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Die Wahrheit des Wortes

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500 Jahre und der Misserfolg

2. November 2017

Ermöglicht durch: Ihr Name / Firmenname. In einigen Teilen Deutschlands gab es in dieser Woche zwei Tage am Stück frei und dies wegen dem diesjährigen Bonusfeiertag zum Lutherjahr, womit das Positive auch schon fast schon komplett erwähnt wäre. Nun ist das Lutherjahr zum 500. Jahrestag Geschichte und es war nicht im Ansatz der Erfolg, welchen man sich ausgerechnet hatte. Es war die große Chance, den Kirchen neuen Schub zu verschaffen, allerdings hätte man dann auch andere Dinge richten müssen und dies wird auch weiterhin konsequent verweigert und so konnte es eigentlich vom ersten Moment an nichts geben. Die systemtreuen Medien taten wirklich sehr viel und was nur irgendwie ging, war Luther. Wie gesagt, alleine hilft dies eben nicht. Dieses Jahr ist eben nicht nur Lutherjahr, es ist auch ein sehr politisches Jahr und der große Religionskrieg zieht ebenfalls weiter seine Kreise. Es hätte sich daher wirklich angeboten, einige Sachverhalte besser zu verknüpfen aber dies schien eben nicht gewollt. Auch dies kann man so hinnehmen, muss sich dann aber eben nicht über den Misserfolg wundern. Längst ist klar, dass ein weiteres Wandeln auf den alten Pfaden nicht mehr möglich ist. Die Menschen wollen Veränderungen und zwar einschneidende, welche im Sinne der Mehrheit vollzogen werden, dies zeigten auch die letzten beiden Wahlen. Politiker ignorieren dies oder meinen, es würde ausreichen, wenn sie behaupten, alles verstanden zu haben, um dann unverändert weiterzumachen, womit sich der Kreis zu den Kirchen schließt.

Gewalt und Armut
Auch wenn man gerne statistisch nachweist, wie das Einkommen in Deutschland immer weiter steigt, verstehen immer mehr Menschen den billigen Trick dahinter. Außerdem ist die stetig steigende Armut allgemein längst nicht mehr zu leugnen. Es trifft auch immer mehr Menschen und dieser Trend wird sich fortsetzen, wenn es nicht zu einem Systemwechsel kommt. Allein dieser Bereich des Wirtschaftsfaschismus hätte den Kirchen, auch in diesem besonderen Jahr, die Möglichkeit geboten, sich aktiv für die Menschen einzusetzen. Dies geschah nicht, man blieb dort lieber Teil eines ablehnungswürdigen Systems. Dazu zählt auch, dass nicht nur in Deutschland Gewalt zunehmend zu einem Problem wird und dies auf ganz verschiedenen Ebenen. In Deutschland kann man dies im Fußball erleben, wie aber auch im Bereich der Flüchtlinge, was übrigens lange Zeit verleugnet wurde und dies auch von der geschäftsführenden Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), welche gerade fleißig weiter am Ausbau ihrer Macht arbeitet. Auch dieses Feld hätte viele klerikale Chancen geboten aber es verhielt sich, wie im gerade geschilderten Bereich der Ausweitung der Armut. Unter diesen Voraussetzungen kann man noch so viele Veranstaltung zur Reformation machen, es wird alles nicht helfen und die Bedeutungslosigkeit der Kirchen wird sich immer weiter fortsetzen. Mitleid ist übrigens ebenfalls in diesem Bereich ganz und gar nicht nötig, denn nicht nur die Probleme sind offensichtlich, sondern auch deren Lösungen. Verweigert man nun die Arbeit an den Lösungen, geschieht dies selbstverständlich vorsätzlich.

Das größte Problem
Wenn man bei den Kirchen von Verweigerung spricht, ist man natürlich ganz schnell beim unfassbaren Kindesmissbrauchsskandal und der Weigerung einer angemessenen Aufklärung, wie auch Aufarbeitung. Natürlich ist dies vor allem ein Problem der katholischen Kirche und gar nicht so sehr der evangelischen, um die es bei diesem 500. Jahrestag vornehmlich geht. Da die Kirchen aber doch noch immer einen sehr engen Verbund darstellen, wird bei der Ablehnung natürlich nicht immer so genau differenziert. So lange dieses größte Problem der Kirchen nicht im Ansatz angemessen und nachhaltig bearbeitet wurde, bleiben die allgemeinen Schwierigkeiten. Um auf den großen Jahrestag direkt zurückzukommen, wurde es, wie bereits angedeutet, zuletzt ziemlich still, was daran liegen könnte, dass man den erhofften Erfolg kaum mit Bildern untermalen konnte, da es diese schlichtweg nicht gab. Schon die großen Auftaktveranstaltungen blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ein gelungenes Fazit dieses Jubiläumsjahres zu ziehen, wäre damit etwa so glaubwürdig, wie die Informationen, welche man im Moment zu den Jamaika-Verhandlungen eben auch von den C-Parteien erhält, wo sich ebenfalls wieder ein Kreis schließt. Eine richtig große Chance wurde nun weitestgehend von den Kirchen ungenutzt liegengelassen, stattdessen bewiesen sie wieder einmal, dass es keine angemessene Trennung von Religion und Staat gibt, was nicht nur ein Problem für Martin Luther gewesen wäre.

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Kategorie: Ein Kommentar zur Woche · Gesellschaft · Kultur · Medien · Politik

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