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Die Wahrheit des Wortes

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Bundestagswahl 2017 – 25 Jahre Lichtenhagen

29. August 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Fast genau vor einem Vierteljahrhundert erlangte der Rostocker Stadtteil Lichtenhagen traurige Berühmtheit. In diesen Tagen zeigen sich nun all die in tiefer Trauer und schockiert, die damals mit Verantwortlich waren, Politik, Polizei und auch die Medien. Dies könnte man angebracht nennen, wenn sich in den letzten 25 Jahren dort etwas nachhaltig verändert hätte. Dies ist nicht geschehen und so muss man festhalten, dass sich die Situation, wenn auch etwas anders gelagert, bis zum heutigen Tage weiter verschärft hat. Ironie der Geschichte daran ist, dass die Ziehtochter von Helmut Kohl (1930-2017), der damals CDU-Kanzler war, in diesen Tagen die Verantwortung trägt, was natürlich auch die beschriebene Entwicklung erklärt. Wenn auch nicht im Ansatz zu vergleichen, brannte es in Rostock jüngst erst wieder und die Polizei greift auch weiterhin nicht ein, wie sich zuletzt eben im DFB-Pokal zeigte. Auch sonst ist es gesellschaftlich nicht wirklich ruhiger geworden, wie zum Beispiel der Protest gegen den G20-Gipfel in Hamburg zeigte, wo der Staat für bürgerkriegsähnliche Zustände sorgte. Man erkennt daran, was für eine Heuchelei vom genannten Personenkreis in der Gedenkwoche in Rostock betrieben wird und das Thema der aktuellen Flüchtlingskrise, welche eben angesprochene Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auslöste, war bislang hier noch gar kein Thema, genauso wenig, wie der große Religionskrieg.

Erinnerungen an Hamburg
Unter grölendem Jubel wurde vor ziemlich genau 25 Jahren gegen die Anwohner des so genannten Sonnenblumenhauses ohne nachdrückliche Gegenwehr der Polizei vorgegangen. Dieser Ausländerhass gipfelt damals darin, dass der rechte Mob mit großer Beteiligung der Mitte der Gesellschaft das angesprochene Haus in Brand setzte und 120 Menschen aus Vietnam waren damit vor allem auf sich gestellt. Nur durch ein Wunder gab es bei diesem Gewaltexzess keine Toten. Wenn auch politisch gesehen aus genau der anderen Richtung forciert, liest es sich ganz ähnlich, wie die Ereignisse, welche man beim Protest gegen den sinnfreien G20-Gipfel in Hamburg erleben musste. Hier kam die Motivation aus dem linken Lager und die Brandstiftungen hatten ein ganz anderes Ziel und Ausmaß. Auch dort musste man den Einsatz der Polizei, wie das politische Versagen und die Arbeit der Medien schwersten kritisieren. Ein weiterer Aspekt, auch im Schanzenviertel machte die Mitte der Gesellschaft erst einiges möglich. Genau diese Kräfte der Gesellschaft werden wohl aus einer allgemeinen Frustration über das vorherrschende System heraus freigesetzt, was für die Szenen von 1992, wie auch für die Geschehnisse aus diesem Sommer gilt. Man erahnt, wo all dies noch hinführen wird, wenn sich nicht endlich ein großer Schritt in Sachen Systemwechsel ergibt. Gegen diesen wichtigen Impuls wehren sich die Dauermachthaber natürlich massiv und werden dabei selbstverständlich von den systemtreuen Medien und damit auch vom Staatsfernsehen unterstützt. Womit die Verantwortung in diesem Bereich auch geklärt wäre und nachher niemand behaupten kann, man hätte von alldem nichts mitbekommen.

Fehler wiederholen sich
Vor 25 Jahren spielten Flüchtlinge eine maßgebliche Rolle und dies tun sie auch in diesen Tagen noch, denn Kanzlerin Merkel (CDU) hat zwischenzeitlich eine unvorstellbare Flüchtlingskrise ausgelöst, welche ganz Europa vor bislang unlösbare Probleme stellt. Hier zeigt sich auch wieder, dass die Probleme im letzten Vierteljahrhundert nicht weniger geworden sind. Wieder geht es darum, dass man die Menschen nicht mitnimmt und dies gilt dafür, dass Migration weiterhin im großen Stil scheitert und auch dafür, dass man die Menschen in Deutschland und dem Rest Europas über die Konsequenzen dieser Flüchtlingswelle belügt. In beiden Punkten spielt der große Religionskrieg und damit vor allen das Thema Terrorismus eine sehr große Rolle. Einerseits hat es dafür gesorgt, dass die Dauermachtclique längst auch schon aus Deutschland einen Überwachungsstaat gemacht hat und dies obwohl vieles rechtsstaatlich nicht im Ansatz nachhaltig begründet ist. Andererseits wird durch die oftmals sehr verzerrte Darstellung dieses Themas, ein sehr großer Hass auf den Islam und deren Anhängern aufgebaut und auch dies bleibt nicht ohne Folgen, wie verschiedene Statistiken immer wieder belegen. Ohne das Gedenken grundsätzlich kritisieren zu wollen, sollte man an dieser Stelle vielleicht etwas weniger machen, gerade wenn es darum geht, Gewissen reinzuwaschen und sich dafür mehr für die wirklich notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen einsetzen. Dies kann übrigens jeder Wahlberechtigte in gut vier Wochen tun, in dem man die Verantwortlichen an der Wahlurne endlich einmal abstraft, ansonsten werden sich die Fehler immer weiter wiederholen und die Konsequenzen immer negativer werden.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik

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