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Die Wahrheit des Wortes

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Böser Türke – Gute Deutsche?

18. Juli 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Geht es um den Putschversuch in der Türkei, welcher sich gerade zum ersten Mal jährte, werden in den systemtreuen Medien in Deutschland noch immer Theorien verbreitet, mit denen suggeriert wird, dass Recep Tayyip Erdogan diesen inszeniert hätte oder ihn mindestens bewusst aus dem Ruder hat laufen lassen, um seine Machtposition auszubauen. Stellt man sich nun die Frage, in wie weit der Nationalsozialistische Untergrund (NSU), der Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin oder auch die schweren Ausschreitungen im Hamburger Schanzenviertel zum G20-Gipfel ebenfalls nach diesem Prinzip verlaufen sein könnten, schließlich hatte überall die Staatsgewalt, ob durch die Geheimdienste oder die Polizei, die Finger mit, mindestens merkwürdigsten Versäumnissen, immer mit im Spiel, ist dies, wenn überhaupt, eine abzulehnende Verschwörungstheorie. Ganz nebenbei wurde übrigens die Machtposition der Dauermachtclique in Deutschland so immer wieder gestärkt, was sich vor allem auf den Totalüberwachungsstaat bezieht, der so ganz gezielt immer weiter ausgebaut wurde. Es fällt alles in eine Zeit, wo das Ende dieser Machthaber naht, da sie massiv den Rückhalt in der Bevölkerung verlieren, denn immer Menschen verstehen, für wen die Politik des Wirtschaftsfaschismus gedacht ist und dies ist nicht die Mehrheit im Land. Das Vorgehen gegen alles Systemkritisch hat sich in Deutschland jüngst noch einmal massiv verschärft und es soll wohl noch schlimmer werden.

Feindbilder
Die Dauermachtclique und ihre Steigbügelhalter in Deutschland sind, gemeinsam mit ihren Medienhelfern, wahre Meister, wenn es darum geht, Feindbilder zu schaffen. Man kennt dies sehr gut, wenn es um den US-Präsidenten Donald Trump geht aber dieser Trend kam nicht mit ihm auf. Denn schon vorher ging man, gerne auch sehr populistisch, gegen Recep Tayyip Erdogan vor. Wird dieser wieder einmal bösartig von Cem Özdemir (Grüne) beleidigt, ist dies schon lange kein Aufreger mehr. Wird in diesem Tonfall etwas in Deutschland gegen die dortigen Machthaber gesagt, ist der Aufschrei im Zusammenhang mit der Verrohung der Gesellschaft schon meist riesig, was dann doch eher überrascht. Natürlich ist es richtig, dass Erdogan den Putschversuch vor einem Jahr, egal aus welcher Richtung er nun kam, dazu nutzt die Türkei umzubauen. Dies dürfte unbestritten sein, allerdings geschah dies vor allem auch durch demokratische Entscheidungen, welche die Türken selbst trafen. Ein Prozess, welcher in Deutschland, zum Beispiel in wichtigen Fragen zur Europäischen Union (EU), nicht erkennbar ist. Die Manipulationsvorwürfe in Richtung Bosporus, die in Deutschland immer wieder aufkommen, sind dann auch eher ein schlechter Scherz, wenn man sich anschaut, mit welch übler Propaganda die systemtreuen Medien im ehemaligen Land der Dichter und Denker versuchen die Massen zu beeinflussen. Dies funktioniert übrigens eher immer schlechter, was offensichtlich Folgen hat, wie sich spätestens seitdem G20-Treffen in Hamburg zeigte und an dieser Stelle sollten sich die vermeintlichen Demokraten, die so gerne am Feindbild Türkei arbeiten, doch eher über die Zustände im eigenen Land beschweren, dass dies nicht geschieht, zeigt ihr wahres, antidemokratisches Gesicht. Man darf sich nicht davon täuschen lassen, was Politiker in Deutschland erzählen, während sie auf der anderen Seite diesen Staat komplett umbauen, einfach nur um irgendwie ihre Macht zu erhalten.

Massenproteste
Wie wenig sich die breite Masse in Deutschland für Demokratie, Bürgerrechte und damit letztendlich auch für ihre eigene Freiheit einsetzt, kann zum Teil ziemlich erschreckend sein. Schon seit Jahren wird das Land der Könige der Leergutsammler und Multijobber nicht nur zu einem Billiglohnland umgebaut, sondern auch zu einem Totalüberwachungsstaat. Die wohl angemessenen Massenproteste dagegen konnte man bislang allerdings nicht ausmachen. Ein wahrer Politamokläufer, wenn es um Überwachungswahn geht, ist und bleibt Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), der der Bevölkerung noch unzählige Antworten aus dem Bereich des mutmaßlichen Islamismus im Rahmen des großen Religionskrieges schuldet, wo eben auch immer wieder die rechtsstaatlichen Belege für fehlen, trotzdem aber auf den Mutmaßungen, vielfach Fakten geschaffen werden, die sich gegen die eigene Bevölkerung richten. Unterstützt wird er dabei nur zu gerne von Justizminister Heiko Maas (SPD). Mit solchen Menschen kann man einfach keine Politik für die Mehrheit machen, genauso sollte es aber in einer Demokratie sein. Der neuste Clou des Innenministers ist es nun, elektronische Fußfesseln für potenzielle Randalierer einführen zu wollen. An dieser Stelle sollten alle aufhorchen, die sich dem System gegenüber kritisch sehen, wozu dann auch wahre Fußballfans zählen können. Die Frage ist, wer die Gefahreneinschätzung vornimmt, Gerichte sind bei sowas längst schon nicht mehr gefragt, wie die Debatte um die Fake-News bewies. Es wird wohl immer gezielter daran gearbeitet, jeden Widerstand in diesem Land im Keim zu ersticken. Wenn man nun also über gut und böse im Kontext der Türkei und Deutschland urteilt, sollte man sich dieses Urteil ganz genau überlegen und schauen, ob Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Machtclique wirklich so viel anders ticken, als Recep Tayyip Erdogan, Zweifel daran sind wohl durchaus angebracht.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Der BALLacker » Am Dallenberg // 24. Jul 2017 at 07:14

    […] wobei man es natürlich nicht wirklich vergleichen kann, allein schon, da man in Berlin noch längst nicht mit dem Betrieb begonnen hat und auch die Finanzierung etwas anders […]

Schreib was dazu