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Die Wahrheit des Wortes

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BRD – BlütenRein duschen

18. Mai 2011

Gerade erst konnte man in den Medien verfolgen, welch große Fortschritte in Deutschland der Aufschwung macht und man hofft nun wohl darauf, dass es auch unter dem neuen Bundeswirtschaftsminister und Nachfolger von Rainer Brüderle (FDP), Philipp Rösler (FDP), so weitergehen wird. Genau diese Hoffnung könnte allerdings zu einer weiteren, großen Enttäuschung für einen erheblichen Teil der Bevölkerung werden. Denn die nackten Zahlen sind die eine Sache, was die breite Masse am Ende des Tages tatsächlich in der Tasche hat, ist, gerade auch in Deutschland, noch einmal ganz etwas anderes. Die Entwicklungen, die man in der Gesellschaft auch in diesem Jahr wieder erleben darf, zeigen, dass nur ein gewisser, recht überschaubarer Kreis von diesem Aufschwung profitiert und sich gerade auch der Bereich Luxus immer weiter neudefiniert und vieles, was man eigentlich als ganz normal deklarieren würde, für ein Land, welchem es angeblich so gut geht, scheint in diesen Tagen schon Luxus zu sein. Wenn man an diesem vermeintlichen Luxus nun teilhaben möchte, geht dies immer öfter nur noch mit mehr Arbeit oder Verzicht an anderer Stelle. Man erkennt deutlich, Deutschland verändert sich auch weiterhin.

Wo ist nur all das Kapital hin?
Gerade erst in der letzten Woche diskutierte man wieder, wie es nun mit Griechenland weitergehen soll und wie viele neue Milliarden all dies wohl die Europäische Union (EU) wieder kosten wird. Man muss an dieser Stelle verstehen, dass wenn man von Unterstützung durch die EU spricht, beim größten Teil auch immer automatischen von der Bundesrepublik Deutschland spricht. Schaut man sich die Verschuldung des Landes an, wird einem klar, dass hier nicht aus dem Vollen geschöpft werden kann, sondern es nur mit noch mehr Schulden funktionieren wird, wie auch immer man diesen Fakt in der Öffentlichkeit verkauft. Da man auf der anderen Seite auch große Sparziele hat, bedeutet all dies am Ende des Tages noch mehr Einschnitte für die Bundesbürger und dies alles mit keiner klaren Aussicht auf Erfolg für eben Länder, wie zum Beispiel Griechenland, da deren Einwohner, verständlicherweise, noch einmal ihr ganz eigenes Süppchen kochen. Man sieht auch hier, dass beim Geld der Spaß doch immer wieder aufhört. Nun wird es spannend, wie die Bevölkerung hier im Land all dies sieht, denn die angesprochenen Einschnitte werden auch hier wieder für einen Abbau des Sozialstaates und weitere negative Auswirkungen auf Bereiche, wie zum Beispiel die Kultur haben. Man sieht auch hier, dass Geld nicht einfach verschwindet oder sich einfach auflöst, sondern einfach nur verschoben wird.

Es sollte jedem klar sein, dass es bei dieser raubtierkapitalistischen Spielart natürlich auch wieder große Gewinner geben wird, die man vor allem im Bereich des Bankenwesens suchen kann. Aber auch die vermeintliche Elite derer, die die Großindustrie in ihren Händen halten, werden davon profitieren. Womit man wieder beim Begriff des Luxus ist. Wenn man sich beim örtlichen Energieversorger anmeldet und gesagt bekommt, dass tägliches duschen Luxus sei und einem die Werbung auf der anderen Seite ständig suggeriert, dass alles blütenrein zu sein hat, bedeutet dies, dass sich viele Menschen genötigt fühlen, sich diesen vermeintlichen Luxus erlauben zu können, was dazu führt, dass sie an anderer Stelle sparen müssen, zum Beispiel im Bereich der Ernährung. Die andere Möglichkeit ist, dass sie sich einen Zweitjob suchen oder gleich zu so genannten Multijobbern mutieren und dies alles nur damit die Gewinnmaximierung und damit der Profit von wenigen Menschen noch größer werden kann. Man verkauft natürlich, gerade auch im Bereich der Energiewirtschaft, all dies gerne unter einem gewissen umweltschutztechnischen Aspekt, was an Zynismus kaum noch zu überbieten ist, denn es kommt immer wieder ans Tageslicht, wie viel Blenderei gerade auch in diesem Bereich an der Tagesordnung ist und das es doch in vielen Fällen einfach nur um die Erschließung neuer Geschäftsfelder geht, als viel mehr um tatsächlichen Umweltschutz.

Was macht der Neue?
Der Kurs der Wirtschaft in Deutschland, wie aber letztendlich auch im Rest der Welt, muss sich verändern und auch hier redet man von einer Mammutaufgabe und diese muss nun der Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bewältigen und dieser hat gerade erst in seinem alten Amt, als Bundesgesundheitsminister, bewiesen, dass er schon mit so etwas wie der Gesundheitsreform überfordert war und dies war auch noch, wenn man seine Ausbildung zu Grunde legt, sein Fachgebiet. Dies sind natürlich keine guten Vorzeichen für einen großartigen Erfolg auf diesem Gebiet. Auf dieser Grundlage muss man wohl davon ausgehen, dass der bisherige Kurs weitergefahren bzw. vertieft wird und dies wäre dann nicht im Sinne der Bevölkerung und der Wähler. Ob die FDP so aus ihrem Umfragetief rauskommen wird, darf dann natürlich auch bezweifelt werden. Auf der anderen Seite dürfte es viele Menschen geben die der Nachrichtenlage, die doch oft genug einfach nur noch wie gezielte Propaganda durch die etablierten Massenmedien wirkt, glauben dürften und bis sie tatsächlich bemerken, wo der Hase langläuft, ist es dann in vielen Fällen auch schon wieder zu spät. Man bekommt in diesem Land zum Teil Normalitäten verkauft, die bei genauerer Betrachtung der Sachlage einfach nur noch erschreckend sind und man muss sich überlegen, wie lange man dieses Spielchen mit spielen möchte. An dieser Stelle kommt man übrigens auch zu dem Punkt, dass es letztendlich auch nicht nur an der FDP und Philipp Rösler (FDP) festzumachen ist, da es natürlich mittlerweile die totale Beliebigkeit in der Politik gibt.

Zum Beginn der Woche wurde hier schon darüber berichtet, wie zum Beispiel Katastrophen wie der Super-GAU im japanischen Atomkraftwerk (AKW) von Fukushima ganz gezielt zum Nutzen der Politik eingesetzt werden, um sie dann wieder aus den Medien verschwinden zu lassen, um nicht über die tatsächliche Größe solcher Katastrophen berichten zu müssen. Während Politik und Wirtschaft scheinbar kaum mehr Konsequenzen aus solchen Katastrophen ziehen, als sie es damals zum Beispiel aus der Atomkatastrophe von Tschernobyl getan haben, zeigt auch den Weg der hier gegangen wird und auch dieser ist wieder völlig und ganz im Sinne einer kleinen vermeintlichen Elite und wird die breite Masse wieder benachteiligen. Man sieht, dass sich die Geschichte auf vielen Gebieten immer wieder in der selben Kreisform bewegt und dies nun auch schon seit Jahrzehnten, dabei wäre es so einfach diesen Kreis zu durchbrechen, denn letztendlich hat die Masse in einer Demokratie die Macht, wenn sie sich nur einig wird und sich nicht durch ein hohes Maß an Egoismus selber blockiert und dies ist vielfach noch der Fall. Genau dieser Egoismus, der natürlich auch die Gesellschaft spaltet, ist es dann auch wieder, der den angesprochenen kleinen Kreis so freut, da er so unbehelligt weitermachen kann, wie bisher auch. Man muss seine eigenen Wege gehen und wenn nun die Atompolitik wieder mehr und mehr in den Hintergrund gerückt wird, muss die Bewegung dagegen einfach noch massiver werden und nicht abnehmen, nur weil die Schreckensbilder aus Japan immer seltener in den Medien auftauchen, denn mangelnde Präsenz in den Massenmedien, heißt noch lange nicht, dass irgendwelche Probleme gelöst wären, sondern eigentlich noch viel eher, dass sie sehr massiv sind.

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Kategorie: Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Umwelt · Wirtschaft

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