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Die Wahrheit des Wortes

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40.000 Tote jedes Jahr

27. August 2010

Wir erinnern uns alle noch an die schrecklichen Bilder der Loveparade in Duisburg bei der so viele Menschen schwer verletzt wurden bzw. starben. Ein Aufschrei des Unverständnis ging durch die Medien, was man auch als durchaus angemessen bezeichnen kann. Schaut man sich hingegen eine andere Zahl und das Medienecho an, kommen doch Fragen auf. Nach Schätzung versterben jedes Jahr 40.000 Menschen in Deutschland in Folge eines Krankenhausaufenthaltes und zwar weil sie sich dort lebensgefährliche Erkrankungen zuziehen. Diese Zahl ist in diesen Tagen natürlich auch deshalb im Umlauf, da in der Mainzer Uniklinik drei Babys starben, da ihre Nährlösungen verseucht war. Man kann sich solche Vorfälle, gerade auch in der genannten Größenordnung, kaum vorstellen und doch ist auch dies eine Realität in Deutschland.

Zu Tode reformiert
Umso erstaunlicher muten sowohl die Fälle aus Mainz, wie auch die allgemein erschreckend hohe Zahl von 40.000 Fällen jedes Jahr an, wenn man auf der anderen Seite stetig hört, dass das Gesundheitssystem in Deutschland immer besser wird und man deshalb auch immer mehr Kapital für diesen Sektor aufbringen muss. Man muss da natürlich die Frage stellen, was hier besser wird und wofür man mehr Kapital aufbringen soll. Solche Unglücke wären ein angemessener Zeitpunkt doch einige Fakten des deutschen Gesundheitswesens einmal detaillierter darzustellen. Diese Aufgabe gehört dann wohl in der Kernbereich des Bundesgesundheitsministers Philipp Rösler (FDP) aber er ist etwa so präsent, wie seine Chefin, die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Wenn es darum geht den Bürgern immer wieder Geld aus den Taschen zu ziehen, sind sie immer sehr präsent, wenn es allerdings darum geht Rechenschaft abzulegen, muss man sie suchen, wie die Eier an Ostern.

Es kann nicht sein, dass man das deutsche Gesundheitssystem immer so sehr lobt, um immer weitere Kosten zu rechtfertigen, wenn Kinder in Unikliniken sterben. Man muss auch hier klar festhalten, dass dieser Teil des Systems ebenfalls zum Scheitern verurteilt ist. Wenn man schon immer weitere Milliarden an Euros fordert, wäre es an der Zeit sich auch dafür einzusetzen, dass diese dort investiert werden, wo den Menschen geholfen werden muss, wo ihr Leben gerettet werden muss. Die medizinische Versorgung in Deutschland wird scheinbar immer schlechter und dies bezieht sich nicht nur auf den Bereich der Krankenhäuser und Kliniken, sondern zum Beispiel auch auf die allgemeine medizinische Versorgung im Land. Das es so läuft, scheint nur eines zu erklären und zwar, wie zu Tode reformiert dieser Sektor ist und man muss auch hier endlich einmal einen angemessenen Schnitt machen, um wieder zu einer guten Versorgung zurückzugelangen.

Das Problem ist die Ausgabenseite
Der bisherige Ansatz der immer wieder, unabhängig von der ressortleitenden Partei,  aus dem Bundesgesundheitsministerium kam und kommt, ist der, dass noch viel mehr Kapital vom Versicherten aufgebracht werden muss. Es gilt aber anzuerkennen, dass man von einem klaren Problem auf der Ausgabeseite sprechen muss, denn unabhängig davon, wie viele Milliarden Euro man noch in dieses System pumpt, die Ausgaben bleiben scheinbar immer höher und dies zeigt natürlich auch das aktuell größte Problem. Durch genau diesen Fakt kommt es trotz immer höherer Einnahmen, zu immer höheren Einsparungen, die dann natürlich zu Problemen in Bereichen, wie zum Beispiel der Hygiene führen und dessen Folgen hat man aktuell ganz dramatisch zu spüren bekommen. Es wäre die Aufgabe des Gesundheitsministers Rösler (FDP) hier endlich für eine Umkehrung der Verhältnisse zu sorgen und man darf voraussetzen, dass er weiß um was es geht, schließlich ist er Allgemeinmediziner. Aber dieser Aufgabe scheint er einfach nicht gewachsen zu sein.

Wenn ein Kabinettsmitglied nicht in der Lage ist Probleme zu lösen, müsste sich natürlich die Kanzlerin im Sinne der Wähler darum bemühen eine Person zu finden, die diese Aufgabe lösen kann und müsste ihr Kabinett dann eben personell dementsprechend neu ausrichten. Auch dies geschieht allerdings nicht. Bei dieser Sachlage ist es dann nur verständlich, dass auch sie die Verantwortung mitträgt. Auch hier scheint sich allerdings zu zeigen, dass man das mit der Verantwortung nur sehr begrenzt sieht, was natürlich nicht im Interesse der Wähler sein kann. Auch auf diesem Gebiet zeigt sich, dass die aktuelle Bundesregierung in vielen Bezügen weit, weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Diese Tigerentenkoalition aus CDU, CSU und FDP läuft mehr und mehr Gefahr schon nach kürzester Zeit, als gescheitert angesehen werden zu müssen. Dies zu verhindern liegt nun auch in den Händen von Kanzlerin Merkel (CDU), steuert sie weiter den alten Kurs, sägt sie letztendlich an ihrem eigenen Stuhl, denn die Problematik im Gesundheitswesen ist nur eines von einem ganzen Aufgabenberg der schnellstens abgebaut werden muss und zwar im Sinne der Bürger und nicht im Sinne irgendwelcher Lobbyisten.

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Kategorie: Gesellschaft · Politik · Wirtschaft

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