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Die Wahrheit des Wortes

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Barack und Michelle Obama. Ein amerikanisches Traumpaar

26. August 2008

Nun steht Barack Obama kurz davor Präsidentschaftskandidat der Demokraten zu werden. Denn in Denver, im US-Bundesstaat Colorado, findet im Moment der Nominierungsparteitag der Demokraten statt und es gibt keinen Zweifel daran, dass Barack Obama versuchen wird sich für die Demokraten gegen seinen Herausforderer John McCain von den Republikaner durchzusetzen. Sollte ihm dies gelingen, wäre er der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Aber von Denver an den idyllischen Rocky Mountains bis ins Weiße Haus nach Washington ist es noch ein verdammt langer Weg.

Kein politisches Traumpaar

Barack Obamas Umfragewerte sinken, da kommt ihm ein solcher Parteitag, wo selbst so medienscheue Personen wie Caroline Kennedy, die Tochter von John F. Kennedy für ihn reden, sehr gelegen. Die große Show geht aber noch viel weiter, denn alles begann in der Stille des Gebets, denn auch der religiöse Teil Amerikas will und muss bedient werden, wenn man eine Chance haben will. Dies ist auch dem Medienstar Obama bewusst. Obama selbst ist übrigens noch gar nicht in Denver, denn er macht bis zu seinem großen Auftritt noch fleißigen Wahlkampf, wie gerade jetzt in Kansas City. Bevor er die große Showbühne betritt, haben erst ein Mal andere den Vorrang. Vor einigen Stunden war es seine Frau Michelle. Diese musste sich als mögliche angehende Firstlady beweisen und tat dies auch ganz ordentlich. Denn natürlich ist es auch wichtig als Traumpaar zu agieren, wenn man das mächtigste Paar in diesem Land werden möchte.

Das Greenhorn Obama schmückt sich auch mehr und mehr mit Profis an seiner Seite, die ganz offensichtlich die Aufgabe haben, seine Defizite auszubügeln. So nominierte er am Wochenende Joe Biden, einen ausgewiesen Experten für Außenpolitik, als seinen zukünftigen Vize. Dies dürfte der innerparteilichen Stimmungen allerdings nicht sehr dienlich gewesen sein, denn eigentlich war dieser Posten ein Mal für Hillary Clinton gedacht. Natürlich war diese Wahl nach alldem, was in den internen Machtkämpfen zwischen Obama und Clinton gelaufen war, nicht mehr zu realisieren. Trotzdem hat Clinton, die natürlich auch noch auf dem Parteitag der Demokraten ausreichend zu Wort kommen wird, schon geäußert, dass sie Barack Obama mit voller Kraft unterstützen wird. Wie zu Beginn schon erläutert braucht Obama bei den im Moment sinkenden Umfragewerten auch jede Hilfe.

Noch ein Kennedy

Caroline Kennedy war aber nicht die einzige aus diesem einflussreichen, amerikanischen Politclan die Barack Obama unterstützte. Auch Ted Kennedy war in Denver und dies obwohl ihm seine Ärzte, auf Grund eines Gehirntumors, davon abrieten. Man merkt auch sehr schnell daran, dass die Besetzung dieser Riesenshow, die dies nun ein Mal alles ist, immer hochkarätig wird, dass die Zeit der Entscheidung näher rückt. Dies wiederum erklärt auch, warum hier mit circa 15.000 Medienvertretern, etwa die Hälfte an Journalisten vertreten ist, wie sie es noch vor kurzem in Peking zu den Olympischen Spielen 2008 waren. Mit Spannung darf man diesen Event der Demokraten in den nächsten Tagen noch verfolgen, bevor man dann gespannt auf die Republikaner und John McCain schauen darf.

Beim Parteitag der Republikaner, der nicht weniger spannend werden dürfte, wird es auch interessant zu sehen, wie die Medien, gerade auch die deutschen Medien aber natürlich auch der Rest Europas reagiert. Denn bislang war es gerade auf diesem Kontinent doch eher eine Barack Obama Show, die ihren Höhepunkt in seinem Auftritt in Berlin fand. Man darf also gespannt schauen, ob es auch weiterhin einen klaren Schwerpunkt auf Barack Obama gibt und man später, wie schon öfters beschrieben, überrascht ist, sollte der nächste Präsident der USA John McCain heißen. In Deutschland freut man sich auf den Wandel den Barack Obama scheinbar mit sich bringt aber auch dies ist eine eher oberflächliche Betrachtung, denn er ist mit seiner Meinung vielfach näher an der John McCains dran, als viele denken und wissen. So bedeutet der Abzug der Soldaten im Irak vor allem eine Verlagerung nach Afghanistan und auch ein Obama ist mittlerweile dafür in Naturschutzgebieten nach Öl zu bohren. Denn steigende Benzinkosten machen auch ihm innenpolitisch schwer zu schaffen. Es bleibt wohl noch ein wenig Spannung in der Frage, wer der nächste Präsident der USA wird.

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Kategorie: Europa · Medien · Politik · Umwelt

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