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Die Wahrheit des Wortes

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Auf Shoppingtour mit dem BND

18. Februar 2008

Valentinstag ist nun schon einige Tage her und mit dem Tag der Liebe, war das wohl bei Herrn Klaus Zumwinkel nichts. Ich bin doch sehr froh, dass meine Vermutungen, gerade auch was seine Inhaftierung anging, sehr zutreffend waren. Denn Herr Zumwinkel ist noch immer auf freiem Fuß und das durch die Hinterlegung einer `namhaften` Sicherheitsleistung, wie es Herr Bernd Bienioßek von der Staatsanwaltschaft Bochum bezeichnete. Laut Spiegel TV reden wir von 4 Millionen Euro, laut der ARD von1 Millionen Euro. Ich meine, dass beides keine Summen für einen Mann sind, der alleine Millionen, Mal eben in kürzester Zeit mit Aktiengeschäften verdient. Aber es gibt noch weitere Zahlen und Fakten, die in diesem Kontext unter die Lupe genommen werden müssen.

Steuergelder für Geheimdienstoperationen

In dem letzten Artikel über dieses Thema, ging es unter anderem um eine ominöse Daten-CD-ROM, die auch weiterhin nicht wirklich weniger geheimnisvoll geworden ist. Mittlerweile ist weniger die Rede von einem erpresserischen Ex-Mitarbeiter einer Liechtensteiner Bank, als viel mehr von einem Informant, der diese Daten für den BND `beschafft` haben soll. Dieser Teil scheint wohl recht gesichert zu sein, so dass man sagen kann, dass laut momentaner Nachrichtenlage, der BND wohl für bis an die 5 Millionen Euro einkaufen war und zwar besagte Daten-CD-ROM. Nun muss man festhalten, dass laut ARD-Angaben, diese Millionen Euro, wohl mit Wissen von Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Herrn Finanzminister Peer Steinbrück (SPD), durch das Finanzministerium geleistet wurden. Hierbei muss man auch festhalten, dass es wohl relativ ist, ob wir von 4 oder 5 Millionen Euro sprechen. Denn eine Quittung dürfte keinem Medienvertreter vorliegen.

Dies hat natürlich zur Folge, dass man auch gleich wieder klarstellt, dass sich diese Finanzierung aus Steuergeldern, in jedem Fall rechnen wird, da man von Fahndungserfolgen, die mehrere 100 Millionen Euro bringen sollen, ausgeht. Warten wir es ein Mal ab. Denn gerade was Zahlen angeht verändert sich, wie gerade schon angedeutet, die Nachrichtenlage im Moment ständig. War bei Herrn Zumwinkel, zu Beginn der Berichterstattung, noch die Rede von 10 Millionen Euro, die er an der Steuer vorbei, nach Liechtenstein geschleust haben soll, ist zur Zeit nur noch die Rede von 1 Millionen Euro Steuerhinterziehung. Dies bedeutet bei einem Steuersatz von 50 Prozent, gerade Mal 2 Millionen Euro, die am Fiskus vorbei gegangen wären. Spannend ist aber auch, dass sich seit heute Morgen nicht wirklich was bewegt hat, in Sachen Razzien zum Beispiel. Angeblich sollte nach Meldungen, unter anderem der Süddeutschen Zeitung, heute eine von mehreren Ermittlungswellen beginnen. Aber der Tag ist ja noch jung und angeblich sind hunderte Verdächtiger auf besagtem Datenträger.

Wie beim Pokern

Spannend ist tatsächlich auch, dass um die besagte, vom BND organisierte, Daten-CD-ROM, im Moment selbstverständlich nur Gerüchte kursieren. Genau dies lässt natürlich auch einen tollen Bluff zu, genau wie beim Pokern. Denn die Regierung ruft massiv zu Selbstanzeigen auf und da könnte man natürlich Herrn Zumwinkel, als ein gelungenes Beispiel, unter dem Motto `wir bekommen Euch alle`, einstufen. Es bleibt abzuwarten, wie dieser spannende Krimi weitergeht. Wenn man sich allerdings die Vergangenheit anschaut, haben zum einen, solche Aufrufe meist nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt und schaut man sich zum anderen, zum Beispiel das Abfindungsverfahren um Herrn Klaus Esser an, wo es um seine Abfindung in Höhe von gut 60 Millionen DM ging und das Verfahren gegen die Zahlung von 1,5 Millionen DM eingestellt wurde, weiß man wo es lang geht. Dies auf Herrn Zumwinkel umgerechnet, würde übrigens eine Verfahrenseinstellung gegen 50.000 Euro bedeuten. Da muss dann auch eine Staatsanwaltschaft lange für stricken, um mehrere 100 Millionen Euro zusammen zu bekommen.

Aber es sind noch weitere spannende Dinge offen, so zum Beispiel, dass ein Rücktritt als Vorstandschef bei der Deutschen Post AG, erst gar nicht zur Debatte stand. Denn laut Aussage des Pressesprechers der Deutschen Post AG, Herr Dirk Klasen, handelte es sich um rein private Dinge. Erstaunlich nur, dass laut Angaben vom WDR, am besagtem Abend noch Limousinen mir Bonner Zulassung und PZ, was wohl Postzentrale heißen soll, den Privathof verließen. Der Rücktritt wurde dann, aus sehr persönlichen Erwägungen, einige Stunden nach diesem gut zweieinhalb Stunden dauernden Treffen, verbreitet. Dies sind Indizien, die für mich doch für ein massives Einlenken von Mitarbeitern der Deutschen Post AG, sprechen und das es sich bei diesen Mitarbeitern, wahrscheinlich nicht um Schalterbeamte gehandelt haben dürfte, müsste auch klar sein.

Überraschungen bei der Deutschland AG

Auch Herr Olaf Henkel, Ex-Präsident des BDI, konnte sich Steuerhinterziehung bei Herrn Zumwinkel gar nicht vorstellen. Die Überraschung, die über all gegenwärtig war und ist, ist ein Mal mehr erstaunlich. Meine ehrlich Meinung, man muss Mal festhalten, wir reden von der Elite der Deutschland AG und genau diese Herren, wollen mir plötzlich erzählen, dass sie nicht bis zwei zählen können. Entweder ist dies die Wahrheit, was mich an ihren Fähigkeiten zweifeln lassen würde, oder es ist genauso verlogen und korrupt, wie scheinbar vieles andere in der deutschen Wirtschaft auch. Mal sehen ob und wenn welche Überraschungen noch in den nächsten Tagen aufkommen.


Kategorie: Wirtschaft

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Anka Bastian // 19. Feb 2008 at 16:10

    Liechtenstein/Lauterbach (voz/ab)+++ Wie ich erfahren in Liechtenstein und von dortigen Sicherheitspersonen, soll der BND schon seit Jahren in diesem Land tätig sein und, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der LTG u.a.m. anwerben, abschöpfen und Spionage betreiben. So, die Mitteilungen, die ich erhalten habe. Eine Nachprüfung war und ist nicht möglich. Für denkbar halte ich dies aber schon!

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