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Bundestagswahl 2017 – Das Duell oder die Dauerwerbesendung der systemtreuen Medien

5. September 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Die vermeintlich Mächtigen, vom Sport über die Kirchen bis zur Politik, agieren zunehmend gegen die Mehrheitsinteressen und spüren deshalb den passenden und angemessenen Gegenwind. Im Fußball merkt man dies sehr deutlich und dies lange schon nicht mehr nur bei den Vereinsmannschaften, sondern eben auch bei der Nationalmannschaft. Die Kirchen haben seit langer Zeit mit einer nicht enden wollenden Austrittsflut zu kämpfen und in der Politik gibt es gleich ein ganzes Portfolio an Problemen. Nicht nur, dass die Regierenden ihre Macht immer öfter nur noch mit Minderheitsregierungen in Bezug auf die totalen Zahlen durchsetzen können, zeigt sich auch immer mehr offene Ablehnung gegen den Staat selbst. Wenn man die Menschen nun weiter mit einem hohen Maß an Arroganz ignoriert, wird der Widerstand wohl immer deutlichere Formen annehmen, somit war das Duell am letzten Sonntag, was eigentlich ein Duett war, doch eher wieder einmal völlig kontraproduktiv. Diese ganz große Show der systemtreuen Medien, natürlich auch mit Beteiligung des Staatsfernsehens, machte viele Dinge erneut deutlich, vor allem, dass gar kein Interesse mehr daran besteht, dass die Dauermachthaber auch nur so tun, als müssten sie sich um ihren Machterhalt Gedanken machen. Man muss auch festhalten, dass 16 Millionen Zuschauer, verteilt auf die vier wichtigsten, systemtreuen Sendergruppen, wo natürlich auch das normale Programm wegfiel, ein weiterer Beweis der ablehnenden Haltung gegenüber dem vorherrschenden System war.

Die Aufgabe des Kanzlerkandidaten
Am Sonntagabend trafen sich somit vier Vertreter der systemtreuen Medien mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Kanzlerkandidat Martin Schulz (SPD) und es sollte erkenntnisreich werden. Zum SPD-Kanzlerkandidaten kann man festhalten, dass seine Hauptaufgabe wohl darin besteht, der Kanzlerin dabei zu helfen, an der Macht zu bleiben und diesen Job machte er auch an diesem Abend wieder außerordentlich gut. Er hatte zwar zeitweise wieder vergessen, wie er mit seiner Arbeit bei der Europäischen Union (EU) auch die Bundesbürger geschädigt hatte aber dies war vielleicht der Situation geschuldet. Allgemein machte er bei seinem Auftritt immer wieder einen Eindruck, dass man glauben konnte, man hätte es mit einem Politneuling zu tun, der nicht weiß, wie man mit den Medien umgeht, was natürlich nicht der Fall ist, sondern wohl eher ein Teil der Inszenierung war. Was den unter Dauerkritik stehenden Teil der Medien angeht, muss man noch festhalten, dass es nichts gab, was den beiden Vertretern der Dauermachtclique auch nur im Ansatz hätte weh tun können, was bei dieser Runde selbstverständlich auch nicht anders zu erwarten war. Was übrigens gänzlich fehlte, war die Einblendung Dauerwerbesendung, denn nichts anderes war es für die Dauermachthaber, welche endlich ausgetauscht gehören. Alle sechs Freunde hatten sich so einfach nur ziemlich lieb und dies während das Land immer mehr auf den Abgrund zusteuert, was wieder einmal einfach nur eine Frechheit darstellte. Die Probleme in Deutschland sind wirklich kein Geheimnis und dies gilt auch für die stetig wachsende Unzufriedenheit mit dem ablehnungswürdigen Politsystem. Dies auf Dauer zu ignorieren, wird nicht funktionieren, sondern ins Unheil führen. Dies gilt es natürlich auch bei der kommenden Wahl zu berücksichtigen und die kritisierten Parteien, wie auch die, welche ersatzweise zum Mehrheitsbeschaffer werden könnten, an den Wahlurnen abzustrafen.

Die durchregierende Rautenkönigin
Was die Spannung an diesem Abend anging, knisterte es fast so, wie bei den Spielen der deutschen Nationalmannschaft, wo man zuletzt auch immer aufpassen musste, nicht einzuschlafen. Schnell zeigte sich, dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Sache immer wieder vergaß und zwar, dass sie schon 12 Jahre an der Macht ist. Auch deshalb sollte man spätestens in der aktuellen Situation die SPD-Union gründen. Somit wären SPD, CDU und die CSU endlich ganz offiziell eine Partei und es wäre jedem klar, dass in Deutschland seit dem Ende Zweiten Weltkriegs ein Einparteiensystem vorherrscht. Was dies für die Demokratie bedeutet, erklärt sich von selbst. Man hätte Merkel (CDU), gerade als Vertreterin einer christlichen Partei, mit der massiven Ausweitung des großen Religionskrieges und dem damit verbundenen Flüchtlingschaos stellen können. Dies blieb genauso aus, wie kritische Frage zum Wirtschaftsfaschismus, welcher auch in Deutschland zum Umbau in ein Billiglohnland führte und somit zu immer mehr Armut. Auch Themen, wie die marode Infrastruktur oder der Überwachungsstaat, welcher längst auch zur Einschränkung der Pressefreiheit führte, wie der aktuelle Skandal ums Bundeskriminalamt (BKA) zeigte, schafften es nicht auf die Agenda. Direkt nach diesen ziemlich sinnfreien gut 95 Minuten ging es dann in verschiedenen Formaten mit der suggestiven Aufarbeitung dieses Theaters los. Dieser systemtreue Kuschelabend zeigte wieder, wie sehr diesem Land wirklich unabhängiger und freier Journalismus fehlt, was ein existenzielles Problem für die Demokratie ist. Am Ende muss man festhalten, dass auch dort die Demokratie weiter demontiert wurde und sich die Dauermachthaber und ihre Medienhelfer nicht verwundert zeigen sollten, wenn der Widerstand, an den verschiedensten Stellen, immer größer wird, denn sie tragen ausschließlich selber die Verantwortung an diesem Zustand.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Sport · Wirtschaft

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