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Die Wahrheit des Wortes

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Auf dem Weg in die DDR 2.0?

4. November 2014

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. Gerade 25 Jahre nach dem Mauerfall sieht man Vergleiche mit der DDR natürlich äußerst ungern, außerdem sind sie allgemein nur sehr bedingt möglich, da sich das grundlegende System im abgelaufenen Vierteljahrhundert selbstverständlich auch noch einmal völlig verändert hat. Trotzdem gehen einige Entwicklungen in der heutigen Zeit doch stark in die Richtungen, wie man sie von diesem Unrechtsregime her kannte. Aktuell geht es weniger ums Blockdenken, um ideologische Fragen, wie es vor dem Fall des Eiserner Vorhangs und dem vermeintlich großen Sieg des westlichen und christlich geprägten Systems der Fall war. Allerspätestens seit 911, also seit 2001, muss man von einem wahren Religionskrieg sprechen, der immer häufiger, als ein neuer Kreuzzug bezeichnet wird. Aber auch die internen Probleme der westlichen Welt selbst werden immer größer. Stetige Schrumpfungen im Bereich der Vielfalt im Handel durch radikalen Verdrängungswettbewerb, welcher massiv durch die Finanzwelt und in der Folge auch durch die Politik forciert wird, führt zu immer mehr oligopolartigen Strukturen, um nur ein Beispiel aufzuzeigen. Am Ende steht damit ein sehr mächtiges System, was die Preise ohne Probleme genauso diktieren kann, wie die Verfügbarkeit von Waren. Dies könnte zu mindestens für einen Großteil der Bevölkerung, der nicht einer vermeintlichen Elite angehört, zu einer gewissen Mangelwirtschaft führen, ganz ähnlich, wie es sie eben auch in der DDR gab.

Deutschland
Nimmt man dann noch die Totalüberwachung und andere Fakten der Entdemokratisierung mit hinzu, welche sich längst, wie ein bösartiger Tumor, ausgebreitet haben, erkennt man alleine nur schon in Deutschland, dass man auf einem Weg ist, der in ein System führt, welches dem der DDR zu mindestens ziemlich ähnlich ist, eben eine deutsche Republik, deren vermeintliche demokratische Struktur in Wahrheit kaum bis gar nicht mehr vorhanden ist. Ein Zustand der 25 Jahre nach dem Mauerfall doch sehr befremdlich ist. Auf der anderen Seite ist es wohl auch so, dass in Zeiten der völligen Massenablenkung, nur wenigen auffallen würde, wenn man irgendwann von der DRD, der Demokratischen Republik Deutschland sprechen würde, was man natürlich niemals mit der DDR vergleichen könnte. Längst geht doch mehr Macht in diesem Land von der Wirtschaft aus, als man im politischen Berlin jemals gebündelt bekommen würde. Das Diktat des Kapitals mit der alternativlosen Drohung des Arbeitsplatzabbaus bestimmt längst den Weg. Das Leitmotiv, welches für die Massen längst zum Leidmotiv wurde, da es nur noch mit dem völligen Konsumterror umsetzbar ist, ist doch längst die stetige Steigerung der Produktivität, immer mehr Wachstum und dies völlig unabhängig von tatsächlichen Märkten und deren Sättigung. Eine Form des Terrors, welche übrigens auch politisch forciert wird, anstatt man sie im Sinne der Mehrheit, welche dies ablehnt, nachhaltig bekämpfen würde. Schon mit diesem kleinen Einblick zeigt sich gut, wo das wiedervereinigte Deutschland im Jahr 2014 wirklich steht, einen Grund zum Feiern kann man da kaum ableiten.

Europäische Union (EU)
Natürlich ist die deutsche Entwicklung noch problemlos zu überbieten, dafür richte man einfach den Blick auf die Europäische Union (EU). Und selbstverständlich wirkt es aktuell so, als sei die Wiedervereinigung Deutschlands nur der Testlauf, auf verschiedenen Ebenen, für die EU gewesen. Blühende Landschaften verspicht man längst nicht mehr, dafür andere Sinnfreiheiten, deren Spitze man im Ausverkauf Europas an die USA erleben kann und nichts anderes stellt das transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) dar. Immerhin wird so sehr schön deutlich und offen gezeigt, welchen Sinn und Zweck die EU tatsächlich hat. Gerade erst wurden die EU-Kommissare mit minimalsten Veränderungen abgesegnet, womit der endgültige Beweis erbracht wurde, dass all die Versprechen, mit welchen man sich eine minimalste Legitimation verschafft hatte, schlichtweg wieder nur Lügen waren. Mit tatsächlicher Demokratie hat dies nichts zu tun aber dies ist in Sachen EU natürlich schon lange nichts Neues mehr. Dies gilt auch dafür, dass auch in dieser Frage die Massen hervorragend von den etablierten Massenmedien (ab)gelenkt wurden, wobei in Deutschland natürlich auch das Staatsfernsehen einen nicht unerheblichen Teil verantwortet. So muss man nun davon ausgehen, dass die Massenüberwachung innerhalb der EU, ganz nach amerikanischem Willen, weiter ausgebaut wird und wichtige Standards auf verschiedensten Ebenen abgeschafft werden. Dies bedeutet aber auch, dass der äußerst aggressive EU-Osterweiterungskurs unvermindert fortgesetzt wird, wie man es aktuell in der Ukraine erlebt. Die Antwort muss einfach ein sehr aktives Bündnis der Mehrheit in Europa sein, bevor es wieder zu spät ist und niemand etwas mitbekommen haben will.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Europa · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik · Wirtschaft

Bis jetzt 2 Kommentare ↓

  • 1 Art for Europe » Worte der Kunst im November 2014 // 12. Nov 2014 at 09:01

    […] durch: Ihr Name / Firmenname. Am vergangenen Sonntag war es soweit und der 25. Jahrestag des Mauerfalls stand auf der Agenda und schon Wochen zuvor wurde man über die verschiedensten Kanäle, […]

  • 2 Der BALLacker » Tradition aus Sachsen // 25. Feb 2015 at 08:21

    […] die politische Wende in der DDR kam es 1990 zur Umbenennung in 1. FC Dynamo Dresden. Im Juli 2007 gab es dann allerdings, nach […]

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