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	<title>Kommentare zu: Barack Obama-Wenn Terror Politik macht</title>
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	<description>Die Wahrheit des Wortes</description>
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		<title>Von: saibot</title>
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		<dc:creator>saibot</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 08:06:33 +0000</pubDate>
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		<description>@Angelika
1. Das mit der einen Stimme f&#252;r die Amtssprache ist ein, leider viel zu oft zitierter, Fehler. Es ging dabei NICHT um die Amtssprache der USA sondern nur um die Sprache der Ver&#246;ffentlichungen von Gesetzten. Und das auch nur in einem Bundesstaat. Deutsch als Amtssprache was NIE angedacht.
2. Die Auswanderer wollten eben KEINEN Gottesstaat. Darum sind sie ja ausgewandert: Um ihre Religion frei zu gestalten und nicht von der Regierung vorgeschrieben zu bekommen.  Einfach mal die Verfassung der USA lesen. Oder mit Migration besch&#228;ftigen. Das heute ein bedeutender Teil der USA evangelikal ist, kann ja nicht bestritten werden. Die Bedeutung wird aber &#252;bersch&#228;tzt.
Zudem muss man anf&#252;gen: Religion ist in jeder Kultur einflussreich. Auch Europa ist stark christlich gepr&#228;gt. Ein Grund zur Sorge vor einem &quot;Gottesstaat&quot; stellt das aber nicht dar...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Angelika<br />
1. Das mit der einen Stimme f&uuml;r die Amtssprache ist ein, leider viel zu oft zitierter, Fehler. Es ging dabei NICHT um die Amtssprache der USA sondern nur um die Sprache der Ver&ouml;ffentlichungen von Gesetzten. Und das auch nur in einem Bundesstaat. Deutsch als Amtssprache was NIE angedacht.<br />
2. Die Auswanderer wollten eben KEINEN Gottesstaat. Darum sind sie ja ausgewandert: Um ihre Religion frei zu gestalten und nicht von der Regierung vorgeschrieben zu bekommen.  Einfach mal die Verfassung der USA lesen. Oder mit Migration besch&auml;ftigen. Das heute ein bedeutender Teil der USA evangelikal ist, kann ja nicht bestritten werden. Die Bedeutung wird aber &uuml;bersch&auml;tzt.<br />
Zudem muss man anf&uuml;gen: Religion ist in jeder Kultur einflussreich. Auch Europa ist stark christlich gepr&auml;gt. Ein Grund zur Sorge vor einem &#8220;Gottesstaat&#8221; stellt das aber nicht dar&#8230;</p>
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		<title>Von: Angelika M. Wohofsky</title>
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		<dc:creator>Angelika M. Wohofsky</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Oct 2008 10:36:03 +0000</pubDate>
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		<description>Dazu hier ein kurzes Statement:

Gestern war der ganze sp&#228;te Abend im ORF den Wahlen in den USA gewidmet. Was deutlich gemacht wurde war, dass Religion und Politik nach wie vor im US amerikanischen Alltag miteinander verbunden sind.

Wenige von uns wissen, dass in den USA im Grunde der &quot;Gottesstaat&quot; errichtet h&#228;tte werden sollen, zu dem es in Mitteleuropa nicht gereicht hatte. Das waren Motive der zumeist deutschsprachigen Auswanderer (&#252;brigens war eine Stimme ausschlaggebend, dass die USA heute Englisch statt Deutsch als Amtssprache haben!).  Aus dem Motiv des Gottesstaates heraus l&#228;sst sich auch erkl&#228;ren, warum Kirchen in den USA f&#252;r die Politik Propaganda machen. Zum Beispiel gewann McCain die Vorwahlen im konservativ-katholischen New Hampshire. Und der Gottesstaat &quot;Amerika&quot; wird &#252;brigens in den USA offen angesprochen. Da nimmt man sich kein Blatt vor den Mund. USA ist kein s&#228;kularisiertes Land. Ist ein religi&#246;ses Land, in dem die konservativ-christlich fundamentalistische Rechte an Einfluss wieder zunimmt, und zwar bis ins Wei&#223;e Haus. Als religi&#246;ses Land stehen die USA am Beginn der Gesellschaftsentwicklung - so sehen wir das in der Humangeographie - und sind noch weit von der wirklichen &quot;Freiheit eines Christenmenschen&quot; entfernt!

Klar, dass diese Auffassung, Staat und Kirche geh&#246;ren seit Pr&#228;sident Carter wieder zusammen, f&#252;r uns Mitteleurop&#228;er eigent&#252;mlich ist. Sie darf aber ber&#252;cksichtigt werden, weil darin liegt die Kraft der amerikanischen Gesellschaft. Egal um welche Art von Religion es sich handelt, beide Kandidaten (John McCain und Barack Obama) buhlen um religi&#246;se W&#228;hlerschichten. Der Eine um die Katholiken und stark konservativen Evangelikalen, der Andere um gl&#228;ubige Hispanics und treue Christen. Der N&#228;hrboden f&#252;r die christliche Rechte wird damit bestens bedient.

By the way: Kennedy sprach sich bei seinem Amtsantritt deutlich f&#252;r eine Trennung von Staat und Kirche aus. Das hielt im Land des &quot;Gottesstaates&quot; keine 20 Jahre. Man muss also die amerikanische Geschichte kennen, um die Vorg&#228;nge in der US-Gesellschaft nachzuvollziehen. Als Humangeographin w&#252;rde ich sagen, man m&#252;sse den &quot;Eigen-Sinn&quot; des Landes kennen, um die Reaktionen der US-Gesellschaft zu verstehen.

AMW</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dazu hier ein kurzes Statement:</p>
<p>Gestern war der ganze sp&auml;te Abend im ORF den Wahlen in den USA gewidmet. Was deutlich gemacht wurde war, dass Religion und Politik nach wie vor im US amerikanischen Alltag miteinander verbunden sind.</p>
<p>Wenige von uns wissen, dass in den USA im Grunde der &#8220;Gottesstaat&#8221; errichtet h&auml;tte werden sollen, zu dem es in Mitteleuropa nicht gereicht hatte. Das waren Motive der zumeist deutschsprachigen Auswanderer (&uuml;brigens war eine Stimme ausschlaggebend, dass die USA heute Englisch statt Deutsch als Amtssprache haben!).  Aus dem Motiv des Gottesstaates heraus l&auml;sst sich auch erkl&auml;ren, warum Kirchen in den USA f&uuml;r die Politik Propaganda machen. Zum Beispiel gewann McCain die Vorwahlen im konservativ-katholischen New Hampshire. Und der Gottesstaat &#8220;Amerika&#8221; wird &uuml;brigens in den USA offen angesprochen. Da nimmt man sich kein Blatt vor den Mund. USA ist kein s&auml;kularisiertes Land. Ist ein religi&ouml;ses Land, in dem die konservativ-christlich fundamentalistische Rechte an Einfluss wieder zunimmt, und zwar bis ins Wei&szlig;e Haus. Als religi&ouml;ses Land stehen die USA am Beginn der Gesellschaftsentwicklung &#8211; so sehen wir das in der Humangeographie &#8211; und sind noch weit von der wirklichen &#8220;Freiheit eines Christenmenschen&#8221; entfernt!</p>
<p>Klar, dass diese Auffassung, Staat und Kirche geh&ouml;ren seit Pr&auml;sident Carter wieder zusammen, f&uuml;r uns Mitteleurop&auml;er eigent&uuml;mlich ist. Sie darf aber ber&uuml;cksichtigt werden, weil darin liegt die Kraft der amerikanischen Gesellschaft. Egal um welche Art von Religion es sich handelt, beide Kandidaten (John McCain und Barack Obama) buhlen um religi&ouml;se W&auml;hlerschichten. Der Eine um die Katholiken und stark konservativen Evangelikalen, der Andere um gl&auml;ubige Hispanics und treue Christen. Der N&auml;hrboden f&uuml;r die christliche Rechte wird damit bestens bedient.</p>
<p>By the way: Kennedy sprach sich bei seinem Amtsantritt deutlich f&uuml;r eine Trennung von Staat und Kirche aus. Das hielt im Land des &#8220;Gottesstaates&#8221; keine 20 Jahre. Man muss also die amerikanische Geschichte kennen, um die Vorg&auml;nge in der US-Gesellschaft nachzuvollziehen. Als Humangeographin w&uuml;rde ich sagen, man m&uuml;sse den &#8220;Eigen-Sinn&#8221; des Landes kennen, um die Reaktionen der US-Gesellschaft zu verstehen.</p>
<p>AMW</p>
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