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Bundestagswahl 2017 – Das Staatsfernsehen und die Fake-News

6. April 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Es war schon länger abzusehen, dass dieser Bundestagswahlkampf ein ganz besonderer wird, schließlich gerät die Dauermachtclique immer mehr unter Druck. Die Mittel der Massenmanipulation nutzen immer weniger, wie spätestens die Ergebnisse bei den Landtagswahlen im letzten Jahr gezeigt hatten und so müssen scheinbar ganz neue Geschütze aufgefahren werden. Dies merkt man deutlich daran, wie zum Beispiel der Populismus bei den Dauermachthabern immer mehr an Überhand gewinnt aber das ist noch lange nicht alles. Ein weiteres Instrument, welches hier schon häufiger kritisch angesprochen wurde, sind die so genannten Fake-News. Ein maßgebliches Problem in diesem Bereich ist, dass wohl nicht Richter entscheiden sollen, was wahr oder unwahr ist. Den Ersatzrichter will nun unter anderem das Staatsfernsehen geben, was nicht nur ein Problem in Sachen Rundfunkbeitrag darstellt. Ausgerechnet die ARD, wo man schon sehr lange Zeit mindestens Probleme mit der Unabhängigkeit hat, will nun richten. Dies deutet an, welche Panik beim vorherrschenden System mittlerweile den Alltag bestimmt. Propaganda für ein ablehnungswürdiges System machen und auf der anderen Seite im schlimmsten Fall über Systemkritiker urteilen, zeigt aber auch wieder, wie strukturell die Probleme längst sind.

Meister der Massenmanipulation
Grundsätzlich muss man das Staatsfernsehen schon Meister der Massenmanipulation nennen, liegen sie in diesem Bereich doch ganz weit vorne und dies bezieht sich schon lange nicht mehr nur auf Nachrichtenformate. Dort werden längst, von Serien bis hin zu irgendwelchen Shows, die immer gleichen Meinungen verbreitet und dies oft genug mit einem sehr enggefassten Kreis so genannter unabhängiger Experten. Die Ziele, um bei den wichtigen Wahlen in diesem Jahr zu bleiben, sind dabei doch sehr deutlich, so geht es aktuell vor allem darum, weiterhin auf große Koalitionen von Union und SPD zu bauen. Damit versucht man die Dauermachthaber möglichst noch ein wenig länger in ihren Positionen, welche sie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bekleiden, zu halten. Interessant ist es daher auch, wenn, egal von welcher dieser beiden Seiten, wieder einmal so getan wird, als hätte man mit den vielschichtigen Problemen in der Bundesrepublik Deutschland nichts zu tun. Selbstverständlich kann man dieses Spielchen noch ein wenig länger spielen, nur wird man auch mit noch so viel Propaganda immer weniger über die Folgen hinwegtäuschen, ohne sich noch mehr ins Abseits zu bewegen. Denn natürlich bekommen Vertreter dieses ablehnungswürdigen Systems immer mehr Probleme. Dies soll keine Gewalt rechtfertigen, zeigt aber, warum Entwicklungen in dieser Richtung nicht im Ansatz so überraschend sind, wie es der kritisiert Teil der Medien immer wieder gerne darstellt. Ganz allgemein werden auch oft genug Meinungen gemacht, die einfach nicht den Tatsachen in diesem Land entsprechen, ein sehr häufiges Bild in diesem Kontext.

Eine Auszeichnung?
Damit wäre man dann auch wieder beim Staatsfernsehen und dem Thema Fake-News. Dort muss man nun genau beobachten, welche Inhalte die ARD zukünftig mit ihrem neuen Internetangebot kritisieren wird und mehr dürfte es kaum sein. Es wird sich dann schnell zeigen, ob es nicht vielleicht sogar eine Auszeichnung für wirklich unabhängigen und systemkritischen Journalismus sein wird, wenn man dort gelistet ist. Schon in diesen Tagen erkennt man, dass Urteile über Inhalte doch auffällig genau nach Systemtreue und Systemkritik selektiert werden. Was sich dem System treu erweist, bekommt Lob, gerne auch schon einmal Preise und gehört meistens zu einem klar definierbaren Kreis. Der Rest wird eher in einem negativen Licht gezeigt und dies gerne in dem man diese Inhalte, ganz wie im Kalten Krieg, der russischen Propaganda zuweist, man es rechtsradikal nennt oder gar dem so genannten Islamismus zurechnet. All dies mag es natürlich auch in einem gewissen Umfang geben, welcher allerdings nur minimalen Einfluss haben dürfte. Auf der anderen Seite gilt es zu bedenken, dass es Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war, die erklärte, dass das Staatsfernsehen das Informationsmonopol hat, was wiederum für sich spricht und einiges in Sachen der politischen Meinungsmache erklärt. Deshalb spiegelt sich dort wohl auch der große Anteil an systemkritischen Stimmen nicht wider, welcher dort eben gar keine Plattform bekommt oder nur zu Zeiten, wo es kaum jemand wahrnimmt, was man dann wohl nur als Feigenblatt in Sachen Unabhängigkeit bezeichnen kann. Man sieht, warum man beim Umgang mit diesen Sendern äußerste vorsichtig sein sollte.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Medien · Politik

Bis jetzt 12 Kommentare ↓

  • 1 Der BALLacker » Eher kein Knallerspieltag // 10. Apr 2017 at 06:58

    […] sagt einiges über ihre Vertrauenswürdigkeit aus und zeigt, warum man sich dort in Sachen Fake-News nicht ständig soweit aus dem Fenster lehnen sollte. Das Spiel selbst ist einfach erzählt, […]

  • 2 Der BALLacker » Die Sinnfreiheit des Videobeweises // 12. Apr 2017 at 07:32

    […] der Videobeweis und längst haben die etablierten Massenmedien, wie zum Beispiel auch das Staatsfernsehen, damit begonnen, zu erklären, welche Fehlentscheidungen auch mit dieser neuen Technik wieder […]

  • 3 Der BALLacker » Wer fährt 2017 nach Berlin? // 27. Apr 2017 at 08:30

    […] fast ausschließlich zur FCB-Dauerwerbesendung mutierte, was wieder einmal den völligen Mangel an Unabhängigkeit unter Beweis stellte und klarmachte, warum man längst Eigenwerbung im Kontext Information […]

  • 4 Der BALLacker » Die ebenfalls lachhafte 5 und die feiernden Verbrecher // 3. Mai 2017 at 07:04

    […] aufzeigt, dass jede Erwähnung von Spannung in der Bundesliga im letzten halben Jahrzehnt eine Fake-News war. Die Probleme, welche so verursacht werden, sind aber leider noch wesentlich weitreichender. So […]

  • 5 Der BALLacker » Ein letzter langer Kick in dieser Saison // 8. Mai 2017 at 08:00

    […] Rechtfertigung für die Zwangsabgabe namens Rundfunkbeitrag gibt. Dies zeigte sich auch mit den Fake-News, welche dort wieder zur Beliebtheit dieses ablehnungswürdigen Fußballunternehmens […]

  • 6 Der BALLacker » Norden – Süden – Hauptstadt // 28. Mai 2017 at 10:12

    […] wurde zum Teil mit altem Material in Sachen Thomas Tuchel gefüllt, was wieder nicht fürs Staatsfernsehen sprach. Dies galt natürlich auch für den vermeintlich unabhängigen Experten vom FC […]

  • 7 Der BALLacker » Kriminelle Energie und das Ende der Relegation // 31. Mai 2017 at 07:38

    […] Dem Staatsfernsehen fiel dann trotzdem nichts Besseres ein, als den Schiedsrichter zu loben aber Fake-News von dieser Seite ist man längst schon gewohnt. Es endete mit einem Platzsturm, der dann neben […]

  • 8 Der BALLacker » Der DFB und der nächste Höhepunkt in Sachen Ausverkauf // 25. Jun 2017 at 11:11

    […] in den festen Kader schaffen werden. Den Kommentator oder eher der Mann für DFB-Inhalte und Fake-News gab auf der ARD bei diesem Spiel wieder einmal Gerd Gottlob. Er meinte auch die Fallsucht von […]

  • 9 Der BALLacker » Krieg dem DFB // 21. Aug 2017 at 06:59

    […] war. Selbstverständlich sagt dies auch wieder einiges zur Qualität aus, was in Zeiten von Fake-News natürlich ein Thema […]

  • 10 Der BALLacker » Warum der Videobeweis weg muss // 23. Aug 2017 at 06:22

    […] Videobeweis würde in der Bundesliga für mehr Gerechtigkeit sorgen, was man einfach unter Fake-News verbuchen sollte, welche man von diesem Teil der Medien längst gewohnt […]

  • 11 Der BALLacker » Wortsport des Monats August 2017 // 30. Aug 2017 at 07:49

    […] dies zu Konsequenzen durch die wahren Fans führt. Was sich dort zusammenbraut, kann man in den Staatsmedien weiterhin verheimlichen aber es wird dadurch nicht verschwinden. Eine solch kritische Lage geht […]

  • 12 Der BALLacker » Warum der Widerstand gegen den DFB gerechtfertigt ist // 18. Sep 2017 at 07:43

    […] wegen dem internationalen Geschäft, wie es auch im Staatsradio verbreitet wurde, was zum Thema Fake-News passte. Bayern und die Antitraditionalisten aus Leipzig spielten Samstag, dafür gab es das […]

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