die Versprechen und Ankündigungen der Dauermachthaber und ihrer Helfershelfer an diesem Abend und in der Folge, was Veränderungen angeht, hörte man auf Bundesebene zuletzt vor ziemlich genau vier Jahren und damals war es glatt gelogen, deshalb waren diese jetzt natürlich kaum noch glaubwürdig. So ist es auch eine Fake-News, wenn man von einer Zäsur spricht, diese ist bislang absolut nicht erkennbar, ganz anders sieht es bei der Spaltung der Gesellschaft aus. Die Verantwortung hierfür ist ganz eindeutig bei den Dauermachthabern, ihren Steigbügelhaltern und nicht zuletzt ihren Medienhelfern zu finden. Auch dieser Prozess soll wohl fortgesetzt werden. So fragt man sich, wo war die Empörung über massive Störungen der AfD-Wahlparty, die wohl bis zu körperlichen Übergriffen auf Familienmitglieder des Führungspersonals ging. Über Pfiffe gegen die Kanzlerin zeigt man sich bis zum heutigen Tage empört. Angriffe gegen die, die diesem System ablehnend gegenüberstehen, was selbstverständlich ebenfalls für die Linke gilt, scheinen hinnehmbar zu sein. Es gibt auch keinen großen Protest derer, die immer wieder für sich reklamieren, Demokraten zu sein, was sie natürlich enttarnt. Ganz zum Schluss muss noch einmal erwähnt werden, dass die Rautenkönigin selbst direkt nach der Wahl bewies, wie ausgeprägt ihr Realitätsverlust ist. So bleibt sie die wirkliche Gefahr, welche von der Wahl ausgeht.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Der BALLacker » Zeit fürs Ticket // 4. Okt 2017 at 07:50

    […] dass die Situation im Fußball weiter eskaliert. Somit bleibt dieser Sport ein gutes Spiegelbild der Gesellschaft. Aber auch von Vorfreude auf die Nationalmannschaft kann man in dieser Saison nicht wirklich […]

Schreib was dazu