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Die Wahrheit des Wortes

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Angeblich für Freiheit und Demokratie

6. Juli 2011

Die Hetzjagd gegen Politiker in Deutschland im vermeintlichen Namen der Wissenschaft scheint noch lange nicht vorbei zu sein. Ein Haufen Anonymer kämpft hier aus dem Hinterhalt angeblich für Freiheit und Demokratie aber es gibt Fakten, die an diesen großen Zielen zweifeln lassen. Über diese redet man aber so gut wie gar nicht. Langsam wird es doch eigentlich, einer gewissen Wahrscheinlichkeit folgend, Zeit, dass die Jagdopfer nicht nur aus den Reihen der Union und der Liberalen kommen, denn bislang scheint es eindeutig, dass hier gegen die Regierenden in unserem Land gekämpft wird. Diese Menschen, die hier durch Anonymität getarnt, und damit selber in einem gewissen Maße unantastbar, aus dem Hintergrund agieren, haben sich scheinbar zum Ziel gesetzt, die konservative und liberale Zukunft dieses Landes im Keim zu ersticken, was natürlich Vermutung zulässt, wo man diese Personen zu mindestens politisch zu suchen hat. Es scheint eine ganz neue Art der Politikgestaltung zu sein, die hier aufgebaut werden soll, hier allerdings großartige freiheitliche und demokratische Tendenzen auszumachen, fällt außerordentlich schwer. Unabhängigkeit lässt sich übrigens unter der Art, wie im Moment aufgedeckt wird, auch nicht im Ansatz erkennen oder will man hier wirklich die Wahrscheinlichkeit im Namen der Wissenschaft außer Kraft setzen.

Wie dumm sind Konservative und Liberale?
Wie gesagt, es ist doch mehr als auffällig, dass im großen Stil gegen Konservative und Liberale gearbeitet wird, folgt man einfach der Wahrscheinlichkeit, fehlen doch vergleichbare Fälle aus dem Lager der SPD, der Grünen oder auch der Linken oder soll hier wirklich der Beweis angetreten werden, dass die so genannte Blenderei oder welche Definition man sonst noch wählt, bevor überhaupt ein Urteil ergangen ist, nur bei CSU und FDP auftritt? Sicherlich wird irgendwann auch einmal jemand aus dem anderen politischen Lager an den Pranger gestellt, ob dies dann ausreichen wird, um den Verdacht einer gezielten, politischen Kampagne loszuwerden, darf allerdings bezweifelt werden. Mit dieser Art, mit der hier eine Menschenjagd betrieben wird, werden nicht nur Einzelschicksal besiegelt, sondern auch eine gezielte Stimmung gegen die Parteien in Deutschland gemacht, die im Moment regieren, also muss man hier durchaus von einem massiven politischen Einfluss sprechen, den man mit Sicherheit nicht als unabhängig deklarieren kann. So lange nur immer wieder Personen auftreten, die über die anonymen Dritten, die hier aus dem Hinterhalt agieren, berichten, wird die Glaubwürdigkeit dieser nicht wirklich erhöht. Wie bereits erwähnt, erfolgt hier aber scheinbar nicht nur der Versuch die Regierung zu schwächen, sondern auch zu gleich eine kommende Politikergeneration auszudünnen.

Es geht gar nicht einmal so sehr darum, wer sich an welcher Stelle in seinem Leben gegebenenfalls, wie falsch verhalten hat, es geht viel mehr um die politischen Tendenzen hinter alldem. Ein solches Verhalten dann auch noch mit dem hohen Namen der Wissenschaft zu tarnen, sich hinter dem Deckmantel des Standortes Deutschland zu verkriechen, ist schon unbeschreiblich. Man muss auch anmerken, dass es bislang nur Gerüchte über diesen ganz besonderen Jagdzirkel gibt, man weiß also gar nicht, ob sie irgendetwas mit der Wissenschaft zu tun haben. Selbst wenn dem so sei, macht dies die Sache eher noch schlimmer und all die, die jetzt mit großem Getöse dieser Hetzjagd beiwohnen, sei gesagt, dass sie sich auf dünnem Eis bewegen, da sie natürlich dieses politischen Spiel mitspielen und sich damit wohl auch auf eine Seite stellen, was Unabhängigkeit entzieht. Nun hat man das Thema Moral und Fairness noch gar nicht angesprochen aber dies sind Wertvorstellungen von denen man sich in Deutschland scheinbar auch gerne verabschieden möchte, denn sonst würde man ganz anders vorgehen aber dies scheint hier auch gar nicht von Interesse zu sein. Wenn eine solche Art der politischen Arbeit, die man hier doch auch erst einmal unterstellen muss, in Zukunft zum Alltagsgeschäft wird, muss annehmen, dass die Demokratie noch weiter in den Hintergrund gerückt wird. Dies bedeutet dann, dass man am Ende des Tages genau das Gegenteil dessen erreicht, was man doch angeblich vorgehabt hat und hier wird es schwer auf den Zufall zu verweisen.

Im Namen der Wissenschaft?
Wie in allen Lebensbereichen erleben wir in diesen Tagen natürlich auch einen Wandel im Bereich der Wissenschaft. Es ist noch nicht allzu lange her, als der Skandal um gekaufte Doktortitel die Republik erschütterte. Aktuelle sind es die Plagiatsaffären, die zu Ungereimtheiten im akademischen System führen, denn all das, was jetzt aufgedeckt wird, ist scheinbar vorher niemandem aufgefallen, was wieder ganz eigene Frage aufwirft. Wenn man in diesen Tage von der Wissenschaft spricht, muss man auch immer deutlicher hinterfragen, wie oft sie eigentlich nur noch ein Werkzeug der Wirtschaft ist. Wie viel Unabhängigkeit steckt in diesen Tagen noch in Studien, die alles belegen und auch wieder alles in Frage stellen. Genau hier wird man das Gefühl nicht los, dass es oftmals viel mehr darum geht, wer den Auftrag zu einer Studie gibt bzw. diese finanziert. All dies sind Fragen, die man im Moment nicht so gerne diskutiert, dabei geht es hier tatsächlich um systemrelevante Fragen, stattdessen hat die Jagd auf einzelne offensichtlich eine viel größere Priorität, was auch wieder eine dieser vielen Merkwürdigkeiten der Plagiatsaffären darstellt. Müsste man in der heutigen Zeit nicht viel mehr das Gesamtsystem überprüfen und sich erst danach den Einzelfällen widmen? Man hat auch das Gefühl, dass man mit wirklich unabhängiger wissenschaftlicher Arbeit kein Geld verdienen kann und damit gewissermaßen wohl auch in eine Art wissenschaftliche Prostitution gezwungen wird, was natürlich auch nicht für die Freiheit der Wissenschaft in einem System, welches in sehr vielen Bereichen nur noch auf Gewinnmaximierung ausgerichtet ist, spricht.

Man lebt in einer Welt in der sich niemand mehr großartig darüber aufregt, wenn der US-Präsident Barack Obama, ohne rechtskräftiges Urteil, scheinbar einfach so Menschen töten lassen kann. Es ist eine Welt in der der Rückschritt zur Kohle gefeiert wird, obwohl man diese als eines der größten Übel im Kontext des Klimawandels ausgemacht hatte. Selbst ein Super-GAU im japanischen Atomkraftwerk (AKW) von Fukushima, wird von Wissenschaftlern zum Teil banalisiert. Es würde also genügend Bereiche in der so hochgelobten Wissenschaften geben, die man in verschiedenen Kontexten mehr als in Frage stellen könnte, was aber kaum geschieht. Da kommt die Frage auf, ob so etwas, wie die aktuellen Plagiatsaffären, nicht auch einer ganzen Menge Menschen sehr gut in den Kram passt, da sie so von den wirklichen Problemen ablenken können und sich diesen nicht stellen müssen. Die Wissenschaft hat in der heutigen Zeit viele Probleme und in diesem Zusammenhang sind einige Politiker, die man nun öffentlich, medial an den Pranger stellt und ihre Existenzen mindestens nachhaltig schädigt, wenn nicht gar vernichtet, wirklich kleine Lichter und es ist mehr als übertrieben daran den Namen der Wissenschaft festzumachen. Es wird einfach sehr deutlich, wie viel Unklarheit hier herrscht und es ist auffällig, wie wenig Interesse von diesem anonymen, so auf Aufklärung bedachten Zirkel, her unternommen wird, um genau diesen Zustand zu ändern. Sie haben immer wieder die Möglichkeit, kommen dieser aber nicht nach und somit bleiben verschiedene Thesen im Raum stehen und diese werfen absolut kein gutes Licht auf die Damen und Herren.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Medien · Politik · Technik · Umwelt · Wirtschaft

Bis jetzt 1 Kommentar ↓

  • 1 Feydab // 6. Jul 2011 at 16:22

    Eine Runde Mitleid für die Sünderbank?

    Zunächst ist wohl jedem ersichtlich, dass die Zahl der Akademiker im “bürgerlichen Lager” deutlich größer ist, als bei SPD und Linken, Hinweise darauf finden sich ganz simpel z.B. via Abgeordnetenwatch, auch wenn das sicherlich nicht unbedingt empirisch belastbar ist, und insofern auch die “false positive Quote” hier deutlich höher ausfällt. Viel wichtiger ist aber die Tatsache, dass bisher alle fraglichen Kandidaten nicht unbedingt ihr Fehlverhalten in der Vergangenheit zum (politischen) Verhängnis wurde, sondern die dreiste Art ihrer Rechtfertigungen und Schönfärbereien.
    Hier die Boten ob der Nachricht zu bestrafen und ihnen angesichts tatsächlich nachweisbarer Verfehlungen irgendwelche (unbewiesenen) prätentiöse Motive zu unterstellen ist lachhaft.

Schreib was dazu