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Die Wahrheit des Wortes

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Betrugsverdacht nicht nur bei Berliner Detektei

12. Februar 2008

Ende des letzten Monats kam es zu Betrugsvorwürfen gegen eine Berliner Detektei. Genau hier liegt der Hund begraben, es geht um Vorwürfe und dabei spielt es erst Mal gar keine Rolle, ob es sich um eine Detektei in Berlin, Hamburg oder München handelt. Schwarze Schafe gibt es in den verschiedenen Branchen, da sind Detekteien in deutschen Großstädten nur ein Beispiel. Es geht immer wieder um die Differenzierungen und die liegen oftmals im Detail. Ein Betrug ist es letztendlich erst dann, wenn ein Gericht so geurteilt hat, bis dahin ist es, wie im genannten Fall der Berliner Detektei, erst ein Mal nur ein Vorwurf. Aber es gibt natürlich Hinweise denen man folgen kann.

Hinweise von unabhängiger Seite

Im Fall der oben genannten Berliner Detektei, stellte es sich so dar, dass diese Briefe an Frauen verschickten, mit dem Hinweis in anderen Ermittlungsarbeiten, hinter einen Seitensprung des Partners gekommen zu sein. Weitere Informationen würde es aber erst mit der Unterschrift unter das Antragsformular `rückwirkender Auftrag` und bei einer Zahlung ab 250 Euro geben. Dies alleine wirkt natürlich schon sehr unseriös. Aber es gibt noch weitere Hinweise von unabhängiger Seite, die den Betrugsvorwurf gegen die Berliner Detektei erhärten. So warnte zum Beispiel die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz, die über den TV-Sender sat1, den Stein ins Rollen brachte, vor dieser Detektei aus Berlin. Dem schloss sich dann auch der Bundesverband Deutscher Detektive (BDD) mit Sitz in Bonn an. Natürlich hat dieser Verband auch ein großes Interesse daran, schwarze Schafe in der Branche auszugrenzen.

Aber kommen wir zurück zu dem Fakt, dass wir hierbei eben nur von dem Vorwurf einer betrügerischen Handlung sprechen, denn von einem Betrug durch diese Berliner Detektei könnten wir erst sprechen, wenn dieser durch ein Urteil eines Gerichtes amtlich wäre. Genau dies stellt sich allerdings, im besagten Fall, erst ein Mal als sehr kompliziert dar, da es sich allem Anschein nach, nur um eine Briefkasten Firma handelt. Ein weitere Fakt der die Sachlage verkompliziert. Denn man kann sich so nicht wirklich auf diese Berliner Detektei fixieren, denn theoretisch könnten andere Frauen schon bald Post von Detekteien in Dresden, Stuttgart oder sonst wo bekommen. Umso wichtiger ist es, dass die Medien, aber auch die verschiedenen Verbände immer wieder, auf solche verdächtigen Machenschaften hinweisen. Denn dieses Verhalten stellt eine gute Möglichkeit des Schutzes der Gesellschaft vor schwarzen Schafen dar.

Es geht aber auch anders

Im gerade behandelten Fall der Detektei aus Berlin, muss man nach aktuellem Stand, wie gesagt, davon ausgehen, dass es sich um eine Briefkastenfirma handelt. Aber es geht auch noch ganz anders. Wie wir gerade festgehalten haben, sprechen wir bis zu einem Urteil immer nur von einem Verdacht oder einer Vermutung und genau dies erschwert es auch vielfach. Fairschreiben ist ein Fall bekannt, in dem ein großer deutscher Internetprovider, der zur Zeit sein 20-jähriges Firmenjubiläum feiert, Leistungen, die er in Rechnung stellte, auch auf mehrfache schriftliche Beschwerde hin, nicht im vertraglichem Umfang zur Verfügung stellte. Für den Kunden bedeutete dies, er musste für eine Leistung bezahlen, die er nicht erhielt. Hier kann man natürlich auch nicht von Betrug oder ähnlichem sprechen, da kein Urteil vorliegt. Im Vergleich zur oben angesprochenen Berliner Detektei, handelt es sich bei diesem Provider natürlich nicht um eine Briefkastenfirma. Hier steckt das Problem in einem anderen Detail.

In diesem Fall, ist es scheinbar ein Mal mehr so, dass das Kapital sehr häufig siegt und das unabhängig von Recht und Unrecht. Denn um Sachverhalte, wie den obigen, nachzuweisen Bedarf es mehr als nur eines Auftrags an ein Detektivbüro. Es würde weitergehen über Sachverständige, Rechtsanwälte, die Spezialisten auf ihrem Gebiet sein müssten und so weiter. Dies alles würde einen großen Kapitalbedarf voraussetzen, der erst ein Mal aufgebracht werden müsste und natürlich auch in einem Verhältnis zum etwaigen Ergebnis stehen müsste. Genau an dieser Stelle, wird die Rechnung zu einer Milchmädchenrechnung für die meisten Betroffenen. Meine Meinung ist, dass sich nicht nur der beschrieben Provider genau darauf verlässt, sondern viele andere Firmen genauso agieren. Man muss davon ausgehen, dass der Ansatz ein ähnlicher ist, wie bei einem Falschparker. Auch der geht ein gewisses Risiko ein erwischt und verurteilt zu werden, kommt aber zu dem Schluss, dass sich dieses Risiko für ihn lohnt.

So bleibt es wohl auch zukünftig bei vielen Verdachtsmomenten und nur einigen, tatsächlich von Gerichten bestätigten Betrugsfällen.

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Kategorie: Gesellschaft · Medien · Wirtschaft

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